Fr, 07:07 Uhr
06.06.2003
Die Harmlosigkeit ist vorbei
Nordhausen (nnz). Eigentlich klang der Kreistagsbeschluß zur Reduzierung der Personalkosten im Landratsamt eher harmlos. Doch jetzt geht in der Kreisverwaltung die Angst um. Die Angst vor betriebsbedingten Kündigungen.
Um das Personal notwendig zu reduzieren, war gegenüber der Öffentlichkeit immer von 28 so genannten KW-Stellen die Rede. Künftig wegfallend sollen die Stellen sein. Die Frage stand also, wann fällt was, oder genauer gesagt, wer fällt weg? Rund die Hälfte der 28 Stellen soll über Altersteilzeit abgebaut werden, die andere Hälfte durch betriebsbedingte Kündigungen. Das bestätigte der nnz heute der erste Beigeordnete der Kreisverwaltung, Matthias Jendricke (SPD).
Und deshalb geht es in den Dienstzimmern im Landratsamt unruhig zu. Neben den normalen Kriterien, die einem künftigen Sozialplan zugrunde gelegt werden, wurden die Mitarbeiter der Verwaltung mit persönlichen Fragebögen konfrontiert. Diese persönlichen Angaben sollen bei einem Gleichstand der Sozialplankriterien als das Zünglein an der Entlassungswaage herhalten. Allen Mitarbeitern der Verwaltung (außer den 70 Beamten) seien diese Fragebögen zugestellt worden.
Doch im Alleingang will die Verwaltungsspitze die Entlassung nun auch nicht vornehmen. Politische Unterstützung seitens des Kreistages muß her. Und so soll zur nächsten Sitzung dokumentiert werden, dass diese Kündigungen politisch gewollt sind.
446 Arbeiter, Angestellte und Beamte arbeiten zur Zeit in der Kreisverwaltung, bis Ende dieses Jahres sollen es weniger sein. Die Ist-Zahl muß erst noch ermittelt werden. Ob bei all dem Personalrat und Gewerkschaft mitspielen, das ist momentan fraglich. Das Problem des Personalabbaus werden Verwaltungsspitze und Kreistag auch in den kommenden Jahren weiter beschäftigen. Und so plädiert Jendricke für eine Personalentwicklungskonzept für die Jahre 2004/2005.
Autor: nnzUm das Personal notwendig zu reduzieren, war gegenüber der Öffentlichkeit immer von 28 so genannten KW-Stellen die Rede. Künftig wegfallend sollen die Stellen sein. Die Frage stand also, wann fällt was, oder genauer gesagt, wer fällt weg? Rund die Hälfte der 28 Stellen soll über Altersteilzeit abgebaut werden, die andere Hälfte durch betriebsbedingte Kündigungen. Das bestätigte der nnz heute der erste Beigeordnete der Kreisverwaltung, Matthias Jendricke (SPD).
Und deshalb geht es in den Dienstzimmern im Landratsamt unruhig zu. Neben den normalen Kriterien, die einem künftigen Sozialplan zugrunde gelegt werden, wurden die Mitarbeiter der Verwaltung mit persönlichen Fragebögen konfrontiert. Diese persönlichen Angaben sollen bei einem Gleichstand der Sozialplankriterien als das Zünglein an der Entlassungswaage herhalten. Allen Mitarbeitern der Verwaltung (außer den 70 Beamten) seien diese Fragebögen zugestellt worden.
Doch im Alleingang will die Verwaltungsspitze die Entlassung nun auch nicht vornehmen. Politische Unterstützung seitens des Kreistages muß her. Und so soll zur nächsten Sitzung dokumentiert werden, dass diese Kündigungen politisch gewollt sind.
446 Arbeiter, Angestellte und Beamte arbeiten zur Zeit in der Kreisverwaltung, bis Ende dieses Jahres sollen es weniger sein. Die Ist-Zahl muß erst noch ermittelt werden. Ob bei all dem Personalrat und Gewerkschaft mitspielen, das ist momentan fraglich. Das Problem des Personalabbaus werden Verwaltungsspitze und Kreistag auch in den kommenden Jahren weiter beschäftigen. Und so plädiert Jendricke für eine Personalentwicklungskonzept für die Jahre 2004/2005.


