So, 15:21 Uhr
19.06.2011
nnz-Forum: Toller Vortrag
Der Verein für lebendiges Mittelalter, lud in der zurückliegenden Woche zu einem Vortrag in die Kreissparkasse Nordhausen ein. Dazu Anmerkungen einer nnz-Leserin...
Damit entsprach der Verein der großen Nachfrage einer Wiederholung des Vortrages über die Ebersburg, der bereits im April in der Sägemühle bei Herrmannsacker stattfand. Dabei ging es um die Fortschritte, die bei der Erhaltung und Restaurierung gemacht wurden. Bei einer Wiederholung dachte ich, da wird es sicher nicht so voll werden.
Da reicht es, wenn man kurz vorher erscheint. Pustekuchen – und noch mal Glück gehabt: Die bereit gestellten 60 Stühle reichten bei weitem nicht aus!
(Natürlich fanden sich die zusätzlich benötigten noch).
Im ersten Teil wurden die Zuhörer von Frau Müller unterhaltsam und anschaulich durch das letzte Jahr der Arbeiten auf der Ebersburg, mit Höhen (Beginn der Ausgrabungen) und Tiefen (wiederholter und massiver Vandalismus) geführt.
Wie viel Arbeit und Zeit die Routinearbeiten in Anspruch nehmen - zum Beispiel die Instandhaltung des Weges, die Pflege und Reinigung der ganzen Burganlage, die Unkrautbekämpfung und vor allem die Behebung der durch mutwillige Zerstörung hervor gerufenen Schäden ist einem als Besucher der Burg nicht gleich bewusst. Wie schwer aber die Schaffung der notwendigen Voraussetzungen ist, um die dort stattfindenden Ausgrabungen und die nachfolgende Sanierung überhaupt durchzuführen zu können, dass hätten sich alle Anwesenden nicht vorstellen können.
Momentaufnahmen verdeutlichten alles und bewegte Bilder gaben Anlass zum Schmunzeln und Staunen. Die gekonnt mit Musik unterlegten Filme dokumentierten nicht nur, sie unterhielten auch hervorragend.
Im zweiten Teil des Vortrages ging Herr Müller genauer auf die Ausgrabung ein. Er erläuterte die Schwierigkeiten des teilweise steilen und unwegsamen Geländes, das die Grabungsmannschaft vor mehr als nur eine Herausforderung stellte. In bekannt kompetenter Art und Weise ließ er die Zuhörer an den Anstrengungen und Mühen teilhaben, aber auch an den Erfolgen und nicht zu Letzt an den Funden.
Unter diesen sind mehrere absolut bemerkenswerte Stücke und mit Fug und Recht darf behauptet werden, dass das eine oder andere eine echte Seltenheit oder sogar Einmaligkeit ist. Im Anschluss konnten die ausgegrabenen, gereinigten und katalogisierten Exponate live bewundert werden.
Herr und Frau Müller standen den Neugierigen dabei gern mit weiteren Erklärungen zur Seite und erläuterten die Erkenntnisse der archäologischen Nachforschung. (Die es meines Wissens nach übrigens auf keiner Burg des Landkreises bisher gab).
Alles in allem war es ein sehr gelungener Abend in den klimatisierten Räumlichkeiten die von der Kreissparkasse freundlicher Weise zur Verfügung gestellt wurden.
P.S. Ich bin mit der Erwartungshaltung - Es wird interessant dokumentiert zu dem Vortrag gegangen –wurde aber eines besseren belehrt: Es war nicht nur interessant, sondern mehr als das. Die über 80 Zuhörer/Zuschauer wurden hervorragend unterhalten.
Am meisten beeindruckte mich, mit welchem Mut und Vehemenz der Verein für lebendiges Mittelalter sich für die Ebersburg engagiert. Wie viel Kraft und Zeit und Schweiß und Nerven und und und…. die Mitglieder dort investieren. Apropos investieren – Geld natürlich auch.
Selbstverständlich kam auch die Bitte um Spenden. Aber fleißige Hände werden auch gebraucht. Bleibt nur zu hoffen, dass es andere genauso empfunden haben und der Verein kräftig unterstützt wird.
Heide Stolze
Autor: nnzDamit entsprach der Verein der großen Nachfrage einer Wiederholung des Vortrages über die Ebersburg, der bereits im April in der Sägemühle bei Herrmannsacker stattfand. Dabei ging es um die Fortschritte, die bei der Erhaltung und Restaurierung gemacht wurden. Bei einer Wiederholung dachte ich, da wird es sicher nicht so voll werden.
Da reicht es, wenn man kurz vorher erscheint. Pustekuchen – und noch mal Glück gehabt: Die bereit gestellten 60 Stühle reichten bei weitem nicht aus!
(Natürlich fanden sich die zusätzlich benötigten noch).
Im ersten Teil wurden die Zuhörer von Frau Müller unterhaltsam und anschaulich durch das letzte Jahr der Arbeiten auf der Ebersburg, mit Höhen (Beginn der Ausgrabungen) und Tiefen (wiederholter und massiver Vandalismus) geführt.
Wie viel Arbeit und Zeit die Routinearbeiten in Anspruch nehmen - zum Beispiel die Instandhaltung des Weges, die Pflege und Reinigung der ganzen Burganlage, die Unkrautbekämpfung und vor allem die Behebung der durch mutwillige Zerstörung hervor gerufenen Schäden ist einem als Besucher der Burg nicht gleich bewusst. Wie schwer aber die Schaffung der notwendigen Voraussetzungen ist, um die dort stattfindenden Ausgrabungen und die nachfolgende Sanierung überhaupt durchzuführen zu können, dass hätten sich alle Anwesenden nicht vorstellen können.
Momentaufnahmen verdeutlichten alles und bewegte Bilder gaben Anlass zum Schmunzeln und Staunen. Die gekonnt mit Musik unterlegten Filme dokumentierten nicht nur, sie unterhielten auch hervorragend.
Im zweiten Teil des Vortrages ging Herr Müller genauer auf die Ausgrabung ein. Er erläuterte die Schwierigkeiten des teilweise steilen und unwegsamen Geländes, das die Grabungsmannschaft vor mehr als nur eine Herausforderung stellte. In bekannt kompetenter Art und Weise ließ er die Zuhörer an den Anstrengungen und Mühen teilhaben, aber auch an den Erfolgen und nicht zu Letzt an den Funden.
Unter diesen sind mehrere absolut bemerkenswerte Stücke und mit Fug und Recht darf behauptet werden, dass das eine oder andere eine echte Seltenheit oder sogar Einmaligkeit ist. Im Anschluss konnten die ausgegrabenen, gereinigten und katalogisierten Exponate live bewundert werden.
Herr und Frau Müller standen den Neugierigen dabei gern mit weiteren Erklärungen zur Seite und erläuterten die Erkenntnisse der archäologischen Nachforschung. (Die es meines Wissens nach übrigens auf keiner Burg des Landkreises bisher gab).
Alles in allem war es ein sehr gelungener Abend in den klimatisierten Räumlichkeiten die von der Kreissparkasse freundlicher Weise zur Verfügung gestellt wurden.
P.S. Ich bin mit der Erwartungshaltung - Es wird interessant dokumentiert zu dem Vortrag gegangen –wurde aber eines besseren belehrt: Es war nicht nur interessant, sondern mehr als das. Die über 80 Zuhörer/Zuschauer wurden hervorragend unterhalten.
Am meisten beeindruckte mich, mit welchem Mut und Vehemenz der Verein für lebendiges Mittelalter sich für die Ebersburg engagiert. Wie viel Kraft und Zeit und Schweiß und Nerven und und und…. die Mitglieder dort investieren. Apropos investieren – Geld natürlich auch.
Selbstverständlich kam auch die Bitte um Spenden. Aber fleißige Hände werden auch gebraucht. Bleibt nur zu hoffen, dass es andere genauso empfunden haben und der Verein kräftig unterstützt wird.
Heide Stolze
Anmerkung der Redaktion:
Die im Forum dargestellten Äußerungen und Meinungen sind nicht unbedingt mit denen der Redaktion identisch. Für den Inhalt ist der Verfasser verantwortlich. Die Redaktion behält sich das Recht auf Kürzungen vor.
Die im Forum dargestellten Äußerungen und Meinungen sind nicht unbedingt mit denen der Redaktion identisch. Für den Inhalt ist der Verfasser verantwortlich. Die Redaktion behält sich das Recht auf Kürzungen vor.


