Mi, 13:11 Uhr
09.07.2003
Imposant und beindruckend
Nordhausen (nnz). Im Landkreis Nordhausen gibt es mehrere sehenswerte Burgen und Burgruinen. Die Burg Lohra auf der Hainleite, die Burgruine Hohnstein und die Burgruine Ebersburg unweit von Herrmannsacker gelegen, sind mehr als eine Wanderung wert. Dazu einige Betrachtungen.
Zur Zeit ist der Landkreis als Eigentümer der beiden letztgenannten Bauwerke bemüht, auch die Ebersburg für Wanderer wieder besser überschaubar zu machen, d. h., die Ruinenteile von Verbuschung und Verunkrautung zu befreien, die das noch erhaltene Mauerwerk beschädigen, so teilte Landrat Joachim Claus kürzlich bei seinem Arbeitsbesuch auf der Burgruine Hohnstein mit.
Wie gelangt man zur Burgruine Ebersburg? An der Straße von Herrmannsacker nach Breitenstein zweigt kurz vor der Gaststätte Sägemühle ein Weg ab, der nach einem kurzen Aufstieg zur Ruine führt. Sie erhebt sich in 440 m Höhe auf dem Gipfel eines vorspringenden Bergrückens in der Nähe eines alten Weges, der von der Burgruine Hohnstein nach Stolberg führt. Also auch vom Hohnstein aus kann man sich zur Ebersburg aufmachen, es sind etwa 6 km.
Wer erbaute sie? Das mächtige Landgrafengeschlecht der Ludowinger veranlasste den Bau. Diese Landgrafen waren von 1131 bis 1247 die Hauptvertreter des Adels in Thüringen. Im Jahr 1181 wurde Hermann I. Pfalzgraf von Sachsen. Er erbaute wahrscheinlich zwischen 1181 und 1190 die Ebersburg, nach ihm erhielt das naheliegende Dorf den Namen Herrmannsacker.
Ein Ereignis soll erwähnt werden: Am 29. Juni des Jahres 1216 hielt sich dieser Landgraf selbst in castro Eversberc auf. Dort erschienen auch die thüringischen Grafen und Herren Elgerus de Hoenstein, Henricus de Stalenbercg, Albertus de Clettenbercg und andere Persönlichkeiten.
Diese Erwähnung deutet darauf hin, dass die Ebersburg in den ersten Jahrzehnten des 13. Jahrhunderts ein Zentrum der Politik der Thüringer Landgrafen war. Im 16. Jahrhundert verfiel die Burg.
Besonders imposant ist der Bergfried, der noch 19 m hoch ist. Er besitzt sehr starke Mauern von etwa 4 m. Der Durchmesser im Erdgeschoss beträgt ca. 12 m. Auch das Kammertor, durch das man in das Ruinengelände gelangt, beeindruckt nach wie vor.
Es wäre wünschenswert, wenn sich ähnlich wie beim Hohnstein eine Interessensgemeinschaft oder ähnliches bilden würde, die sich gemeinsam mit dem Landkreis und der Dorfgemeinschaft von Herrmannsacker um diesen historischen Zeugen kümmern würde.
Autor: nnz
Zur Zeit ist der Landkreis als Eigentümer der beiden letztgenannten Bauwerke bemüht, auch die Ebersburg für Wanderer wieder besser überschaubar zu machen, d. h., die Ruinenteile von Verbuschung und Verunkrautung zu befreien, die das noch erhaltene Mauerwerk beschädigen, so teilte Landrat Joachim Claus kürzlich bei seinem Arbeitsbesuch auf der Burgruine Hohnstein mit.Wie gelangt man zur Burgruine Ebersburg? An der Straße von Herrmannsacker nach Breitenstein zweigt kurz vor der Gaststätte Sägemühle ein Weg ab, der nach einem kurzen Aufstieg zur Ruine führt. Sie erhebt sich in 440 m Höhe auf dem Gipfel eines vorspringenden Bergrückens in der Nähe eines alten Weges, der von der Burgruine Hohnstein nach Stolberg führt. Also auch vom Hohnstein aus kann man sich zur Ebersburg aufmachen, es sind etwa 6 km.
Wer erbaute sie? Das mächtige Landgrafengeschlecht der Ludowinger veranlasste den Bau. Diese Landgrafen waren von 1131 bis 1247 die Hauptvertreter des Adels in Thüringen. Im Jahr 1181 wurde Hermann I. Pfalzgraf von Sachsen. Er erbaute wahrscheinlich zwischen 1181 und 1190 die Ebersburg, nach ihm erhielt das naheliegende Dorf den Namen Herrmannsacker.
Ein Ereignis soll erwähnt werden: Am 29. Juni des Jahres 1216 hielt sich dieser Landgraf selbst in castro Eversberc auf. Dort erschienen auch die thüringischen Grafen und Herren Elgerus de Hoenstein, Henricus de Stalenbercg, Albertus de Clettenbercg und andere Persönlichkeiten. Diese Erwähnung deutet darauf hin, dass die Ebersburg in den ersten Jahrzehnten des 13. Jahrhunderts ein Zentrum der Politik der Thüringer Landgrafen war. Im 16. Jahrhundert verfiel die Burg.
Besonders imposant ist der Bergfried, der noch 19 m hoch ist. Er besitzt sehr starke Mauern von etwa 4 m. Der Durchmesser im Erdgeschoss beträgt ca. 12 m. Auch das Kammertor, durch das man in das Ruinengelände gelangt, beeindruckt nach wie vor.
Es wäre wünschenswert, wenn sich ähnlich wie beim Hohnstein eine Interessensgemeinschaft oder ähnliches bilden würde, die sich gemeinsam mit dem Landkreis und der Dorfgemeinschaft von Herrmannsacker um diesen historischen Zeugen kümmern würde.

