Fr, 14:32 Uhr
08.04.2011
Silber und Gold für Nordhäuser Angler
Am 18. März 1971 fanden sich 15 Angler aus Schiedungen, Pützlingen und Limlingerode zusammen und gründeten die Ortsgruppe Schiedungen des Deutschen Anglerverbandes (DAV). Zu ihrem Vorsitzenden wählten sie Lothar Koch. Er ist es noch heute. Ein nnz-Bericht von Kurt Frank...
Seit über 50 Jahren wirft Hartmut Schipp die Angel aus. Mit Spinner, künstliche Köder, am Haken.
Monatlich einmal traf man sich in der Gaststätte Pützlingen. Später verlegten die Angler ihren Tätigkeitsschwerpunkt nach Nordhausen und fassten den Beschluss, das alte Anglerheim Am Grenzrasen um- und auszubauen. Heute Dreh- und Angelpunkt aller Aktivitäten der Petrijünger.
Das 40-jährige Jubiläum beging der Angelklub Nordhausen festlich im großen Saal der Gaststätte Friedenseiche. Mit Gründungsvätern, Aktiven, Helfern und Sponsoren. Vorsitzender Koch ließ die Jahre Revue passieren: Der Um- und Ausbau des alten Anglerheimes erfolgte in Eigenleistungen. Jedes Mitglied hatte 30 Stunden zu leisten und 10 Mark jährlich zu spenden. Das Bauholz musste selbst gefällt und in das Sägewerk zur weiteren Verarbeitung gebracht werden. 5000 Fichten pflanzten die Angler im Harz, halfen bei der Regulierung desHerreder Baches und engagierten sich für Umweltschutzmaßnahmen an der Zorge.
Alles diente dem Ziel, Gelder für das neue Anglerheim zu erwirtschaften. Am 19. Mai 1984 weihte man es festlich ein. Zwei Schlafräume kamen ein Jahr später durch einen Anbau hinzu. 5000 Mark spendierte der damalige Rat des Kreises, der ehemalige Nordhäuser Bürgermeister Peter Heiter, Gast der Veranstaltung, einen Kachelofen.
In guter Erinnerung, hob Lothar Koch hervor, bleiben die zwei Veranstaltungen mit dem Stabsmusikkorps der Grenztruppen der DDR. Für einen moderaten Preis spielten über 50 Musiker flott auf, was heute nicht mehr vorstellbar sei. Der Vorsitzende dankte allen, die sich um den Verein verdient machten.
Keiner von uns ahnte in der Veranstaltung am 15. April 1989, dass wir kurz vor der politischen Wende standen, erinnerte sich Koch. Aber schon am 5. Juni 1990 erhielt er ein Schreiben von Sportfischern aus Bruchsal in Baden-Württemberg mit dem Wunsch nach Kontaktaufnahme mit einem Angelverein aus dem Osten. Bis heute hält die Freundschaft. Aus Bruchsal kam auch der Vorschlag, in Nordhausen ein Fischerfest zu organisieren. Koch griff die Idee auf. Am 15. Juni 2002 hatte es seine Taufe.
Die Partner aus Bruchsal boten dafür die entscheidende Voraussetzung. Im Schlepptau hatten sie einen Kühlwagen, randvoll gefüllt mit Leckereien aus dem Meer. Das 10-jährige Nordhäuser Fischerfest wird vom 2. bis 5. Juni Am Grenzrasen gefeiert. Mit zahlreichen Gästen aus Baden-Württemberg. Neben dem Rolands- und dem Altstadtfest gehört es zu den jährlichen kulturellen Höhepunkten in der Stadt am Südharz.
Die 50 Mitglieder des Angelklubs Nordhausen gehen heute mehr oder weniger aktiv ihrem Hobby nach. Unter ihnen Hartmut Schipp. Seit über 50 Jahren wirft er die Angel aus. Der heute 64-Jährige erhielt das Große Goldene Ehrenzeichen des Verbandes Deutscher Sportfischer (VDSF). Auch Lothar Denner, ebenfalls seit Jahrzehnten Angler, erfuhr die gleiche Ehrung. Vereinsvorsitzender Lothar Koch freute sich über die Silberne Ehrenmedaille des VDSF. Eine Chronik mit 320 Seiten gibt eine Einblick in das Schaffen des Vereins.
Er trägt unter anderem den Titel Vorbildliche Ortsgruppe des DAV, ist im Besitz des Ehrentellers des Präsidiums des Deutschen Anglerverbandes und wurde mit einer Reise nach Moskau geehrt. Sportliche Kontakte im Angeln pflegen die Nordhäuser mit ihren Freunden im polnische Ostrow, mit der Ortsgruppe Zentrum Cottbus, mit der ebenfalls ein Freundschaftsvertrag besteht, und mit Partnern aus der bayerischen Kreisstadt Schwandorf.
Kurt Frank
Autor: nnzSeit über 50 Jahren wirft Hartmut Schipp die Angel aus. Mit Spinner, künstliche Köder, am Haken.
Monatlich einmal traf man sich in der Gaststätte Pützlingen. Später verlegten die Angler ihren Tätigkeitsschwerpunkt nach Nordhausen und fassten den Beschluss, das alte Anglerheim Am Grenzrasen um- und auszubauen. Heute Dreh- und Angelpunkt aller Aktivitäten der Petrijünger.
Das 40-jährige Jubiläum beging der Angelklub Nordhausen festlich im großen Saal der Gaststätte Friedenseiche. Mit Gründungsvätern, Aktiven, Helfern und Sponsoren. Vorsitzender Koch ließ die Jahre Revue passieren: Der Um- und Ausbau des alten Anglerheimes erfolgte in Eigenleistungen. Jedes Mitglied hatte 30 Stunden zu leisten und 10 Mark jährlich zu spenden. Das Bauholz musste selbst gefällt und in das Sägewerk zur weiteren Verarbeitung gebracht werden. 5000 Fichten pflanzten die Angler im Harz, halfen bei der Regulierung desHerreder Baches und engagierten sich für Umweltschutzmaßnahmen an der Zorge.
Alles diente dem Ziel, Gelder für das neue Anglerheim zu erwirtschaften. Am 19. Mai 1984 weihte man es festlich ein. Zwei Schlafräume kamen ein Jahr später durch einen Anbau hinzu. 5000 Mark spendierte der damalige Rat des Kreises, der ehemalige Nordhäuser Bürgermeister Peter Heiter, Gast der Veranstaltung, einen Kachelofen.
In guter Erinnerung, hob Lothar Koch hervor, bleiben die zwei Veranstaltungen mit dem Stabsmusikkorps der Grenztruppen der DDR. Für einen moderaten Preis spielten über 50 Musiker flott auf, was heute nicht mehr vorstellbar sei. Der Vorsitzende dankte allen, die sich um den Verein verdient machten.
Keiner von uns ahnte in der Veranstaltung am 15. April 1989, dass wir kurz vor der politischen Wende standen, erinnerte sich Koch. Aber schon am 5. Juni 1990 erhielt er ein Schreiben von Sportfischern aus Bruchsal in Baden-Württemberg mit dem Wunsch nach Kontaktaufnahme mit einem Angelverein aus dem Osten. Bis heute hält die Freundschaft. Aus Bruchsal kam auch der Vorschlag, in Nordhausen ein Fischerfest zu organisieren. Koch griff die Idee auf. Am 15. Juni 2002 hatte es seine Taufe.
Die Partner aus Bruchsal boten dafür die entscheidende Voraussetzung. Im Schlepptau hatten sie einen Kühlwagen, randvoll gefüllt mit Leckereien aus dem Meer. Das 10-jährige Nordhäuser Fischerfest wird vom 2. bis 5. Juni Am Grenzrasen gefeiert. Mit zahlreichen Gästen aus Baden-Württemberg. Neben dem Rolands- und dem Altstadtfest gehört es zu den jährlichen kulturellen Höhepunkten in der Stadt am Südharz.
Die 50 Mitglieder des Angelklubs Nordhausen gehen heute mehr oder weniger aktiv ihrem Hobby nach. Unter ihnen Hartmut Schipp. Seit über 50 Jahren wirft er die Angel aus. Der heute 64-Jährige erhielt das Große Goldene Ehrenzeichen des Verbandes Deutscher Sportfischer (VDSF). Auch Lothar Denner, ebenfalls seit Jahrzehnten Angler, erfuhr die gleiche Ehrung. Vereinsvorsitzender Lothar Koch freute sich über die Silberne Ehrenmedaille des VDSF. Eine Chronik mit 320 Seiten gibt eine Einblick in das Schaffen des Vereins.
Er trägt unter anderem den Titel Vorbildliche Ortsgruppe des DAV, ist im Besitz des Ehrentellers des Präsidiums des Deutschen Anglerverbandes und wurde mit einer Reise nach Moskau geehrt. Sportliche Kontakte im Angeln pflegen die Nordhäuser mit ihren Freunden im polnische Ostrow, mit der Ortsgruppe Zentrum Cottbus, mit der ebenfalls ein Freundschaftsvertrag besteht, und mit Partnern aus der bayerischen Kreisstadt Schwandorf.
Kurt Frank



