So, 14:35 Uhr
10.08.2003
Das war’s dann
Nordhausen (nnz). Es war der letzte Schlussverkauf, so wie ihn wir bislang kannten. Die Einzelhändler sind zwar eigentlich zufrieden, doch sie trauern dem SSV und WSV ein bisschen nach...
Der deutsche Einzelhandel hat angesichts der hochsommerlichen Temperaturen trotz schwacher Umsätze ein positives Fazit des vermutlich letzten einheitlichen Sommerschlussverkaufs (SSV) gezogen. Gefragt waren besonders Bademode und Lederwarenartikel, während die bereits in den Schaufenstern liegende neue Herbstkollektion bislang nur wenige Kunden begeistern konnte. Angesichts der meteorologischen Aussichten wundert das allerdings kaum.
"Angesichts der extremen Hitze muss der Einzelhandel mit dem Schlussverkauf zufrieden sein", sagte Hubertus Pellengahr, Sprecher des Hauptverbandes des Deutschen Einzelhandels (HDE), am Samstag, dem letzten Tag des SSV. "Das Hauptziel ist erreicht worden. Die Lager wurden weitgehend geräumt." Allerdings dürfte im SSV 2003 wohl weniger umgesetzt worden sein als 2002. "Angesichts der Hitze dürfte der Vorjahreswert verfehlt werden", sagte Pellengahr.
Während die erste Woche des Sommerschlussverkaufs, noch recht gut gelaufen sei, seien in der zweiten Woche viele Konsumenten das Schwimmbad den Kaufhäusern vorgezogen, sagte der HDE-Sprecher. Vor allem an den Nachmittagen habe es nur wenige Kunden in den Kaufhäusern gegeben, obwohl wieder deftige Preisnachlässe auf Sommer- und Frühjahrsware gewährt worden sei. Angesichts der Hitzewelle, die das Thermometer an einigen Tagen bis an die 40-Grad-Marke getrieben hat, hätten die Kunden nur die notwendigsten Besorgungen gemacht, sagte Pellengahr.
Gefragt war dieses Jahr "alles was leicht und luftig ist, wie Shorts, Sandalen und Bademode". Auch Sportartikel und Lederwaren wie Koffer und Taschen gingen gut. Wenig Beachtung fand indes die neue Herbstkollektion. "Bei den Temperaturen denkt derzeit niemand an den Herbst", sagte der HDE-Sprecher. Der SSV 2003 wird wegen der Reform des Gesetzes gegen den unlauteren Wettbewerb (UWG) vermutlich der Letzte gewesen sein. Von 2004 an sollen die Händler während des ganzen Jahres Rabattaktionen vornehmen dürfen.
Mit einer deutliche Belebung des Einzelhandelsgeschäfts rechnet Pellengahr angesichts der Hitze im August nicht mehr. Vielmehr werde die Hoffnung auf eine Trendwende im vierten Quartal gesetzt. "Das hängt davon ab, ob die Steuerreform kommt und ob sie solide finanziert ist", sagte der HDE-Sprecher. Der deutsche Einzelhandel bekommt schon seit mehreren Jahren die Konsumflaute sowie den harten Preiswettbewerb zu spüren.
Unterdessen führte Henning Kreke, Vorstandschef des Handelskonzerns Douglas, die schleppenden Umsätze nicht nur auf die Hitzwelle zurück. Wenn die Zahlen im Juli die Erwartungen des Fachhandels etwas enttäuscht hätten, dann liege das auch an den Wirren in der Steuerpolitik, sagte er der "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung". "Im April und Mai lief es richtig gut. Da kam beim Konsumenten eine gewisse Euphorie auf. Jetzt hat er den Eindruck, von der Steuerreform bleibt im Geldbeutel nichts hängen."
Autor: nnzDer deutsche Einzelhandel hat angesichts der hochsommerlichen Temperaturen trotz schwacher Umsätze ein positives Fazit des vermutlich letzten einheitlichen Sommerschlussverkaufs (SSV) gezogen. Gefragt waren besonders Bademode und Lederwarenartikel, während die bereits in den Schaufenstern liegende neue Herbstkollektion bislang nur wenige Kunden begeistern konnte. Angesichts der meteorologischen Aussichten wundert das allerdings kaum.
"Angesichts der extremen Hitze muss der Einzelhandel mit dem Schlussverkauf zufrieden sein", sagte Hubertus Pellengahr, Sprecher des Hauptverbandes des Deutschen Einzelhandels (HDE), am Samstag, dem letzten Tag des SSV. "Das Hauptziel ist erreicht worden. Die Lager wurden weitgehend geräumt." Allerdings dürfte im SSV 2003 wohl weniger umgesetzt worden sein als 2002. "Angesichts der Hitze dürfte der Vorjahreswert verfehlt werden", sagte Pellengahr.
Während die erste Woche des Sommerschlussverkaufs, noch recht gut gelaufen sei, seien in der zweiten Woche viele Konsumenten das Schwimmbad den Kaufhäusern vorgezogen, sagte der HDE-Sprecher. Vor allem an den Nachmittagen habe es nur wenige Kunden in den Kaufhäusern gegeben, obwohl wieder deftige Preisnachlässe auf Sommer- und Frühjahrsware gewährt worden sei. Angesichts der Hitzewelle, die das Thermometer an einigen Tagen bis an die 40-Grad-Marke getrieben hat, hätten die Kunden nur die notwendigsten Besorgungen gemacht, sagte Pellengahr.
Gefragt war dieses Jahr "alles was leicht und luftig ist, wie Shorts, Sandalen und Bademode". Auch Sportartikel und Lederwaren wie Koffer und Taschen gingen gut. Wenig Beachtung fand indes die neue Herbstkollektion. "Bei den Temperaturen denkt derzeit niemand an den Herbst", sagte der HDE-Sprecher. Der SSV 2003 wird wegen der Reform des Gesetzes gegen den unlauteren Wettbewerb (UWG) vermutlich der Letzte gewesen sein. Von 2004 an sollen die Händler während des ganzen Jahres Rabattaktionen vornehmen dürfen.
Mit einer deutliche Belebung des Einzelhandelsgeschäfts rechnet Pellengahr angesichts der Hitze im August nicht mehr. Vielmehr werde die Hoffnung auf eine Trendwende im vierten Quartal gesetzt. "Das hängt davon ab, ob die Steuerreform kommt und ob sie solide finanziert ist", sagte der HDE-Sprecher. Der deutsche Einzelhandel bekommt schon seit mehreren Jahren die Konsumflaute sowie den harten Preiswettbewerb zu spüren.
Unterdessen führte Henning Kreke, Vorstandschef des Handelskonzerns Douglas, die schleppenden Umsätze nicht nur auf die Hitzwelle zurück. Wenn die Zahlen im Juli die Erwartungen des Fachhandels etwas enttäuscht hätten, dann liege das auch an den Wirren in der Steuerpolitik, sagte er der "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung". "Im April und Mai lief es richtig gut. Da kam beim Konsumenten eine gewisse Euphorie auf. Jetzt hat er den Eindruck, von der Steuerreform bleibt im Geldbeutel nichts hängen."

