eic kyf msh nnz uhz tv nt
Anzeige Refinery (c1)
Fr, 10:04 Uhr
06.05.2011

Es muss nicht immer Geld sein

Die Nordhäuser Tafel erhält in regelmäßigen Abständen Spenden. Auch wurden ein Jahr lang Schweine für die Bedürftigen der Region geschlachtet. Das es auch anders geht, zeigt ein Beispiel bei unseren Nachbarn im Landkreis Osterode am Harz...

Genau 11,3 Tonnen länger haltbare Lebensmittel wird der Osteroder Bürgermeister Klaus Becker (parteilos) heute um 14 Uhr an den Vorstand der Osteroder Tafel, Dr. Hartmut Herrmann, übergeben.

Becker löst damit eine Wette ein. Im Februar hatte er sich verpflichtet, bis Anfang Mai mindestens 10 Tonnen länger haltbare Lebensmittel einzusammeln. Anlass der Wette ist die Landestagung der Niedersächsischen Tafeln, die am 7. Mai in der südniedersächsischen Kreisstadt stattfindet.

„Ich bin begeistert, dass mein Vertrauen in die Bürgerinnen und Bürger und die Unternehmen aus Osterode und Umgebung nicht enttäuscht wurde. Es ist schön zu sehen, dass sich die Menschen für den guten Zweck einsetzen und damit so den Schwächeren in unserer Gesellschaft helfen“, freut sich der Verwaltungschef.

Mit den Lebensmitteln wird ein grundsätzliches Problem der Tafeln gelöst. Häufig erhalten sie frische, aber verderbliche Waren von Lebensmittelmärkten oder Einzelhändlern zur Verfügung gestellt. Dagegen mangelt es oft an länger haltbaren Artikeln. Diesen Mangel soll die Sammelaktion beheben helfen.

Neben einen Spendenaufruf an Firmen und die Osteroder Bevölkerung haben besondere Veranstaltungen die Wette unterstützt. So wurde z. B. ein Benefiz-Fußballturnier der drei größten Osteroder Fußballclubs durchgeführt. Es gab Einzelspenden, Sach- und Geldspenden von Firmen, aber auch Aktionen von Vereinen und der Feuerwehr.
Autor: nnz

Anzeige symplr (6)
Kommentare
Madame-Cherie
06.05.2011, 12:44 Uhr
.Sie sind begeistert, Herr Becker ...
... ich bin geschockt!!

Immer mehr Menschen müssen die Almosen der Tafeln und die „scheinbare Barmherzigkeit“ in Anspruch nehmen und der Staat stiehlt sich ständig aus der Verantwortung.

Und Sie Herr Bürgermeister Klaus Becker wetten!? Sie wetten für den Hunger und die Armut und sind noch stolz darauf!?

Worauf sind Sie stolz? Dass die Tafeln Teil des Vernichtungskonzepts der Sozialstrukturen in Ländern wie Deutschland sind. Sie sind sich wahrscheinlich nicht darüber im Klaren, was sie mit ihrem Sozialverhalten da wirklich unterstützen. Sollte es Ihnen nicht lieber zu denken geben, dass
immer mehr Familien buchstäblich nicht genug zu essen haben.

Die Tafeln sind das Aushängeschild einer asozialen und unmenschlichen Politik, nichts weiter !! Und dennoch ist es notwendig, sie vorerst zu erhalten. Leider, denn wenn es sie nicht gebe, würden Menschen verhungern.

Herr Becker, wir leben in einem Land des Überflusses, da muss nicht im Namen von Hunger und Armut gewettet werden!
Left of Life
06.05.2011, 13:40 Uhr
Wetten für den Hunger
Es ist erschreckend, wie normal die Armut und der Hunger in Deutschland schon geworden sind. Dass nun auch noch im Namen des Hungers gewettet und Fußball gespielt wird, setzt dem allen die Krone auf. Ein Bürgermeister gibt sich dafür her, mit der Armut Werbung zu machen. Das ist geschmacklos.

Vielleicht sollten Sie, Herr Becker, sich vielmehr dafür einsetzen, dass die Armut in diesem Land verschwindet? Schauen Sie eigentlich mal in die Augen der Kinder, die nicht einmal ein Stück Schokolade bekommen können, weil die Eltern vom Staat in die Armut gezwungen werden? Ich halte Ihre Aktion für beispiellos unwürdig und verhöhnend.

Ich hätte von einem Bürgermeister viel mehr Kritik an Missständen erwartet, anstatt diese auch noch zu unterstützen.
Die Tafeln müssen zur Zeit sein, aber sie sind eine Schande für ein reiches Land und das sollten Sie öffentlich machen!
-Insider-
06.05.2011, 14:12 Uhr
hören
sich manche eig noch selber reden? dieser mann sammelt unter dem vorwand einer "wette" 11 tonnen lebensmittel für bedürftige menschen und sie haben nichts besseres zu tun, als ihn dafür zu kritisieren?

das schlägt doch irgendwo dem ganzen den boden aus. soziales engagement in zeiten unsozialer politik, die, dass möchte ich unbedingt anmerkeln, nicht das (alleinige) verschulden von schwarz-gelb ist, wird dringender benötigt als warme worte.

was soll der kleine, unbedeutende orstbürgermeister tun? sich wie alle (!) anderen politiker einmal alle paar jahren vor der wahl hinstellen, H4, Armut und soziale Kälte kritisieren und danach die hände im schoß falten? ich denke nein. jede noch so kleine spende an die tafel bekommt meinen respekt und für diese leistung bekommt der dortige bürgermeister nochmal einen extra daumen.

ps. ich hoffe, dass die ganzen dauernörgler hier auch ALLE in einer partei sind und sich engagieren gegen soziale kälte, gegen die ausbeutung des menschen durch den menschen, gegen soziale teilung dieses einen landes was niemals eines sein wird, gegen die machenschaften und intrigen der wirtschaft, banken und politiker....aber ich glaube, hinter all diesem gedöns steckt nicht mehr als ein kleiner hauch heiße luft.

ein dem bürgermeister respekt zollender
-insider-
Herr Taft
06.05.2011, 15:05 Uhr
liebste Madame...
Sie haben doch in einem anderen Beitrag angeprangert, dass die Hängematte noch zu weite Maschen hat. Jetzt beklagen Sie sich über die bloße Existenz der Hängematte. Ich zweifel nicht Ihren Intellekt an, aber sind Sie sich im Klaren darüber, was Sie wollen ? In Ihrem anderen Beitrag, finden Sie es menschenunwürdig, dass sich Bedürftige Hilfe holen - jetzt beklagen Sie, dass geholfen wird. Wie sieht denn Ihr Verbesserungsvorschlag aus ? (mal abgesehen davon, dass eine große Umverteilung von Leistern zu Nichtleistern erfolgen soll...)

Eigentlich leisten die Tafeln doch genau das, was Sie haben wollen. Sie verteilen Überschüsse (der bösen, gierigen "Gesellschaft") an Bedürftige. Wenn ein Bürgermeister sich dafür engagiert ist Ihnen das jedoch nicht Recht. Wenn er sich davon einen Vorteil bei den nächsten Wahlen verspricht - warum denn nicht ?



Herzlichst...
Peppone
06.05.2011, 15:52 Uhr
Die Wahrheit liegt dazwischen,
weder die werbewirksamen Aktivitäten der Nordhäuser "Schweineschlachter" und des Osteröder Bürgermeisters stimmen, noch stimmen die "schockierten" Reaktionen der darauf wartenden Kritiker!

Wenn in Deutschland ein Mensch, ein Kind hungert, dann ist mit Sicherheit nicht das "System" oder die Gesellschaft daran schuld. In diesem Land muss niemand hungern! Wenn sich Eltern aber nicht um die Bedürfnisse ihrer Kinder kümmern, dann kann natürlich auch eine Tafel hilfreich sein. Und genau da sind wir leider angekommen.

Der Staat, die Gesellschaft, die Bürger müssen sich nach der Philosphie einiger weniger Mitbürger um alle Bedürfnisse dieser Mitbürger kümmern. Sie selbst sind ihrer Meinung nach nicht für ihren eigenen Lebensunterhalt und die Zukunft ihrer Kinder zuständig! Erwartet wird immer, dass der "Staat" alles regelt.

Das ist aber die "Ameisengesellschaft" oder der "Bienenstock", wo auch jeder seine Pflichten hat und seine "Rolle" spielen muss. Das wird natürlich im Rahmen der "Selbstbestimmung" gern vergessen. Trotz all dieser "Freiheiten" seiner Bürger kümmert sich dieser Staat um die Kinder. Die Rolle der Eltern kann er aber nicht ersetzen!
Grilleau
06.05.2011, 16:01 Uhr
unfassbar
Skandalöser geht es nicht mehr, will ich mal so meinen. Die Vertafelung einer Gesellschaft schreitet voran, von einst einer Tafel im Jahre 1980 auf über 800 im Jahr 2011. Ein Suppenküchenstaat wird errichtet. Und im selben Atemzug werden keine Kosten und Mühen gescheut....

50.000.000.000 Euro (50 Milliarden) kostet es den Steuerzahler (Zwangsabgabe), um die Bundesagentur für Arbeit mit ihren 100.000 Angestellten zu subventionieren!
16.000.000.000 Euro (16 Milliarden) bekommen die so genannten beruflichen Fortbildungszentren wie bfz/afz (Armutindustrie), die zur Aufgabe haben Menschen beizubringen wie man sich adäquat auf dem Arbeitsmarkt bewirbt, und desweiteren dafür zuständig sind dass man sich nicht das Arbeiten entwöhnt.

Siehe dazu die Armutindustrie

Ein zweistelliger Milliardenbetrag wird benötigt um alle die, Argen, Optionskommunen,Jobcenter mit ihren dazugehörigen Fall Obstmanager zu subventionieren, dem ist noch nicht genug, denn die Wohlfahrtsverbände sowie die gemeinnützigen gGmbHs greifen nochmal richtig ab, den sie ordern bei den jeweiligen Argen, 1 Euro Mitarbeiter an, und kassieren für jeden Zwangs- verpflichteten Mitarbeiter zwischen 300 und 500 € zusätzlich ein, denn sie bieten immerhin einen Arbeitsplatz, der mit einem Euro entlohnt wird.

Doch das ist noch nicht alles, alle diejenigen die von ihrem sozialversicherungspflichtigen Beruf nicht leben können sind gezwungen ihr schmales Salär aufzubessern, man nennt sie schlicht: Die Aufstocker.

Hier werden nochmals zweistellige Milliardenbeträge verschleudert um ganze Wirtschaftszweige zu subventionieren.

Und nun kommt die so genannte Bürgerarbeit für 36.000 Bürgerarbeiter, die nochmals 1,3 Milliarden € verschlingt

Und nun machen wir mal einen Strich darunter, unglaublich was da für eine Summe zusammen kommt.

Man baut einen Riesen Stasiapparat auf, damit ja kein fauler Arbeitsloser entkommt, es werden keine Kosten und Mühen gescheut, denn sozial ist was Arbeit schafft und wer nicht arbeitet soll auch nicht essen. Wisst ihr, das wir momentan ein Sozialbudget von etwa 700 Milliarden haben? und wisst ihr auch, dass von diesen 700 Milliarden Euro gerade mal 5,4 % für die Hartz IV Empfänger bereitsteht?

Das sind etwa 38.000.000.000 € (38 Milliarden) die für Hartz IV aufgewendet werden, oder anders ausgedrückt.

Jeder dritte Euro in Deutschland geht für das Sozialbudget drauf.

Und von diesem Euro fallen 5,4 Cent für die Arbeitslosen ab, die mitten im Leben stehen. 10 Cent bekommen die Kinder, 7 Cent die Invaliden, 6 Cent die “Hinterbliebenen”. 27 Cent bekommt die Pharmamafia, 32 Cent die Rentner … grob gerundet.

und da wären noch die Subventionen, und erwähne nur eine davon......

Der Steuerzahler hat die Steinkohle in Deutschland in den letzten 60 Jahren mit sage und schreibe 432.000.000.000 € subventioniert (432 Milliarden) unglaublich oder?
Man hätte den Bergbauarbeiter eine lebenslange Rente bezahlen können dann wäre es immer noch billiger.

Nun kommt der Oberhammer.

Laut einer Studie wird der Abbau von Kohle und die Energiegewinnung daraus in Deutschland deutlich stärker gefördert als von der Regierung zugegeben. Die Subventionen und Vergünstigungen für Stein- und Braunkohle hätten allein im Jahr 2008 12,8 Milliarden Euro betragen. Die Regierung hatte in ihrem Subventionsbericht jedoch nur 1,9 Milliarden Euro ausgewiesen. Dies hatte laut Zeitngsberichten die jüngst veröffentlichte Untersuchung des Forums Ökologisch-Soziale Marktwirtschaft (FÖS) im Auftrag der Umweltschutzorganisation Greenpeace ergeben.

Jetzt teilen wir doch einmal 27.000 Mitarbeiter die noch in diesen Bergwerken beschäftigt sind durch 12,8 Milliarden € das sind gerundet 470.000 € pro Mann und Kopf an Subventionen, noch Fragen meine Herren und Damen ?

Und im Gegenzug, wird daran gedacht Behinderte die Kosten für Bus und Bahn zu streichen, sowie eine 25 m² Wohnung Hartz IV abhängige als Standard einzuführen.

Erziehungsgeld wird ebenfalls für Aufstocker, und Arbeitslose, und Hartz IV abhängige gestrichen, jedoch für alle die noch in Lohn und Brot stehen bekommen prozentual 300 bis 1800 €, also gemessen am Verdienst, je mehr einer verdient desto mehr Erziehungsgeld erhält er.

Diese asoziale Lumpenelite tituliert sich als Leistungsträger, und entpuppt sich als geschickter Parasit, eigentlich unglaublich!
Madame-Cherie
06.05.2011, 17:30 Uhr
@ Nussbaum und Insider!
Sie haben meinen Beitrag absolut nicht verstanden! Schade!

Bei allem Respekt vor den Helfern, die in gutem Glauben solche Aktionen starten, aber ...

Wollen wir wirklich warten, bis es noch mehr trifft, die sich jetzt schon aus Not in diese Reihe stellen müssen?
Wie viele Menschen gibt es, die nicht wirklich zur Tafel wollen, sondern müssen? Dieses ganze System und Konzept hat nicht wirklich etwas mit Wohltätigkeit zu tun!

Vielleicht hilft Ihnen ja das ein wenig auf die Sprünge.

Das ganze Ausmaß der Armut würde nämlich erst richtig ans Tageslicht kommen,

wenn:

Alle Berechtigten, also auch die, die sich schämen, die, die sich ihren Stolz bewahrt haben, die, die bei den Eltern oder Großeltern eine Mahlzeit bekommen, oder die, die lieber hungern, sich in diese Reihe stellen.

Dann nämlich würden auch keine 11 Tonnen Lebensmittel für bedürftige Menschen reichen.

Und dann, was machen wir dann!? Ein Wettbüro auf?


Hat sich schon jemand mal die Frage gestellt, dass durch die "Spenden" an die Tafeln, Steuern und Müllentsorgungsgebühren gespart werden. Und dass man dafür auch ganz legale Spendenquittungen erhält. Außerdem den Kommunen in erheblichem Umfang Steuern entgehen? Es wird überhaupt nicht erkannt, dass diese Art von sozialem Engagement der direkte Weg aus dem Sozialstaat ist. Wollen wir warten bis die Tafeln flächendeckend aufgebaut sind und die CDU, FDP und SPD Hinterbänkler eine Anrechnung der Lebensmittel auf die Sozialhilfe und das ALG II 2 fordern?

Man sollte begreifen, dass die Tafeln nur ein Spiegel der wachsenden Armut sind. Schaut endlich über den Tellerrand der Tafeln, als sie zu einer profitablen Industrie auszuweiten, unter dem Deckmantel der Nächstenliebe! Diese Suppenküchen - etwas anderes ist das ja nicht - am Beginn des 21. Jahrhunderts in einem der reichsten Länder der Erde sind ein Skandal schlechthin.

Aber genau diese Begriffsstutzigkeit einiger Kommentatoren ist es, die unseren Sozialstaat in einen Almosenstaat umwandelt. Weiter so!
TeeEff
06.05.2011, 18:55 Uhr
Applaus den 2 Vorrednern!
Tragische und unbequeme Wahrheiten auch mal ausgesprochen!

Jetzt heißt es HANDELN!

In dem Sinne klingt mir langsam aber sicher "Die Internationale" im Ohr.

"Wacht auf, verdammte dieser Erde, die stets man noch zum Hungern zwingt!..."
Wolfi65
07.05.2011, 06:26 Uhr
Der Beitrag wurde deaktiviert – Gehört nicht zum Thema
Wolfi65
07.05.2011, 06:36 Uhr
Der Beitrag wurde deaktiviert – Gehört nicht zum Thema
Herr Taft
09.05.2011, 10:27 Uhr
Dank an HUBERTUS
uneingeschränkte Zustimmung !
Retupmoc
09.05.2011, 13:31 Uhr
@ Nussbaum und @ Hubertus
Da es Ihnen ja anscheinend gut geht, würde ich Sie gern darum bitten, noch in diesem Monat etwas für die Tafeln zu spenden. Die Leute die dort (fast ausnahmslos) ehrenamtlich arbeiten würden sich bestimmt über eine Spende freuen. Und ja liebe Freunde, man kann in diesem Staat unverschuldet in Armut fallen. Nur in Ihren Bürosesseln merken Sie das nicht. Da sist das Problem. Die Regierungen dieser Bananenrepublik haben schon lange versagt. Deshalb würde ich jetzt auch nicht den Bürgermeister kritisieren, denn er hat etwas gutes bewerkstelligt. Die handelnden Politiker sind das Übel.

Wacht auf Verdammter dieser Erde...
teamplayer
09.05.2011, 15:31 Uhr
Hubertus
hat absolut recht. Schön zu merken, dass es noch leute gibt, die nicht nur den ganzen Tag meckern!
Kommentare sind zu diesem Artikel nicht mehr möglich.
Es gibt kein Recht auf Veröffentlichung.
Beachten Sie, dass die Redaktion unpassende, inhaltlose oder beleidigende Kommentare entfernen kann und wird.
Anzeige symplr (9)
Anzeige symplr (8)