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So, 12:34 Uhr
03.08.2003

Ideen und Mitmacher gefragt

Nordhausen (nnz). Das neunte Altstadtfest geht langsam aber sicher seinem Ende entgegen. Eigentlich war das Neunte nicht anders als das Achte. Nur die Sonne, die meinte es mit Händlern, Gastronomen und Besuchern diesmal „besonders“ gut. nnz sprach auch darüber mit Hansjürgen Nüßle.


Heiß Eigentlich sehr zufrieden ist der Chef der Altstadtinitiative schon. Doch mit tropischen Temperaturen hatte auch er nicht gerechnet. Und so blieben denn am Samstag die Besucher teilweise aus. Zumindest bis zum Abend. So gegen 22 Uhr begann in der Barfüßerstraße dann die „italienische Nacht“. Knackevoll soll die Altstadt gewesen sein, berichtet Nüßle, alles in allem seien mehr als 15.000 Besucher an diesem Tag geschätzt worden.

Viele von denen konnten sich des Eindrucks nicht erwehren, dass sie das Programm, was in der neunten Auflage geboten wurde, schon mal gesehen hatten: Ein Jahr zuvor, und vielleicht auch schon vor zwei Jahren? Denn wieder gab es zwei Bühnen, wieder gab es die Altstadt-Originale, wieder gab es das Kinder- und Jugendprojekt von „Manne“, wieder gab es einen Faß-Roll-Wettbewerb, wieder gab es das Sturzbier-Trinken, wieder wurde der schönste Stand prämiert, wieder erklangen Böllerschüsse, wieder spielte die Band „Bartlos“ aus Nordhausen ...

Vielleicht wird sich das im nächsten Jahr ändern, denn bereits in wenigen Wochen wollen „Nüßle und Co.“ das Jubiläumsfest vorbereiten. Für die zehnte Auflage wollen sich die Macher was Besonders einfallen lassen. Was? Das wissen sie jetzt noch nicht. Mit zunehmender Dauer sind dem „harten Kern“ der organisierenden Altstadtinitiative die Organisatoren abhanden gekommen. „Wir sind jetzt nur noch vier Leute, die sich um die Vorbereitung des Festes kümmern“, resümiert der Goldschmiedemeister gegenüber nnz. Viele schauen einfach nur noch zu, haben kein Interesse, sind aber mit Kritik schnell bei der Hand.

Das Altstadtfest ist nun, nach neun Jahren, fast zum Selbstläufer geworden. Doch etwas programmatische Abwechslung wird ihm gut zu Gesicht stehen. Bleibt zu hoffen, dass sich in den kommenden Monaten ein paar mehr Mitmacher finden, die sich mit Ideen und Vorschlägen einbringen. Die braucht das Fest für eine Auffrischung schon. Vielleicht aber im nächsten Jahr ein wenig mehr Temperatur.

Apropos: Etwas Neues gab es dennoch. In der Domstraße ging es bei einer handfesten Schlägerei dann doch noch heftig zugange. Aber im Programm war das nicht vorgesehen.
Autor: nnz

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