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Mo, 08:50 Uhr
11.08.2003

Geschichte hautnah erleben

Nordhausen/Neustadt (nnz). Die größte Burgruine des Harzes, der Hohnstein bei Neustadt, verwandelt sich am dritten Augustwochenende zur malerischen Kulisse für eine außergewöhnliche Zeitreise. Einen kleinen Vorgeschmack bietet schon heute Ihre nnz mit einem Klick auf MEHR.


Am 23. und 24. August 2003 treffen sich anlässlich des alljährlichen Mittelalterspektakels Ritter und Musikanten, Künstler, Händler und fahrendes Volk zum großen historischen Stelldichein. In jüngster Vergangenheit machten auf Burg Hohnstein vereinsinterne und private Veranstaltungen mit dem Etikett „Mittelalterspectaculum“ eher sporadisch auf sich aufmerksam. Nunmehr jedoch ist der geneigte Besucher eingeladen, das eigentliche Mittelalterfest zu erleben, das auch hält, was es verspricht. Zwei Tage lang wird das gesamte Burggelände widerhallen von mitreißender Musik der Dudelsäcke und Trommeln, dem Rufen der Händler, Schwerterklang und dem Klappern allerlei Handwerkgeräts.

Künstler, die noch nie auf dem Hohnstein auftraten, werden erwartet. Allen voran die Gruppe „Veitzfluch“. Die sechs jungen Musiker aus Süddeutschland stehen für urwüchsige Musik auf archaischen Instrumenten, gepaart mit Spiellust, Temperament und Leidenschaft. Davon können sich die Besucher bei Liveauftritten der Band überzeugen. Auch ihre CD „... und nimmermehr wird einer Greis“ – produziert in Obhut von Schelmsih, einer der besten Mittelaltergruppen überhaupt – zeugt vom großen Können dieser jungen Gruppe.

Als Spielfrau tritt die Engelstrompete auf. Die Multiinstrumentalistin hat sich den eher leisen Klängen verschrieben und bringt alte Musikstücke auf Drehleiter, Laute und Holzblasinstrumenten zu Gehör, während sie sich selbst gesanglich begleitet. Die etwas rüdere Art musikalischer Unterhaltung pflegt der Spielmann Disphonicus. Als Interpret nimmt sich dieser Vagant gern Lieder zu Zechgelagen und derber Possenreißerei an.

Als Herr der magischen Kugeln setzt Kelvin Kalvus, ein keltischer Zauberer, die Gesetze der Physik außer Kraft. Er ist den Besuchern der vergangenen Burgfeste auf dem Hohnstein bereits bekannt und weiß stets auf Neue mit dem Spiel seiner Kugeln zu faszinieren. Lux Aeterna hingegen zelebriert die hohe Kunst des Jongieren und der Feuermagie. Besonders ihre imposante Flammenshow am Abend wird nachhaltig in Erinnerung bleiben. Eine Frau mit tausend Gesichter ist Ashra - Bauchtänzerin, Stelzenläuferin, Feuerkünstlerin in einer Person.

Nicht nur für die Kinder hat sie eine besondere Überraschung auf den Hohnstein mitgebracht: Fauchi, den Drachen. „Wildfang spectaculum“ wird sich der Kunst der theatralischen Darbietung widmen. Diesmal wird in einem Komödienstück die Alchimie und Goldmacherei aufs Korn genommen. Darüber hinaus wird diese Truppe dem Publikum Schwertkampfkunst vorführen. Zusätzlich zu diesen mittlerweile bundesweit und darüber hinaus bekannten und prominenten Künstlern werden die Veranstalter selbst das Programm ergänzen und bereichern.

Der Verein „Medium Aevum Vitale“, besser bekannt als Verein für lebendiges Mittelalter e. V. Nordhausen, hat viel Zeit und Mühe und Kosten in den Aufbau des Burgfestes auf dem Hohnstein investiert. Dadurch konnte sich seit Jahren das Hohnsteinfest als kultureller Höhepunkt der Südharzregion mit starken, überregionalen Auswirkungen etablieren. Gerade diese Veranstaltung zeigt nachhaltig, wie Tourismus als Wirtschaftsfaktor unterstützt werden kann.

Bisher bekannt als Darsteller des ersten deutschen Königspaares Heinrich und Mathilde nebst Hofstaat, wurde die Angebotspalette des Mittelaltervereins Nordhausen jetzt erheblich erweitert: Mit Dramatik und Humor werden nunmehr auch Schwertkämpfe zwischen den Recken ausgefochten. Jonglage und Feuerspielen wird zu späterer Stunde geboten. Die neueste Errungenschaft ist eine beeindruckende Darbietung aus Tanz, Jonglage mit Tüchern und Bällen, Feuer in verschiedensten Formen an Ketten, Feuerstab und Feuerspucken... Das Repertoire kann sich sehen lassen und wird weiter ergänzt. Auch diese Show erleben Sie im großen Tavernenspiel am Samstagabend.

Froh sind die Veranstalter über die gute Zusammenarbeit mit dem „Hohnsteiner Mittelalterverein“. Dieser bietet zwei schöne Historienspektakel. Aus den Reihen der Hohnsteiner werden die Bogenschützen ihre Treffsicherheit zur Schau stellen und das Publikum daran teilhaben lassen. Zudem wird das schönste Badehaus in Mitteldeutschland, dass die „Hohnsteiner“ betreiben, für abkühlungsbedürftige Gäste zum Burgfest zur Verfügung stehen.

Die gastronomische Versorgung übernimmt selbstverständlich der Burggasthof, der sich an diesem Wochenende für den Ansturm der Mittelalterfans rüstet. Auch ein Fladenbäcker wird nicht fehlen und das gute Schwarzbier. Aber auch Kaffee, Säfte, alkoholfreie Getränke und Eis wird es geben. Darüber hinaus lässt es sich der Burgwirt nicht nehmen selbst am künstlerischen Geschehen teilzunehmen und spielt mit dem Dudelsack auf.

Zusammenfassend kann man sagen: Ein tolles Wochenende kündigt sich da an! Medium Aevum Vitale Nordhausen lädt herzlich ein zu einer Zeitreise, zu einem Wochenende im Mittelalter mit Handel und Wandel, Kunst und Kultur - gemixt zu einem Fest der Sinne und der Freude. Krönung des historischen Spektakels ist am Samstagabend das Tavernenspiel mit Musik, Tanz, Gaukelei, Feuerspucken, Feuer- und Flammenshow. Das muss man einfach erleben, das darf man nicht versäumen. Kommet, staunet und lasset Euch entführen in eine längst vergangene Zeit...
Autor: nnz

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