Mi, 11:25 Uhr
18.06.2003
Sauberes Wasser für alle
Nordhausen (nnz). Die Abwasserbeseitigung ist eine verantwortungsvolle Aufgabe, welche die Städte und Gemeinden in ihrem Hoheitsgebiet zu erfüllen haben. Seit nunmehr 10 Jahren kümmert sich in Nordhausen der Stadtentwässerungsbetrieb um die Beseitigung des Abwassers. Die nnz mit einem Blick zurück und zwei nach vorn.
Die städtebauliche und industrielle Entwicklung der Stadt und der Region sowie die ab 1990 geltenden höheren Umweltstandards erforderten die Erneuerung der Abwasserbeseitigung. Am 11.12.1991 beschloss der Stadtrat die Gründung eines Eigenbetriebes der Stadt Nordhausen für die hoheitliche Aufgabe der Abwasserbeseitigung. Die Gründung des Stadtentwässerungsbetriebes erfolgte am 1. Januar des 1993.
Auch bereits vor Gründung des Stadtentwässerungsbetriebes verfügte die Stadt Nordhausen über eine Kanalisation im Trennsystem und bis zur Zerstörung im Zweiten Weltkrieg über eine für damalige Verhältnisse moderne Kläranlage. Seit 1945 bis zur Inbetriebnahme der rekonstruierten Kläranlage im Jahr 2000 wurde die Abwasserbeseitigung nur zum Teil realisiert.
Seit Gründung des Stadtentwässerungsbetriebes wurden beachtliche Investitionsmaßnahmen zur Verbesserung und Erweiterung der Entwässerungseinrichtung durchgeführt. Schwerpunkt bildete dabei die Rekonstruktion und Erweiterung der Kläranlage, um die gesetzlichen Bestimmungen des Umweltrechtes einhalten zu können.
Die Kläranlage ist zunächst für eine Kapazität von 100.000 Einwohnerwerten (EW) konzipiert und errichtet worden. Die Kläranlage entspricht damit dem derzeitigen Bedarf und berücksichtigt in angemessenem Umfang die voraussichtliche Entwicklung in den nächsten Jahren. Insgesamt 3.087.400 m3 Abwasser wurden im Jahr 2002 auf der Kläranlage behandelt.
Neben den häuslichen Abwässern der an das Kanalnetz angeschlossenen Einwohner werden auch die Abwässer aus Industrie und Gewerbe sowie aus Hauskläranlagen zugeführt. Ein Teil der Grundstücke ist noch nicht über einen Kanal sondern über die mobile Abwasser- und Fäkalschlammentsorgung an die Kläranlage angeschlossen.
Die Kanalisation der Stadt Nordhausen ist im Trennsystem errichtet worden, das bedeutet, Schmutz- und Niederschlagswasser werden getrennt abgeleitet. Das Niederschlagswasser wird auf kurzem Wege den Vorflutern zugeführt. Insgesamt hat das Kanalnetz eine Länge von ca. 230,7 km. Dabei sind die Anschlussleitungen zu und auf den einzelnen Grundstücken noch nicht erfasst. Teilweise kann das Abwasser nicht im freien Gefälle zur Kläranlage gelangen und muss durch Abwasserpumpen gehoben werden. Dafür bestehen derzeit im Stadtgebiet 23 Pumpwerke. Zur Entwässerung neuer Wohngebiete in den Ortsteilen entstanden 5 dezentrale Kläranlagen.
Die Gesamtinvestitionssumme beträgt seit der Gründung des Stadtentwässerungsbetriebes insgesamt ca. 62 Millionen Euro. Für einen Großteil der Investitionsmaßnahmen wurden Fördermittel bereitgestellt. Auch zukünftig sind noch weitere Investitionsmaßnahmen vorgesehen, um die Entwässerungssituation in den Stadtrandbereichen und den Ortsteilen weiter zu verbessern. Die Erweiterung des Hauptsammlers West soll fortgeführt werden. Ein weiterer Schwerpunkt wird die Sanierung und Erweiterung des Kanalnetzes sein, insbesondere der Anschluss der Ortsteile Herreden, Hörningen, Hochstedt, Leimbach, Steigerthal und Steinbrücken an die zentrale Kläranlage.
Autor: nnz
Die städtebauliche und industrielle Entwicklung der Stadt und der Region sowie die ab 1990 geltenden höheren Umweltstandards erforderten die Erneuerung der Abwasserbeseitigung. Am 11.12.1991 beschloss der Stadtrat die Gründung eines Eigenbetriebes der Stadt Nordhausen für die hoheitliche Aufgabe der Abwasserbeseitigung. Die Gründung des Stadtentwässerungsbetriebes erfolgte am 1. Januar des 1993.Auch bereits vor Gründung des Stadtentwässerungsbetriebes verfügte die Stadt Nordhausen über eine Kanalisation im Trennsystem und bis zur Zerstörung im Zweiten Weltkrieg über eine für damalige Verhältnisse moderne Kläranlage. Seit 1945 bis zur Inbetriebnahme der rekonstruierten Kläranlage im Jahr 2000 wurde die Abwasserbeseitigung nur zum Teil realisiert.
Seit Gründung des Stadtentwässerungsbetriebes wurden beachtliche Investitionsmaßnahmen zur Verbesserung und Erweiterung der Entwässerungseinrichtung durchgeführt. Schwerpunkt bildete dabei die Rekonstruktion und Erweiterung der Kläranlage, um die gesetzlichen Bestimmungen des Umweltrechtes einhalten zu können.
Die Kläranlage ist zunächst für eine Kapazität von 100.000 Einwohnerwerten (EW) konzipiert und errichtet worden. Die Kläranlage entspricht damit dem derzeitigen Bedarf und berücksichtigt in angemessenem Umfang die voraussichtliche Entwicklung in den nächsten Jahren. Insgesamt 3.087.400 m3 Abwasser wurden im Jahr 2002 auf der Kläranlage behandelt.
Neben den häuslichen Abwässern der an das Kanalnetz angeschlossenen Einwohner werden auch die Abwässer aus Industrie und Gewerbe sowie aus Hauskläranlagen zugeführt. Ein Teil der Grundstücke ist noch nicht über einen Kanal sondern über die mobile Abwasser- und Fäkalschlammentsorgung an die Kläranlage angeschlossen.
Die Kanalisation der Stadt Nordhausen ist im Trennsystem errichtet worden, das bedeutet, Schmutz- und Niederschlagswasser werden getrennt abgeleitet. Das Niederschlagswasser wird auf kurzem Wege den Vorflutern zugeführt. Insgesamt hat das Kanalnetz eine Länge von ca. 230,7 km. Dabei sind die Anschlussleitungen zu und auf den einzelnen Grundstücken noch nicht erfasst. Teilweise kann das Abwasser nicht im freien Gefälle zur Kläranlage gelangen und muss durch Abwasserpumpen gehoben werden. Dafür bestehen derzeit im Stadtgebiet 23 Pumpwerke. Zur Entwässerung neuer Wohngebiete in den Ortsteilen entstanden 5 dezentrale Kläranlagen.
Die Gesamtinvestitionssumme beträgt seit der Gründung des Stadtentwässerungsbetriebes insgesamt ca. 62 Millionen Euro. Für einen Großteil der Investitionsmaßnahmen wurden Fördermittel bereitgestellt. Auch zukünftig sind noch weitere Investitionsmaßnahmen vorgesehen, um die Entwässerungssituation in den Stadtrandbereichen und den Ortsteilen weiter zu verbessern. Die Erweiterung des Hauptsammlers West soll fortgeführt werden. Ein weiterer Schwerpunkt wird die Sanierung und Erweiterung des Kanalnetzes sein, insbesondere der Anschluss der Ortsteile Herreden, Hörningen, Hochstedt, Leimbach, Steigerthal und Steinbrücken an die zentrale Kläranlage.


