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Sa, 16:25 Uhr
12.07.2003

Riegel für Telefon-Abzocke

Nordhausen (nnz). Die horrenden Gebühren für 0190er Nummern soll jetzt ein Riegel vorgeschoben werden. Nach dem Bundestag stimmte jetzt auch der Bundesrat einem neuen Gesetz zu, das nnz an dieser Stelle erläutern will.


Der Bundesrat hat am Freitag wie zuvor schon der Bundestag grünes Licht für neue Regeln gegen den Missbrauch von 0190er- und 0900er-Telefonnummern gegeben. Die Verbraucher in Deutschland sollen damit besser vor Anbietern überteuerter Telefondienste geschützt werden. Verbrauchern und Regulierungsbehörde werden damit künftig mehr Rechte gegenüber den Anbietern eingeräumt. Zudem sind Preisobergrenzen und Zwangsabschaltungen bei der Nutzung der Mehrwertdienste vorgesehen.

Im Detail sieht die Regelung vor, dass der Preis für die Nutzung von 0190er- und 0900er-Nummern bei der Werbung und vor den Telefonaten angesagt werden muss. Der genutzte Dienst wird nach einer Stunde automatisch getrennt. Zudem ist ein Maximaltarif von zwei Euro je Minute beziehungsweise 30 Euro pro Einwahl festgeschrieben.

Die Dialer (Anwählprogramme in Computern) werden künftig zudem von der Regulierungsbehörde für Telekommunikation und Post (REgTP) in einer Datenbank erfasst. Die Behörde kann den Anbietern von Mehrwertdiensten auch ihre Nummern entziehen, wenn rechtswidriges Verhalten festgestellt wird. Beschwerden über den Missbrauch von 0190er-Nummern hatten zuletzt stark zugenommen. Die Service-Verbindungen sind oft deutlich teurer als Standardtarife. Dialer wählen sich zudem häufig unbemerkt in Leitungen von Internet-Nutzern ein und verursachen dort hohe Telefonkosten. Branchenexperten schätzen den Jahresumsatz der Mehrwertdienst-Branche auf mehr als eine Milliarde Euro.
Autor: nnz

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