eic kyf msh nnz uhz tv nt
Anzeige Refinery (c1)
Do, 07:07 Uhr
03.07.2003

nnz-Rückspiegel: 3. Juli 2002

Nordhausen (nnz). Sie wollen wissen, was sich im Landkreis Nordhausen vor exakt einem Jahr ereignet hat? Kein Problem! Die nnz hat für Sie im Archiv geblättert. Heute:
Korruption, Landrat, Stangel und Ohl


Wer kommt ins Korruptionsregister?
Im Zusammenhang mit dem vorerst gescheiterten Tariftreuegesetz entwickelte die Bundesregierung den Plan eines Korruptionsregisters, das nun als eigenes Paragrafenwerk tunlichst noch vor der Bundestagswahl verabschiedet werden soll. In dem Register, zu dem nicht zuletzt die Skandalvorgänge des „Kölner Klüngels“ Pate gestanden haben, würden Unternehmen eingetragen, die illegaler Praktiken überführt sind. Das ist dann der Fall, wenn sie durch Bestechung, Untreue, verbotene Preisabsprachen, illegale Beschäftigung, Schwarzarbeit oder illegale Exporte aufgefallen sind. Öffentliche Auftraggeber müssten in Zukunft bei allen Aufträgen über 50 000 Euro die Bewerber daraufhin überprüfen, ob sie in diesem Register gespeichert sind. Bei geringwertigen Aufträgen ist es dem Auftraggeber freigestellt, eine solche Überprüfung vorzunehmen...ausführlich im nnz-Archiv


Landrat legte sich flach
Der Dienstbeginn von Landrat Joachim Claus (CDU) verlief heute etwas ungewohnt. Bevor es auf Dienstreise nach Quedlinburg ging, wurde der Chef der Kreisverwaltung „flach gelegt“.

Abgezapft Er gehört zu den eifrigen Blutspendern im Landkreis. Joachim Claus ist zudem ein gefragter Kunde der Blutspendezentrale im Nordhäuser Südharz-Krankenhaus. Seine Blutgruppe „Null-rhesus negativ“ ist eher selten und wird gerade deshalb dringend gesucht und gebraucht. Neben dem Landrat legten sich an diesem Vormittag natürlich weitere Mitarbeiter der Kreisverwaltung auf die Liegen. Das Landratsamt ist mittlerweile eine „feste Bank“ für die Leute des Blutspendedienstes.

Obwohl es im Moment noch keinen akuten Notstand an Blutkonserven gibt, treibt die Urlaubszeit dem Verantwortlichen Sven Köhn einige Sorgenfalten auf die Stirn. Da fehlen Stamm-Blutspender nicht nur wegen der normalen Ferien- und Urlaubsabwesenheit, sondern auch aufgrund von Fernreisen. Verlegen die Blutspender ihrer Ferienziele in tropische oder subtropische Regionen (Malaria oder Hepatitis), dann fallen sie mindestens für ein halbes Jahr aus. Bei einem Stammspender fehlen somit zwei Blutspenden, bei einem Ehepaar sind es bereits vier usw...ausführlich im nnz-Archiv


Richtige Berater müssen her!
Wie weiter mit dem Nordhäuser Theater? Der Stadtrat hatte sich mit seiner Variante am Montag zur Beantwortung dieser Frage bekannt. nnz sprach heute mit Generalmusikdirektor Peter Stangel.

Stangel, der noch bis Ende Juli offiziell GMD in Nordhausen und Sondershausen arbeitet, macht derzeit Urlaub in München. Natürlich beobachtet er interessiert per nnz die Geschehnisse um das Theater. Als sehr schlimm bezeichnet er die gegenwärtige Situation. Aber: „Sie war abzusehen und das schon vor zwei Jahren. Damals habe ich das mehrfach dem Aufsichtsrat der GmbH mitgeteilt und Entwicklungen aufgezeichnet“, so Peter Stangel. Seiner Meinung nach hätte mindestens ein großer Teil der Personalkostensteigerungen aufgefangen werden können, er erinnert zum Beispiel an eine angedachte Werbeaktion mit mehreren Musikschulen und andere Vorhaben...ausführlich im nnz-Archiv

Ohl: „Es tut menschlich sehr weh!“
SPD-Bundestagsabgeordneter Eckhard Ohl ist um Aufklärung der Betrugsvorwürfe gegen ihn bemüht. Am Montag hatte sich Ohls Rechtsanwalt, Dr. Richard Dewes, bei der Mühlhäuser Staatsanwaltschaft einen Termin verschafft. Die Unterlagen wurde Dewes übergeben, für Ohl zeigte sich in den zurückliegenden Tagen, dass die Mühlhäuser Ermittler einen sehr kooperativen Eindruck machten. Rechtsanwalt Dewes wird das umfangreiche Material in den kommenden Tagen studieren. Dazu kommen dann auch die Dokumente, die ihm heute in Berlin vom Immunitätsausschuss übergeben wurden.

Eckhard Ohl sieht den Ermittlungen eher gelassen entgegen, doch im Innern ist er vielleicht nicht mehr der Alte. „Das, was jetzt passiert ist, das tut mir im Innersten sehr weh, menschlich ist das alles nicht zu verstehen. Ich habe mir im Zusammenhang mit den Vorkommnissen um das Mühlhäuser DRK nichts, aber auch gar nichts zu Schulden kommen lassen“, meinte Ohl heute. In den zurückliegenden Tagen habe er sich seine damalige Haltung und Rolle von mehreren Zeugen bestätigen lassen...ausführlich im nnz-Archiv
Autor: nnz

Anzeige symplr (6)
Kommentare

Bisher gibt es keine Kommentare.

Kommentare sind zu diesem Artikel nicht möglich.
Es gibt kein Recht auf Veröffentlichung.
Beachten Sie, dass die Redaktion unpassende, inhaltlose oder beleidigende Kommentare entfernen kann und wird.
Anzeige symplr (8)