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Do, 14:38 Uhr
26.06.2003

Endstation Kiew

Nordhausen/Erfurt (nnz). Sie sind auf allen Kontinenten dieser Welt unterwegs. Ihr Auftrag: Ermittlung von flüchtigen Straftäter. Ein neues Fähnchen konnten die Zielfahnder des Landeskriminalamtes Thüringen in ihre Weltkarte stecken. Pech für den Thüringer Andre G.


Geschnappt - nnz-Foto: LKA Auch in den Ländern der ehemaligen Sowjetunion sind Straftäter vor einer Strafverfolgung durch deutsche Justizbehörden nicht sicher. So gelang es Beamten des Zielfahndungskommandos des Landeskriminalamtes Thüringen den Aufenthalt eines mit mehreren Haftbefehlen gesuchten Mannes in der Ukraine zu lokalisieren.

Seinen Lebensunterhalt hatte der 35-jährige Thüringer Andre G. in den letzten Jahren durch die Begehung von Betrügereien, Unterschlagungen und Urkundenfälschungen bestritten. Es entstand dabei ein erheblicher materieller Schaden. Sein Tätigkeitsbereich erstreckte sich dabei über das gesamte Bundesgebiet und das benachbarte Ausland. Im Auftrag der Staatsanwaltschaft Gera hatten im Februar diesen Jahres Zielfahnder des Landeskriminalamtes Thüringen die Spur von Andre G. aufgenommen. Sie führte über die Kanarischen Inseln, Kroatien und Ungarn nach Kiew.

Am 20. Juni schnappte dann die Falle in der ukrainischen Hauptstadt zu. Beamte der dortigen Polizei nahmen auf Grund eines Hinweises der Thüringer Zielfahnder den Gesuchten am Flughafen in Kiew fest. Beamte des Landeskriminalamtes Thüringen nahmen ihn dort in Empfang und brachten ihn nach Deutschland zurück. Er wurde der zuständigen Justizbehörde zur Verkündigung der Haftbefehle übergeben und sitzt jetzt sicher in Erwartung seines Prozesses in einer Justizvollzugsanstalt ein. Diese Festnahme war in diesem Jahr bereits der sechste Fahndungserfolg der Thüringer Zielfahnder in insgesamt vier verschiedenen Ländern.
Autor: nnz

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