Mo, 13:18 Uhr
12.02.2001
Von einem rettenden Anker und seidenen Fäden
Nordhausen (nnz). Es war kein Aprilscherz der Kreisverwaltung Osnabrück. Mit Wirkung vom 1. April 1997 wurde Hans-Jürgen Kiupel beurlaubt. Der Umweltexperte sollte sich um Umweltprojekte in Nordthüringen kümmern und so führte ihn sein Weg zuerst von Osnabrück nach Leinefelde. Exellente Kontakte zur Deutschen Bundessstiftung Umwelt (DBU) hatte er schon vor vier Jahren. Da war es nur noch eine Frage der Zeit, bis Kiupel zur Umweltakademie Nordthüringen (UAN) kam. Geschäftsführer war zu dieser Zeit noch Prof. Horsch. Der Sitz der UAN war zu dieser Zeit das BIC bei Nordhausen.
Mit dem Weggang von Prof. Horsch war der Weg für Kiupel zum Chef der UAN endlich frei. Zu den Verdiensten von Hans-Jürgen Kiupel gehört ohne Zweifel das Aufschließen von Projekten für die UAN. Projekte, gefördert von der DBU, bedeuten Geld für die Arbeit der Umweltakademie. Sie sind jedoch nur eine Säule der Arbeit. Aufträge der öffentlichen Hand waren und sind Mangelware. Wer kann sich – angesichts leerer kommunaler Kassen - zusätzliches Engagement im Umweltschaft oder gar in der Umweltbildung leisten?
Probleme gab es mit Herrn Kiupel trotzdem schon immer, erzählt man in Mitarbeiterkreisen der UAN. Er übernehme keine Verantwortung, treffe keine klaren Entscheidungen, mische sich aber überall ein. Mehr und mehr Leitungsarbeit werde auf die zweite Ebene verlagert. Der seidene Faden in Richtung Bundesstiftung Umwelt werde immer dünner, ist aus Vorstandskreisen der Umweltakademie zu erfahren. Doch für Hans-Jürgen Kiupel sind die guten Kontakte nach Osnabrück, (die DBU hat ihren Sitz in Osnabrück!) ist dieser Faden gleichzeitig der rettende Anker für den Nachweis seiner Existenz bei der UAN. Dieser Vorteil wird auch im Vorstand so gesehen. Und man hält an Kiupel fest, obwohl es die Bedenken aus dem Verein schon lange gibt. Klar, da gab und gibt es Planspiele in Vorstandskreisen, wie es ohne den jetzigen Geschäftsführer weitergehen würde. Anworten sind allerdings Fehlanzeige. Statt dessen agiert ein völlig überforderter Geschäftsführer mit einem fünfstelligen Gehalt zwischen Leinefelde und Nordhausen, ohne vorherige Ausschreibung habe er diesen Posten erklommen. Das schafft Frust in der Mitarbeiterschaft, denn die Ergebnisse seines Pendelns seien eher dürftig und Mitarbeitern sowie den Vorständlern bekannt.
Noch in der vergangenen Woche plädierte UAN-Vorstandsmitglied Gisela Hartmann für die UAN und für Hans-Jürgen Kiupel. Hartmann schwärmte bei dieser Gelegenheit vor allem für den personellen Aufbau der UAN. Akademischer Geist würde mehr und mehr einziehen. Doch nach nnz-Informationen verabschiedet sich gerade dieser "akademische Geist" mehr und mehr aus der UAN, die Gründe liegen auf der Hand.
Fazit: Die UAN ist arbeitsfähig, die Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen sind mit Herz, Engagement und Verstand bei der Sache. Das Geld wird knapp im Verein, Rücklagen reichen vermutlich nur noch für ein halbes Jahr, die Projekte werden spärlicher, auch die Bundesstiftung Umwelt muß den finanziellen Gürtel enger schnallen. Und trotzdem setzt der Vorstand des Vereins immer noch auf einen einst beurlaubten Beamten aus Osnabrück.
Autor: nnzMit dem Weggang von Prof. Horsch war der Weg für Kiupel zum Chef der UAN endlich frei. Zu den Verdiensten von Hans-Jürgen Kiupel gehört ohne Zweifel das Aufschließen von Projekten für die UAN. Projekte, gefördert von der DBU, bedeuten Geld für die Arbeit der Umweltakademie. Sie sind jedoch nur eine Säule der Arbeit. Aufträge der öffentlichen Hand waren und sind Mangelware. Wer kann sich – angesichts leerer kommunaler Kassen - zusätzliches Engagement im Umweltschaft oder gar in der Umweltbildung leisten?
Probleme gab es mit Herrn Kiupel trotzdem schon immer, erzählt man in Mitarbeiterkreisen der UAN. Er übernehme keine Verantwortung, treffe keine klaren Entscheidungen, mische sich aber überall ein. Mehr und mehr Leitungsarbeit werde auf die zweite Ebene verlagert. Der seidene Faden in Richtung Bundesstiftung Umwelt werde immer dünner, ist aus Vorstandskreisen der Umweltakademie zu erfahren. Doch für Hans-Jürgen Kiupel sind die guten Kontakte nach Osnabrück, (die DBU hat ihren Sitz in Osnabrück!) ist dieser Faden gleichzeitig der rettende Anker für den Nachweis seiner Existenz bei der UAN. Dieser Vorteil wird auch im Vorstand so gesehen. Und man hält an Kiupel fest, obwohl es die Bedenken aus dem Verein schon lange gibt. Klar, da gab und gibt es Planspiele in Vorstandskreisen, wie es ohne den jetzigen Geschäftsführer weitergehen würde. Anworten sind allerdings Fehlanzeige. Statt dessen agiert ein völlig überforderter Geschäftsführer mit einem fünfstelligen Gehalt zwischen Leinefelde und Nordhausen, ohne vorherige Ausschreibung habe er diesen Posten erklommen. Das schafft Frust in der Mitarbeiterschaft, denn die Ergebnisse seines Pendelns seien eher dürftig und Mitarbeitern sowie den Vorständlern bekannt.
Noch in der vergangenen Woche plädierte UAN-Vorstandsmitglied Gisela Hartmann für die UAN und für Hans-Jürgen Kiupel. Hartmann schwärmte bei dieser Gelegenheit vor allem für den personellen Aufbau der UAN. Akademischer Geist würde mehr und mehr einziehen. Doch nach nnz-Informationen verabschiedet sich gerade dieser "akademische Geist" mehr und mehr aus der UAN, die Gründe liegen auf der Hand.
Fazit: Die UAN ist arbeitsfähig, die Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen sind mit Herz, Engagement und Verstand bei der Sache. Das Geld wird knapp im Verein, Rücklagen reichen vermutlich nur noch für ein halbes Jahr, die Projekte werden spärlicher, auch die Bundesstiftung Umwelt muß den finanziellen Gürtel enger schnallen. Und trotzdem setzt der Vorstand des Vereins immer noch auf einen einst beurlaubten Beamten aus Osnabrück.

