Do, 11:13 Uhr
26.06.2003
Mit dem Lanz zum Landessieger?
Nordhausen (nnz). Windehausen, eine Perle in der Goldenen Aue will es wissen. Wenn schon Kreissieger, warum dann nicht nach der Landeskrone greifen. Und so hatten die Windehäuser gestern schönstes Wetter und einen strahlenden Himmel bestellt...
Das alles herrschte gestern über Windehausen in der Goldenen Aue, als die achtköpfige Wettbewerbskommission des Landes, die zur Zeit wegen des Schönsten Dorfes 2003 unterwegs ist, das Dorf in Augenschein nahm. Die Bewohner beweisen immer wieder, dass sie Willens und in der Lage sind, ihrem Heimatort ein gepflegtes, abwechslungsreiches Äußeres zu geben. Nach dem Ortsbürgermeister Harald Karnstedt im Beisein des Vorsitzenden der Verwaltungsgemeinschaft Goldene Aue, Bodo Reitzig, und mehrerer sehr aktiver Bewohner Windehausens in einem mit einer Diaschau gewürzten Vortrag die Besonderheiten des Dorfes vorgestellt hatte, besichtigten die Jurymitglieder eine abwechslungsreiche kleine Ausstellung, um sich dann auf einem ausführlichen Rundgang genauestens zu informieren.
Windehausen, von den Wenden gegründet, wird 1158 das erste Mal urkundlich erwähnt. Sehr deutlich wurde bei der Besichtigung, dass es sich um ein Rundlingsdorf handelt, um das ein Wassergraben führt. 81 Brücken, Brückchen und Hauszufahrten sind zu überqueren, Venedig ist dagegen ein Waisenknabe. Angenehm fallen die Gärten auf, in vielen blühte es, besonders weiß leuchteten die Kartoffelblüten. Man kommt trockenen Fußes durch Windehausen, auch, wenn es bei der Besichtigung geregnet hätte, denn die Pflasterung der Wege und Stege lässt das Wasser gut versickern.
Man hält auf Traditionen in Windehausen. Mehrere Vereine tragen dazu bei. Das Osterfeuer, das Maibaumsetzen, die Flurumzüge, eine mehrtägige Kirmes, das Waldfest, das Flatterschießen sind von jung und alt rege besucht. Zwei Grenzeichen wurden gepflanzt, damit auch die folgenden Generationen nachdrücklich erfahren: Bis hierher geht die Windehäuser Flur und nicht weiter! An Ideen mangelt es also nicht. Kürzlich wurde beschlossen und verkündet: Die gotische Skulptur des Pomai Bog, die Mutter Maria mit dem vom Kreuz genommenen Sohn, soll restauriert werden. Spenden sind nun gefragt!
Die Jurymitglieder entrichteten spontan ihren Obolus. Nachdem man im Kindergarten von den Jüngsten mit einem fröhlichen Lied gegrüßt worden war, stiegen Gäste und Einheimische auf einen Anhänger, der von einem Lanz Bulldog gefahren wurde. Auf diese Art konnte man gut einschätzen, wie das schöne Windehausen in die Landschaft gebettet ist. Nun heißt es warten, welches Thüringer Dorf 2003 als Schönstes gekürt wird.
Autor: nnz
Das alles herrschte gestern über Windehausen in der Goldenen Aue, als die achtköpfige Wettbewerbskommission des Landes, die zur Zeit wegen des Schönsten Dorfes 2003 unterwegs ist, das Dorf in Augenschein nahm. Die Bewohner beweisen immer wieder, dass sie Willens und in der Lage sind, ihrem Heimatort ein gepflegtes, abwechslungsreiches Äußeres zu geben. Nach dem Ortsbürgermeister Harald Karnstedt im Beisein des Vorsitzenden der Verwaltungsgemeinschaft Goldene Aue, Bodo Reitzig, und mehrerer sehr aktiver Bewohner Windehausens in einem mit einer Diaschau gewürzten Vortrag die Besonderheiten des Dorfes vorgestellt hatte, besichtigten die Jurymitglieder eine abwechslungsreiche kleine Ausstellung, um sich dann auf einem ausführlichen Rundgang genauestens zu informieren.Windehausen, von den Wenden gegründet, wird 1158 das erste Mal urkundlich erwähnt. Sehr deutlich wurde bei der Besichtigung, dass es sich um ein Rundlingsdorf handelt, um das ein Wassergraben führt. 81 Brücken, Brückchen und Hauszufahrten sind zu überqueren, Venedig ist dagegen ein Waisenknabe. Angenehm fallen die Gärten auf, in vielen blühte es, besonders weiß leuchteten die Kartoffelblüten. Man kommt trockenen Fußes durch Windehausen, auch, wenn es bei der Besichtigung geregnet hätte, denn die Pflasterung der Wege und Stege lässt das Wasser gut versickern.
Man hält auf Traditionen in Windehausen. Mehrere Vereine tragen dazu bei. Das Osterfeuer, das Maibaumsetzen, die Flurumzüge, eine mehrtägige Kirmes, das Waldfest, das Flatterschießen sind von jung und alt rege besucht. Zwei Grenzeichen wurden gepflanzt, damit auch die folgenden Generationen nachdrücklich erfahren: Bis hierher geht die Windehäuser Flur und nicht weiter! An Ideen mangelt es also nicht. Kürzlich wurde beschlossen und verkündet: Die gotische Skulptur des Pomai Bog, die Mutter Maria mit dem vom Kreuz genommenen Sohn, soll restauriert werden. Spenden sind nun gefragt! Die Jurymitglieder entrichteten spontan ihren Obolus. Nachdem man im Kindergarten von den Jüngsten mit einem fröhlichen Lied gegrüßt worden war, stiegen Gäste und Einheimische auf einen Anhänger, der von einem Lanz Bulldog gefahren wurde. Auf diese Art konnte man gut einschätzen, wie das schöne Windehausen in die Landschaft gebettet ist. Nun heißt es warten, welches Thüringer Dorf 2003 als Schönstes gekürt wird.

