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Fr, 13:08 Uhr
16.02.2001

Der schleichende Tod der Bleicheröder Region

Bleicherode (nnz). Es gab noch vor wenigen Wochen mehrere Interessenten für das Bleicheröder Unternehmen. Als jedoch Insolvenzverwalter Angebote einforderte, zogen sich bis auf das Possehl-Erzkontor in Lübeck alle anderen zurück. Ob es an der Höhe des Lübecker Angebotes gelegen hat, weiß auch Carsten Bloss gegenüber nnz nicht zu sagen. Fakt ist jedoch, dieses Angebot war der Hauptgläubigerin, der Deutschen Verkehrsbank AG (DVB) in Frankfurt am Main zu gering. Das Unternehmen sei in seinem jetzigen Bestand deutlich mehr wert, so die Einschätzung der Bank. Das Geldinstitut ließ sich auch durch die Wirtschaftsministerien in Erfurt und Bonn, selbst durch das Bundeskanzleramt nicht von seiner Entscheidung abbringen. Am Main wird nach trockenen Zahlen entschiedenen, da hat selbst die Zukunft der 106 Beschäftigten keinen Einfluß. Die Zukunft der 106 Deusa-Mitarbeiter scheint damit besiegelt. Selbst eine angekündigte Auffanggesellschaft kann damit zu den Akten gelegt werden. Was bleibt, das ist der Gang zum Arbeitsamt. Insolvenzverwalter Bloss wartet zwar noch heute auf eine Zurücknahme der Entscheidung der Bankenbosse, doch groß ist die Hoffnung selbst in der Erfurter Anwaltskanzlei nicht mehr. Die Frankfurter Bank müßte kurzfristig die sofortige Verlustübernahme bis Ende April erklären. Die zu erwartenden Verluste würden sich nach nnz-Informationen auf rund 1,5 Millionen Mark anhäufen.
Am Montag berät der Gläubigerausschuß über die Zukunft der Deusa. Beschlossen werden muß - sofern nicht noch ein Signal aus Frankfurt kommt - die sofortige Stillegung der Anlage und die damit verbundene unverzügliche Kündigung aller Mitarbeiter. Statt eines neuen Hauptbetriebsplanes für die Zeit nach April muß dann ein Stillegungsbetriebsplan erarbeitet werden. Auf die Bleicheröder Region kommen nach der Insolvenz der Fensterbaufirma Astral nun mit dem Zusammenbruch der Deusa schwere Zeiten zu. Für den Betriebsrat steht nun die fast unmögliche Aufgabe an, den entstandenen Scherbenhaufen zusammen zu kehren. Ziel sei es, möglichst viele Arbeitsplätze in Bleicherode zu retten.
Autor: nnz

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