Sa, 10:38 Uhr
06.08.2011
Historische Kneipen vorgestellt
Pünktlich zum Altstadtfest, das an diesem Wochenende stattfindet, erscheint die nunmehr 13. Ausgabe des Historischen Kalenders von Nordhausen aus dem Verlag Steffen Iffland in Salza. Die nnz durfte schon mal vorab darin blättern…
Kalender 2012 (Foto: Iffland)
Seit über dreizehn Jahren widmet sich der Verlag Iffland in Salza u. a. der Herausgabe von Kalendern mit historischen Abbildungen von Nordhausen. Damit stieß er bei vielen Südharzern auf großes Interesse. Zum einen weil Steffen Iffland den alten Aufnahmen Fotos vom selben aus der heutigen Zeit gegenüber stellt und zum anderen auch Informationstexte beifügt. Im großzügig angelegten Kalendarium findet sich Platz für Eintragungen.
Wie stets besticht der Kalender 2012 durch eine sorgfältige und interessante Auswahl von Nordhäuser Ansichtskarten, die wie schon in den letzten Jahren aus der einzigartigen Sammlung von Harald Ehrhardt aus Salza stammen. Diesmal widmet sich der Herausgeber dem Thema Gaststätten. Insgesamt werden 12 historische, teilweise noch vorhandene Lokale und Restaurants vorgestellt.
Das Titelblatt, die eine etwa 110 Jahre alte Werbekarte für Nordhäuser Korn mit einer Teilansicht des Geheges ziert, stimmt auf Thema ein. So finden sich im Innenteil viele bekannte Kneipen wieder, deren Geschichte in Kurzfassung beschrieben wird.
Fast jeder Nordhäuser kennt beispielsweise das Harmonie-Gesellschaftshaus in der Käthe-Kollwitz-Straße, besser bekannt unter der Bezeichnung Klubhaus. Im Jahre 1868 erwarb die Harmoniegesellschaft das Grundstück in der Promenadenstraße und ließ sich das eigene Vereinshaus Harmonie in der Promenadenstraße bauen. Zwei Jahre später kaufte die Gesellschaft das Areal bis zur Spiegelstraße dazu, um den Garten zu vergrößern. Das Gebäude selbst wurde 1878 erweitert. Es entstanden die Kolonnaden des Saales, der Bühnenraum, das Damenzimmer, eine asphaltierte Kegelbahn und die Terrassen. Die im Garten stehende Veranda wurde 1890 geschaffen, Tennisplätze kamen 1894 dazu. Es gab eine eigene Bibliothek, ein Billardszimmer, Spielzimmer für Skat, Whist und Schach. Nach 1945 war die Gesellschaft für Deutsch-Sowjetische Freundschaft Eigentümer des Hauses, bevor es dann zum Jugendklubhaus umfunktioniert wurde.
Eine weitere Ansicht zeigt das Haus Zur Fröhlichkeit in der Bochumer Straße, die meisten Nordhäuser nannten die Gaststätte allerdings nur Froböse. Als die damalige Steinstraße (Bochumer Straße) zwischen 1912 und 1927 stückweise bebaut wurde, ließ der Kaufmann Albert Froböse an der Kreuzung zur Hesseröder Straße in seinem Haus eine Gastwirtschaft sowie eine Materialhandlung einrichten. Die Gastwirtschaft Zur Fröhlichkeit und auch den Laden betrieb er Geschäftsmann bis weit in die DDR-Zeiten. Dann übernah die HO das Lokal, welches unter den Nordhäusern als Froböse bekannt war.
Das Hotel Handelshof kennt jeder in der Stadt, allerdings den wenigsten dürfte bekannt sein, wie es zu der Namensgebung kam. Auskunft darüber gibt das Kalendarium 2012. Das Hotel Puschky, die Gaststätten Grimmeltor, Brandenburg, Parkschloss, Goldene Kugel, Eichsfelder Hof, Zum Socken – das älteste noch existierende Lokal in der Altstadt, die große Eintracht in der Geseniusstraße und die Finkenburg an der Wassertreppe komplettieren den geschmackvoll gestalteten historischen Kalender 2012 aus dem Verlag Steffen Iffland in Salza, der auf dem Altstadtfest erworben werden kann, ab Montag dann auch im gut sortierten Buchhandel der Stadt.
Autor: rh
Kalender 2012 (Foto: Iffland)
Seit über dreizehn Jahren widmet sich der Verlag Iffland in Salza u. a. der Herausgabe von Kalendern mit historischen Abbildungen von Nordhausen. Damit stieß er bei vielen Südharzern auf großes Interesse. Zum einen weil Steffen Iffland den alten Aufnahmen Fotos vom selben aus der heutigen Zeit gegenüber stellt und zum anderen auch Informationstexte beifügt. Im großzügig angelegten Kalendarium findet sich Platz für Eintragungen.Wie stets besticht der Kalender 2012 durch eine sorgfältige und interessante Auswahl von Nordhäuser Ansichtskarten, die wie schon in den letzten Jahren aus der einzigartigen Sammlung von Harald Ehrhardt aus Salza stammen. Diesmal widmet sich der Herausgeber dem Thema Gaststätten. Insgesamt werden 12 historische, teilweise noch vorhandene Lokale und Restaurants vorgestellt.
Das Titelblatt, die eine etwa 110 Jahre alte Werbekarte für Nordhäuser Korn mit einer Teilansicht des Geheges ziert, stimmt auf Thema ein. So finden sich im Innenteil viele bekannte Kneipen wieder, deren Geschichte in Kurzfassung beschrieben wird.
Fast jeder Nordhäuser kennt beispielsweise das Harmonie-Gesellschaftshaus in der Käthe-Kollwitz-Straße, besser bekannt unter der Bezeichnung Klubhaus. Im Jahre 1868 erwarb die Harmoniegesellschaft das Grundstück in der Promenadenstraße und ließ sich das eigene Vereinshaus Harmonie in der Promenadenstraße bauen. Zwei Jahre später kaufte die Gesellschaft das Areal bis zur Spiegelstraße dazu, um den Garten zu vergrößern. Das Gebäude selbst wurde 1878 erweitert. Es entstanden die Kolonnaden des Saales, der Bühnenraum, das Damenzimmer, eine asphaltierte Kegelbahn und die Terrassen. Die im Garten stehende Veranda wurde 1890 geschaffen, Tennisplätze kamen 1894 dazu. Es gab eine eigene Bibliothek, ein Billardszimmer, Spielzimmer für Skat, Whist und Schach. Nach 1945 war die Gesellschaft für Deutsch-Sowjetische Freundschaft Eigentümer des Hauses, bevor es dann zum Jugendklubhaus umfunktioniert wurde.
Eine weitere Ansicht zeigt das Haus Zur Fröhlichkeit in der Bochumer Straße, die meisten Nordhäuser nannten die Gaststätte allerdings nur Froböse. Als die damalige Steinstraße (Bochumer Straße) zwischen 1912 und 1927 stückweise bebaut wurde, ließ der Kaufmann Albert Froböse an der Kreuzung zur Hesseröder Straße in seinem Haus eine Gastwirtschaft sowie eine Materialhandlung einrichten. Die Gastwirtschaft Zur Fröhlichkeit und auch den Laden betrieb er Geschäftsmann bis weit in die DDR-Zeiten. Dann übernah die HO das Lokal, welches unter den Nordhäusern als Froböse bekannt war.
Das Hotel Handelshof kennt jeder in der Stadt, allerdings den wenigsten dürfte bekannt sein, wie es zu der Namensgebung kam. Auskunft darüber gibt das Kalendarium 2012. Das Hotel Puschky, die Gaststätten Grimmeltor, Brandenburg, Parkschloss, Goldene Kugel, Eichsfelder Hof, Zum Socken – das älteste noch existierende Lokal in der Altstadt, die große Eintracht in der Geseniusstraße und die Finkenburg an der Wassertreppe komplettieren den geschmackvoll gestalteten historischen Kalender 2012 aus dem Verlag Steffen Iffland in Salza, der auf dem Altstadtfest erworben werden kann, ab Montag dann auch im gut sortierten Buchhandel der Stadt.

