Fr, 06:59 Uhr
04.07.2003
Wo Gen drin ist...
Nordhausen (nnz). ...muss es auch draufstehen. nnz berichtete kürzlich von der Unzufriedenheit der Verbraucher über die unzulängliche Kennzeichnung bei Lebensmitteln. Die EU reagiert mit verschärften Kennzeichnungsregeln. nnz berichtet.
Die Europäische Union beendet nach fünf Jahren ihr Moratorium für Zulassung und Importe neu entwickelter gentechnisch veränderter Nahrungsmittel, wie nnz am Samstag am Rande des Behinderten-Sportfestes in Nordhausen vom Europaabgeordneten der CDU, Rolf Behrend erfuhr. Bekanntlich ist er bei dieser alljährlichen Veranstaltung ein immer gern gesehener Gast.
Nach den von Behrend inzwischen erhaltenen Unterlagen beschloss das Europäische Parlament in Straßburg strikte Kennzeichnungsregeln für gentechnisch veränderte Organismen(GVO) und Regeln für ihre lückenlose Rückverfolgbarkeit.
Maismehl, das aus gentechnisch veränderten Pflanzen hergestellt ist, muss von Mai 2004 an den Aufdruck Dieses Produkt enthält gentechnisch veränderte Organismen tragen. Auch verarbeitete Produkte, in denen selbst keine Spuren von Fremdgenen mehr nachgewiesen werden können, wie Öl aus Gen-Soja, müssen gekennzeichnet werden. Neu ist, dass auch bei Futtermitteln auf GVO hingewiesen werden muss.
Enthält ein Produkt weniger als 0,9 Prozent gentechnisch verändertes Material, muss es nicht gekennzeichnet werden. Dieser Toleranzwert ist allerdings umstritten. Die Kommission wollte ein Prozent GVO zulassen, das Parlament lediglich 0,5 Prozent. Umweltschützer halten die Definition eines solchen Toleranzwertes für völlig verfehlt. Die EU akzeptiert mit diesem Grenzwert grundsätzlich, dass Futter- und Lebensmittel gentechnisch kontaminiert werden, verlautet aus Kreisen des BUND.
EU-Verbraucherkommissar David Byrne lobt dagegen die neuen Richtlinien. Die Verbraucher können nun eine informierte Wahl treffen, meint er nach den hier vorliegenden Unterlagen. Für gesundheitsschädlich hält er genetisch veränderte Lebensmittel nicht. Doch sollten die Verbraucher die Wahl haben.
Autor: nnzDie Europäische Union beendet nach fünf Jahren ihr Moratorium für Zulassung und Importe neu entwickelter gentechnisch veränderter Nahrungsmittel, wie nnz am Samstag am Rande des Behinderten-Sportfestes in Nordhausen vom Europaabgeordneten der CDU, Rolf Behrend erfuhr. Bekanntlich ist er bei dieser alljährlichen Veranstaltung ein immer gern gesehener Gast.
Nach den von Behrend inzwischen erhaltenen Unterlagen beschloss das Europäische Parlament in Straßburg strikte Kennzeichnungsregeln für gentechnisch veränderte Organismen(GVO) und Regeln für ihre lückenlose Rückverfolgbarkeit.
Maismehl, das aus gentechnisch veränderten Pflanzen hergestellt ist, muss von Mai 2004 an den Aufdruck Dieses Produkt enthält gentechnisch veränderte Organismen tragen. Auch verarbeitete Produkte, in denen selbst keine Spuren von Fremdgenen mehr nachgewiesen werden können, wie Öl aus Gen-Soja, müssen gekennzeichnet werden. Neu ist, dass auch bei Futtermitteln auf GVO hingewiesen werden muss.
Enthält ein Produkt weniger als 0,9 Prozent gentechnisch verändertes Material, muss es nicht gekennzeichnet werden. Dieser Toleranzwert ist allerdings umstritten. Die Kommission wollte ein Prozent GVO zulassen, das Parlament lediglich 0,5 Prozent. Umweltschützer halten die Definition eines solchen Toleranzwertes für völlig verfehlt. Die EU akzeptiert mit diesem Grenzwert grundsätzlich, dass Futter- und Lebensmittel gentechnisch kontaminiert werden, verlautet aus Kreisen des BUND.
EU-Verbraucherkommissar David Byrne lobt dagegen die neuen Richtlinien. Die Verbraucher können nun eine informierte Wahl treffen, meint er nach den hier vorliegenden Unterlagen. Für gesundheitsschädlich hält er genetisch veränderte Lebensmittel nicht. Doch sollten die Verbraucher die Wahl haben.

