Do, 15:32 Uhr
14.04.2011
Lebenswichtig
Der Fachbereich Gesundheitswesen des Landratsamtes Nordhausen bietet am 28. April von 15 Uhr bis 17.30 Uhr eine kostenlose Impfberatung an. Die Mitarbeiten prüfen die vorhandenen Impfunterlagen. Außerdem erhalten Interessierte zahlreiches aktuelles Infomaterial rund um das Thema Impfen...
Die Ansprechpartner für Erwachsene sind in Zimmer 148/149, telefonisch unter 03631/ 911-191 bzw. -195 erreichbar, die für Kinder und Jugendliche in Zimmer 146/147, telefonisch unter 03631/ 911-172, -173 und -175. Hintergrund der Aktion ist die Impfwoche, zu der die Weltgesundheitsorganisation, kurz WHO, vom 23. bis 30. April aufgerufen hat.
Auch in Deutschland gibt es immer wieder Ausbrüche von Erkrankungen, die durch Impfungen vermeidbar gewesen wären. Insbesondere ungeimpfte oder unvollständig geimpfte Menschen sind daher die Zielgruppe der Bemühungen aller Akteure im Gebiet Impfen. Denn manche Eltern unterschätzten deutlich das Risiko von Komplikationen der Erkrankungen, gerade weil die Häufigkeit dieser Infektionen durch Impfungen abgenommen hat, so die WHO. In Thüringen traten im letzten Jahr Krankheitshäufungen insbesondere durch Keuchhusten und Windpocken auf.
So waren 2009/2010 im Landkreis Nordhausen beispielsweise weniger als 2 Prozent der Viertklässler altersgerecht gegen Windpocken geimpft. Gegen Keuchhusten waren zu dieser Zeit knapp 37 Prozent der Viertklässler und 54 Prozent der Achtklässler geimpft. In einigen Fällen hat die Impfbereitschaft zugenommen. Schuluntersuchungen der 8. Klassen im Schuljahr 2001/2002 in Thüringen ergaben zum Beispiel, dass lediglich 49 Prozent der Schüler einen vollständigen Impfschutz gegen Hepatitis B hatten. Analoge Untersuchungen im Schuljahr 2009/2010 in dieser Altersgruppe zeigten, dass sich der Anteil auf 75 Prozent verbesserte.
Im Landkreis Nordhausen lag der Anteil mit 78 Prozent über dem Landesschnitt. Dennoch bleibt das Ergebnis noch weit hinter dem angestrebten Ziel von 95 Prozent zurück. Außerdem sei auch erwähnt, dass bei den statistischen Betrachtungen nur Kinder mit Impfheft, also nicht alle Schüler gewertet werden konnten. Somit lässt sich vermuten, dass der tatsächlich geimpfte Anteil an allen Kindern noch niedriger liegt. Damit sind weiterhin große Anstrengungen erforderlich, um bei Jugendlichen das Interesse für Impfungen zu erhöhen, so Amtsärztin Ingrid Francke.
Der Schwerpunkt der Impfwoche liegt bei der Impfung gegen Masern-Mumps-Röteln-Windpocken, Meningokokken C, Hepatitis B, Keuchhusten sowie der HPV-Impfung gegen Gebärmutterhalskrebs verursachende Viren bei Mädchen zwischen 12 und 17 Jahren. Die Impfwoche bietet Gelegenheit, den eigenen Impfstand zu überprüfen. Neben der Tetanus-, Diphtherie- und Keuchhusten-Impfung gibt es weitere Impfungen gegen andere schwere Infektionskrankheiten zum Beispiel FSME, Pneumokokken oder Influenza, die auch für Erwachsene von großer Bedeutung sind.
Seit der letzten Änderung der Empfehlungen der Ständigen Impfkommission am Robert-Koch-Institut ist auch eine Masernimpfung für alle nach 1970 geborenen Bürger empfohlen, die noch keinen ausreichenden Impfschutz haben oder deren Impfschutz unbekannt ist.
Wichtig ist in diesem Zusammenhang auch der Hinweis, dass Schutzimpfungen sind von der Praxisgebühr befreit sind. Die Kosten für alle Impfungen, die in Thüringen notwendig werden, übernehmen in der Regel die Krankenkassen.
Autor: nnzDie Ansprechpartner für Erwachsene sind in Zimmer 148/149, telefonisch unter 03631/ 911-191 bzw. -195 erreichbar, die für Kinder und Jugendliche in Zimmer 146/147, telefonisch unter 03631/ 911-172, -173 und -175. Hintergrund der Aktion ist die Impfwoche, zu der die Weltgesundheitsorganisation, kurz WHO, vom 23. bis 30. April aufgerufen hat.
Auch in Deutschland gibt es immer wieder Ausbrüche von Erkrankungen, die durch Impfungen vermeidbar gewesen wären. Insbesondere ungeimpfte oder unvollständig geimpfte Menschen sind daher die Zielgruppe der Bemühungen aller Akteure im Gebiet Impfen. Denn manche Eltern unterschätzten deutlich das Risiko von Komplikationen der Erkrankungen, gerade weil die Häufigkeit dieser Infektionen durch Impfungen abgenommen hat, so die WHO. In Thüringen traten im letzten Jahr Krankheitshäufungen insbesondere durch Keuchhusten und Windpocken auf.
So waren 2009/2010 im Landkreis Nordhausen beispielsweise weniger als 2 Prozent der Viertklässler altersgerecht gegen Windpocken geimpft. Gegen Keuchhusten waren zu dieser Zeit knapp 37 Prozent der Viertklässler und 54 Prozent der Achtklässler geimpft. In einigen Fällen hat die Impfbereitschaft zugenommen. Schuluntersuchungen der 8. Klassen im Schuljahr 2001/2002 in Thüringen ergaben zum Beispiel, dass lediglich 49 Prozent der Schüler einen vollständigen Impfschutz gegen Hepatitis B hatten. Analoge Untersuchungen im Schuljahr 2009/2010 in dieser Altersgruppe zeigten, dass sich der Anteil auf 75 Prozent verbesserte.
Im Landkreis Nordhausen lag der Anteil mit 78 Prozent über dem Landesschnitt. Dennoch bleibt das Ergebnis noch weit hinter dem angestrebten Ziel von 95 Prozent zurück. Außerdem sei auch erwähnt, dass bei den statistischen Betrachtungen nur Kinder mit Impfheft, also nicht alle Schüler gewertet werden konnten. Somit lässt sich vermuten, dass der tatsächlich geimpfte Anteil an allen Kindern noch niedriger liegt. Damit sind weiterhin große Anstrengungen erforderlich, um bei Jugendlichen das Interesse für Impfungen zu erhöhen, so Amtsärztin Ingrid Francke.
Der Schwerpunkt der Impfwoche liegt bei der Impfung gegen Masern-Mumps-Röteln-Windpocken, Meningokokken C, Hepatitis B, Keuchhusten sowie der HPV-Impfung gegen Gebärmutterhalskrebs verursachende Viren bei Mädchen zwischen 12 und 17 Jahren. Die Impfwoche bietet Gelegenheit, den eigenen Impfstand zu überprüfen. Neben der Tetanus-, Diphtherie- und Keuchhusten-Impfung gibt es weitere Impfungen gegen andere schwere Infektionskrankheiten zum Beispiel FSME, Pneumokokken oder Influenza, die auch für Erwachsene von großer Bedeutung sind.
Seit der letzten Änderung der Empfehlungen der Ständigen Impfkommission am Robert-Koch-Institut ist auch eine Masernimpfung für alle nach 1970 geborenen Bürger empfohlen, die noch keinen ausreichenden Impfschutz haben oder deren Impfschutz unbekannt ist.
Wichtig ist in diesem Zusammenhang auch der Hinweis, dass Schutzimpfungen sind von der Praxisgebühr befreit sind. Die Kosten für alle Impfungen, die in Thüringen notwendig werden, übernehmen in der Regel die Krankenkassen.

