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Do, 08:53 Uhr
14.04.2011

Neues Seminar nach Ostern

Nach der Beisetzung erfährt der trauernde Mensch häufig noch Zuwendung aus der Familie, Nachbarschaft oder dem Freundeskreis. Doch nach wenigen Wochen will keiner mehr sehen und schon gar nicht mehr hören...


Die Umwelt ist geneigt, den trauernden Menschen wieder zu demjenigen zu machen, der er vorher war. Doch das geht nicht. Der Verlust ist nicht einfach nach ein paar Wochen betrauert und ich mache da weiter, wo ich vor dem Tod aufgehört habe. In den Augen der Umwelt machen Trauernde oft „zu wenig Fortschritte“. In der Gesellschaft von Menschen fühlen sie sich oft wie das fünfte Rad am Wagen und die große Einsamkeit wird mitten in einer fröhlichen Runde noch unerträglicher. Um aber nicht aus der Norm zu fallen, versuchen trauernde Menschen dann „die Fassung zu bewahren“, vergeuden so unnötig Energien.
  • Trauer will aber gelebt und nicht verdrängt werden.
  • Trauer will gehört, gesehen und gestaltet werden.
  • Trauer braucht vor allen Dingen Erlaubnis, Zeit, Ausdruck, Vertrauen und Gemeinschaft.
  • Trauer ist keine Krankheit, nicht gelebte Trauer kann hingegen auf Dauer sehr krank machen.
Deshalb begleitet der Verein TrauerWelten e.V. seit vielen Jahren Menschen auf diesem Weg. Hauptanliegen dabei ist nicht der punktuelle und kurze Impuls oder ein Rezept zur Trauerbewältigung, sondern die individuelle und längere Begleitung der Trauer mitten im Alltag. Wir ermutigen, der Trauer Raum, Zeit und Ausdruck zu geben, all dies leben zu lassen, um so allmählich wieder Sinn und Lebensperspektive zu bekommen.

Das neue Seminar beginnt nach Ostern und dauert bis Anfang Juli. Es findet im 14-tägigen Rhythmus statt jeweils von 18.00 – 19.30 Uhr. Die Leitung des Seminars hat P. Tobias Titulaer. Das Angebot ist kostenlos. Anmeldung bitte telefonisch beim Verein TrauerWelten e.V. (03631-973810). Weitere Informationen zum Verein TrauerWelten e.V. finden Sie auch im Internet unter www.trauerwelten.de
Autor: nnz

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