Di, 12:30 Uhr
06.02.2001
Anhaltend negativer Trend bei Arbeitslosigkeit
Nordhausen (nnz). Erstmals seit 1998 ist die Zahl der Arbeitslosen im Landkreis Nordhausen wieder über die Marke von 10.000 angestiegen, auf exakt 10.458 Frauen und Männer. Das bedeutet einen Anstieg der Quote um 1,5 Prozentpunkte auf 22,1 Prozent. Im Landkreis Nordhausen meldeten sich im vergangenen Monat 1.600 Menschen arbeitslos, von denen 1.154 vorher einer Beschäftigung auf dem ersten oder zweiten Arbeitsmarkt nachgingen. Neben den offiziell registrierten Arbeitslosen befinden sich fast 2.800 Personen in Maßnahmen des zweiten Arbeitsmarktes. Bedrückend ist vor allem der Umstand, daß im vierten Quartal 2000 mehr Arbeitnehmer entlassen wurden, als ein Jahr zuvor. Hauptursache ist dabei die Krise im Baugewerbe. In den vier Nordthüringer Landkreisen waren im Monat Januar mehr als 42.000 Frauen und Männer ohne Job, hinzu kommen mehr als 11.000, die auf dem zweiten Arbeitsmarkt untergebracht waren.
Da fällt auch die Jahresbilanz 2000 seitens des Arbeitsamtes sehr schlecht aus. Seit Jahresanfang 2000 wurde im Nordhäuser Arbeitsamt einen höhere Arbeitslosigkeit ausgewiesen als im Jahr zuvor. Der Grund dafür lag nach Angaben des Amtes in der Entwicklung auf dem Arbeitsmarkt in den letzten Monaten des Jahres 1999. Durch weniger Beschäftigungsmöglichkeiten auf dem zweiten Arbeitsmarkt steig am Jahresende 1999 die Arbeitslosigkeit auf das Niveau vom Jahresanfang an.
Im Jahr 2000 beliefen sich die Gesamtausgaben des Nordhäuser Arbeitsamtes auf mehr als eine Milliarde Mark, davon entfielen 341 Millionen Mark auf die Zahlung von Arbeitslosengeld und 170 Millionen Mark auf Arbeitslosenhilfe. Das waren bei der Arbeitslosenhilfe 15,9 Millionen Mark mehr als 1999, letztlich auch ein Ausdruck für das Ansteigen der Langzeitarbeitslosigkeit.
Die Daten für Januar 2001 in Nordthüringen:
Autor: nnzDa fällt auch die Jahresbilanz 2000 seitens des Arbeitsamtes sehr schlecht aus. Seit Jahresanfang 2000 wurde im Nordhäuser Arbeitsamt einen höhere Arbeitslosigkeit ausgewiesen als im Jahr zuvor. Der Grund dafür lag nach Angaben des Amtes in der Entwicklung auf dem Arbeitsmarkt in den letzten Monaten des Jahres 1999. Durch weniger Beschäftigungsmöglichkeiten auf dem zweiten Arbeitsmarkt steig am Jahresende 1999 die Arbeitslosigkeit auf das Niveau vom Jahresanfang an.
Im Jahr 2000 beliefen sich die Gesamtausgaben des Nordhäuser Arbeitsamtes auf mehr als eine Milliarde Mark, davon entfielen 341 Millionen Mark auf die Zahlung von Arbeitslosengeld und 170 Millionen Mark auf Arbeitslosenhilfe. Das waren bei der Arbeitslosenhilfe 15,9 Millionen Mark mehr als 1999, letztlich auch ein Ausdruck für das Ansteigen der Langzeitarbeitslosigkeit.
Die Daten für Januar 2001 in Nordthüringen:
| Artern | 27,0 % | |
| Bad Langensalza | 19,4 % | |
| Heiligenstadt | 16,2 % | |
| Leinefelde | 19,2 % | |
| Mühlhausen | 19,6 % | |
| Nordhausen | 22,1 % | |
| Sondershausen | 23,6 % |


