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Di, 19:02 Uhr
13.02.2001

Politiker und Fachleute gegen weiteren Gipsabbau

Niedersachswerfen (nnz). Eingeladen waren Vertreter der Politik, der Wirtschaft sowie mehrere Fachleute. Umfangreich referierten die Experten in Sachen Rohstoffabbau über Alternativen der Gipsverarbeitung. Dabei sei einhellig festgestellt worden, dass vor allem der Gipsabbau aber auch die weitere Verarbeitung des Rohstoffes nur in einem beschränkten Maße Arbeitsplätze schaffen würde. Mehrere Redner gingen am Abend auch von einer Sättigung des deutschen Gipsmarktes aus, schon jetzt nehme die Tendenz zum Export des Rohstoffes bedrohlich zu. Die Zukunft der gesamten Südharz-Region liege einzig und allein im Tourismus. Und da sei es nicht gewollt, dass die erhaltens- und schützenswerte Natur durch weitere Aufschlüsse von Tagebauen zerstört werde.
Gegen eine Erweiterung von Abbaufeldern sprachen sich auch die Landtagsabgeordneten der SPD und CDU, Dagmar Becker und Egon Primas, aus. Vor allem werden die zahlreichen Zuhörer den Christdemokraten an seinen Aussagen "festklopfen", wurde doch gerade der CDU immer eine "Vorliebe für wirtschaftliche Interessen" nachgesagt. Der Arbeitskreis "Gipskarst Südharz" plant auf jeden Fall eine weitere Veranstaltung zur Information der betroffenen Bürger und Gemeinde der Region.
Autor: nnz

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