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Fr, 07:28 Uhr
25.07.2003

Alternativen schneller entwickeln

Nordhausen (nnz). Es wird mehr Verkehr geben in Deutschland, in den kommenden Jahren. Das ist ja vielleicht nicht schlecht, doch es handelt sich um den Straßenverkehr.


Vor dem Hintergrund der prognostizierten Verkehrszuwächse der kommenden Jahre, im Güterverkehr um etwa 60 Prozent und im Personenverkehr um etwa 20 Prozent wird deutlich, daß diese Verkehre allein mit dem Ausbau der Straßenverbindungen nicht zu bewältigen sein werden.

„Aus ökonomischer, wie auch ökologischer Sicht muss umgehend dafür Sorge getragen werden, das auch die Angebote des Schienenverkehrs den steigenden Anforderungen Rechnung tragen.“ sagt dazu der Vorsitzende des Ausschuss für Wirtschaft und Verkehr der Stadt Nordhausen, Andreas Wieninger (SPD). „Die Verkehrsinfrastruktur ist dabei wesentlicher Teil der Wirtschaftsentwicklung! Wird sie vernachlässigt, stagniert die wirtschaftliche Entwicklung.“

Gerade auf dem Güterverkehrssektor gebe es da noch erhebliche Defizite. Besonders im Einzel- und Stückgutverkehr gebe es große Reserven, um durchgehende Logistikketten von Haus zu Haus zu organisieren. Ein entsprechendes Logistik- Güterverkehrszentrum in Nordthüringen könne einen erheblichen Beitrag zur Verkehrsvermeidung in der Zukunft leisten, ist sich Wieninger sicher.

Beim Personenverkehr sieht es seiner Meinung nach nicht viel besser aus! Deshalb müssen auch dort in der Zukunft schnellere und attraktivere Angebote maßgeschneidert für den Nordthüringer Raum, auf den Tisch! Während das Eichsfeld mit der teilweise bis zu 160 km/h schnell befahrbaren RE Strecke von Göttingen über Erfurt bis nach Glauchau und Zwickau, sowie Sangerhausen, in Sachsen – Anhalt, mit der durchgehenden RE Linie von Erfurt nach Magdeburg gut angebunden sind, fehle ein solches Angebot für den Raum Nordhausen und Sondershausen.

Die Fahrzeiten zwischen Nordhausen und Erfurt dürften derzeit nicht dazu beitragen, Fahrgastzuwächse auf dieser Strecke verzeichnen zu können! Deshalb sei der durchgängige Ausbau dieser Strecke auf 100 km/h unumgänglich. Mit einem erweiterten Angebot, z.B. der Durchbindung der RE-Züge von Northeim über Nordhausen und Erfurt bis nach Saalfeld können weitere verbesserte Angebote gemacht und die Attraktivität gesteigert werden.

„Mit einer Sanierung der Kyffhäuserbahn, der daraus resultierenden höheren Reisegeschwindigkeit und einer durchgehenden Verbindung Nordhausen – Sondershausen – Artern – Sangerhausen – Nordhausen und umgekehrt können dort Fahrgastpotentiale erschlossen und ein wesentlicher Beitrag der Region geleistet werden. Dies wäre gerade für den Raum Sondershausen, Bad Frankenhausen und Artern, auch in Hinblick auf den Landesentwicklungsplan des Freistaates, von Bedeutung!“ so Wieninger weiter.
Autor: nnz

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