Sa, 15:58 Uhr
05.07.2003
Die „Kriminellen“
Nordhausen (nnz). Zehntausende Menschen waren im KZ Mittelbau-Dora inhaftiert. Darunter auch die so genannten Kriminellen. Über ihr Schicksal gibt ein Vortrag Auskunft. Zu hören in Nordhausen. Wo genau, das erfahren Sie mit einem Klick auf MEHR.
Das 26. Dora-Kolloquium findet am 14. Juli 2003 um 17.00 Uhr in der Fachhochschule Nordhausen, Haus 25, Hörsaal 3 (zu erreichen über den Campus-Zugang von der Halleschen Straße) statt. Vortragen wird Stephan Laudien aus Jena über das von der Forschung bisher fast vollständig vernachlässigte Thema der kriminellen Häftlinge in den nationalsozialistischen Konzentrationslagern. Der Eintritt ist frei, alle Interessierten sind eingeladen an dem Vortrag und der anschließenden Diskussion teilzunehmen.
Laudiens Vortrag beruht auf Forschungen, die er im Rahmen seiner Magisterarbeit an der Universität Jena betrieben hat. Ausgangspunkt ist die bekannte Vereinbarung zwischen Reichsjustizminister Thierack und SS-Chef Himmler, infolge welcher ab Herbst 1942 Sicherungsverwahrte und Zuchthausgefangene in die Konzentrationslager überstellt wurden. Diese Kriminellen sollten ausdrücklich durch Arbeit vernichtet werden.
Der Jenaer Historiker kommt zu folgenden Ergebnissen: Von den etwa 2500 in das KZ Buchenwald eingewiesenen Kriminellen starben nachweislich 1360, davon viele nach ihrer Verlegung ins KZ Mittelbau-Dora. Der Verbleib weiterer 700 Häftlinge aus dieser Gruppe lässt sich zudem nicht nachweisen.
Autor: nnzDas 26. Dora-Kolloquium findet am 14. Juli 2003 um 17.00 Uhr in der Fachhochschule Nordhausen, Haus 25, Hörsaal 3 (zu erreichen über den Campus-Zugang von der Halleschen Straße) statt. Vortragen wird Stephan Laudien aus Jena über das von der Forschung bisher fast vollständig vernachlässigte Thema der kriminellen Häftlinge in den nationalsozialistischen Konzentrationslagern. Der Eintritt ist frei, alle Interessierten sind eingeladen an dem Vortrag und der anschließenden Diskussion teilzunehmen.
Laudiens Vortrag beruht auf Forschungen, die er im Rahmen seiner Magisterarbeit an der Universität Jena betrieben hat. Ausgangspunkt ist die bekannte Vereinbarung zwischen Reichsjustizminister Thierack und SS-Chef Himmler, infolge welcher ab Herbst 1942 Sicherungsverwahrte und Zuchthausgefangene in die Konzentrationslager überstellt wurden. Diese Kriminellen sollten ausdrücklich durch Arbeit vernichtet werden.
Der Jenaer Historiker kommt zu folgenden Ergebnissen: Von den etwa 2500 in das KZ Buchenwald eingewiesenen Kriminellen starben nachweislich 1360, davon viele nach ihrer Verlegung ins KZ Mittelbau-Dora. Der Verbleib weiterer 700 Häftlinge aus dieser Gruppe lässt sich zudem nicht nachweisen.

