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Mi, 07:19 Uhr
14.02.2001

Bislang keine Vergleichszahlen von Stadt erhalten

Nordhausen (nnz). Für zeitlich verfehlt und wenig sachlichdienlich in der öffentlichen Diskussion, hält auch der Elternsprecher der Grundschule "Käthe-Kollwitz", Volker Theuerkauf, den Vorstoß von Matthias Jendricke in Sachen Gymnasien des Landkreises. Vordergründig sei seiner Meinung nach zu betrachten, wie es zu einer vernünftigen Zusammenarbeit zwischen den beiden Verwaltungen Stadt und Landkreis zukünftig kommen solle und ob man dazu auf beiden Seiten überhaupt bereit ist.
Hierbei sind nicht nur Spitzengespräche gefragt, sondern tiefster sachlicher Schulterschluß der Fachämter zur Stärkung der Schullandschaft und damit der Bildungsqualität in Stadt und Landkreis Nordhausen. Bereits in den Kindergärten und Grundschulen werde den Kindern ein bleibender Eindruck für ihr weiteres Leben vermittelt. Hier muß sowohl die qualitative Ausrichtung des Bildungspersonals, als auch der Gebäudesubstanz eine tragende Rolle spielen und sämtliche Einsparungspotentiale eines Haushaltes, nicht nur durch Schließung von Schulgebäuden genutzt werden.
Jendricke solle sein Augenmerk als Mitglied des Stadtrates zunächst auf die Schulverwaltung der Stadt richten. Hier besteht nach Theuerkaufs Auffassung dringenderer Handlungsbedarf was die Zahlen der städtischen Schulnetzplanung angeht. Er selbst bemühe sich beispielsweise bisher vergeblich von der städtischen Schulverwaltung nachvollziehbare Zahlen zur Geburtenentwicklung der letzten Jahre und zur Kostenbetrachtung der einzelnen Schulstandorte zu bekommen, um auch die Argumentation der Verwaltung dort wo es angebracht ist, als Elternsprecher mit tragen zu können. Bisher bekam er brauchbare Zahlen kurzfristig nur von Seiten der Kreisverwaltung und er ist nach wie vor der Meinung, daß man die Dinge hier wesentlich solider im Griff hat, als bei der städtischen Schulverwaltung. Gegenstand einer derzeitigen Kostenbetrachtung müsse auch ganz einfach sein, ob es sinnvoll ist, die Schulträgerschaft beispielsweise wieder in eine Hand zu überführen und er fordere alle demokratischen Kräfte auf, sich diesem Thema konzentriert und nachhaltig zu widmen, weil Bildung in unserem Land oberste Priorität haben müsse und beispielsweise Kosten durch Reibungsverluste, verursacht durch doppelte Verwaltungstätigkeit sinnvoller für Schulen eingesetzt werden könnten.
Bei der Frage der Bildung gehe es schließlich um langfristige
Kapitalrücklagen für den Produktionsfaktor Arbeit. Zur Frage der Abgabe der Schulträgerschaft steht bisher nur die unbewiesene
Aussage des zuständigen Dezernenten, Klaus Wahlbuhl, im Raum, daß die Stadt Mehrausgaben bei notwendiger Einführung einer Umlage hätte, wenn sie die Schulträgerschaft an den Landkreis übertragen würde. Hier liege bisher keine konkrete Zahlengegenüberstellung vor. Insgesamt sei es zwischenzeitlich sinnvoll, die ohnehin aufgekommene Unruhe in der Öffentlichkeit zu nutzen, um in enger Zusammenarbeit mit der Kreisverwaltung einen ehrlichen und sozialverträglichen Schnitt für den gesamten Landkreis zu machen, damit sich dann wieder alle Beteiligten auf den Kern des Auftrages konzentrieren können, ohne die ewige Standortdiskussion, mit den Folgen für Kinder, Eltern, Bildungspersonal und Verwaltung, als ständigen Begleiter zu haben. Und dieser Auftrag heißt bekanntlich, erstklassige Bildung.
Autor: nnz

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