eic kyf msh nnz uhz tv nt
Anzeige Refinery (c1)
Do, 12:32 Uhr
15.02.2001

Vier Regelschulen und fünf Grundschulen bleiben übrig

Nordhausen (nnz). Mehr als ein Jahr ist über die Zukunft der Nordhäuser Grund- und Regelschulen diskutiert und debattiert worden. Von Anfang an stand jedoch fest: In Nordhausen müssen Schulen geschlossen werden. Die Frage, an welchen Standort in der Rolandstadt künftig keine Kinder mehr eine staatliche Schule besuchen können, die wurde gestern amtlich beantwortet. Kommen wir zu den Fakten: Im Jahr 2002 werden die Grundschulstandorte "Dr. Jan Cespiva" Krimderode, "Am Salzagraben" und "Am Frauenberg" aufgehoben. Ein Jahr später trifft es die Grundschule in Sundhausen. Bei den Regelschulen werden "Am Frauenberg" und Sundhausen geschlossen.
Eigentlich sollte die Diskussion in der gestrigen Stadtratssitzung eine kurze sein. Doch es kam bei diesem sensiblen Thema wieder ganz anders. PDS-Mann Lothar Emrich philosophierte von einer verfehlten Bildungspolitik des Landes und das es in dem Entwurf zur Nordhäuser Planung überhaupt nicht um Kinder gehe, sondern nur um Zahlen. Dem hielt Thomas Pape entgegen, daß alle Schritte hin zu dem gestrigen Tage in den Ausschüssen beraten worden sein, hier könne es sich nur um ein Kommunikationsproblem innerhalb der PDS handeln. Der PDS reichte schließlich ihr "Reinwaschungsprozeß" noch nicht aus. Frank Hermsdorf legte nach und rief aus: "Wir versündigen uns an unseren Kindern!" Alternativen, wie man dem Geburten- und damit Kinderrückgang begegnen können, hatte freilich der Fraktionsvorsitzende der PDS nicht aus der Tasche zu zaubern. Was danach kam, das war wieder mal ein hektisches Durcheinander, das nur mit dem gemeinsamen Abendbrot und einer Auszeit beendet werden konnte. Schließlich wurden noch zwei Änderungsvorschläge eingearbeitet. Zum einen wurde die Empfehlung berücksichtigt, künftig mehrere Schulen mit einem speziellen Profil auszurüsten. Angedacht sind fremdsprachliche, polytechnische und sportliche Ausrichtungen. Weiterhin behalten sich die Stadträte vor, über die Vergabe der frei werdenden Gebäude zu entscheiden.
Kuriose Züge nahm die Debatte dennoch an. Da wurden von den Abgeordneten nicht so sehr inhaltliche Schwächen kritisiert, mehr die Form der Vorlage ließ zu wünschen übrig. Angebliche Schreibfehler und falsche Diagramme wurden quer durch die Fraktionen kritisiert. Diese schlampige Vorbereitung seitens ihrer Verwaltung brachte Oberbürgermeisterin Barbara Rinke (SPD) in Rage. Sie müsse sich bereits zum wiederholten Male für die Arbeit der Verwaltung schämen und kündigte entsprechende interne Reaktionen an. Schließlich entschuldigte sich Bürgermeister Klaus Wahlbuhl (SPD) und übernahm die Verantwortung für die Fehler. Die ungenauen Diagramme sollen nun nachgereicht werden. Das alles ändert freilich nichts an dem Umstand, daß ab 2002 in Nordhausen vier Regelschulen und fünf Grundschulen ihren Bestand haben werden.
Autor: nnz

Anzeige symplr (6)
Kommentare

Bisher gibt es keine Kommentare.

Kommentare sind zu diesem Artikel nicht möglich.
Es gibt kein Recht auf Veröffentlichung.
Beachten Sie, dass die Redaktion unpassende, inhaltlose oder beleidigende Kommentare entfernen kann und wird.
Anzeige symplr (9)
Anzeige symplr (8)