Di, 12:06 Uhr
27.05.2003
Berchtenkrieg und Fliegen
Nordhausen (nnz). Geschichts-Freaks aufgepasst! Das zweite Heft der Nordhäuser Nachrichten ist jetzt auf dem Markt erschienen. Was drin steht, das hat die nnz erfahren und gibt einige Details vorab weiter.
Das Heft 2 des Jahres 2003 der Nordhäuser Nachrichten, das vom Nordhäuser Stadtarchiv herausgegeben wird, ist jetzt erschienen. Das Heft ist ab sofort in der Stadtinformation, Markt 1, erhältlich. Welche neuen Erkenntnisse zur Stadtgeschichte dort auf die Leser warten, erläutert Stadtarchivar Dr. Peter Kuhlbrodt :
Über einen Zeitraum von 500 Jahren, von einer Fehde zwischen den Städten Nordhausen und Braunschweig im 15. Jahrhundert, bis zur Einweihung des Flugstützpunktes Nordhausen im Jahre 1956, spannt sich der Bogen der in Heft 2 der "Nordhäuser Nachrichten" behandelten Themen. Der in der Nordhäuser Geschichte bekannte Berchtenkrieg beeinträchtigte von 1428 bis 1443 das wirtschaftliche und politische Leben der Reichsstadt außerordentlich. Die Widersacher Nordhausens, Kirchhoff und Berchte, veranlassten im Jahre 1436 den Herzog Heinrich von Braunschweig, die Stadt zu überfallen. Zwar konnte gegen das befestigte Nordhausen kein nennenswerter Erfolg erzielt werden, doch wurde beträchtlicher Schaden in der Feldmark angerichtet, geplündert und geraubt.
Ein zweiter Beitrag handelt von den poetischen Versuchen des angesehenen Rektors am Nordhäuser Gymnasium Conrad Dunckelberg und einer von ihm im Jahre 1703 herausgegebenen Anleitung zum Verse schmieden.
Die bereits erschienenen Beiträge zur Geschichte Nordhausens in der NS-Zeit werden um einen weiteren ergänzt, der ausführlich die Verfolgung des Dechanten Wilhelm Hunstiger darstellt. Der "Fall Hunstiger" erregte 1935 über die Grenzen Deutschlands hinaus Aufsehen. Werner Voß, Jahrgang 1928, gehörte zu den Schülern, die wegen ihrer Einberufung zum Kriegsdienst 1944/45 kein richtiges Abitur ablegen konnten. Er berichtet anschaulich über die Anfänge der Humboldt-Oberschule im November 1945 und seinen Schulbesuch bis zur Ablegung der Reifeprüfung im Juni 1946.
In einem dritten Teil setzt Karl-Heinz Bosse seine Geschichte des Flugsportes in Nordhausen und seiner näheren Umgebung mit der Behandlung der Nachkriegszeit fort. Mit zahlreichen Fotos versehen, geht der Beitrag auf den fliegerischen Neuaufbau seit 1950, den Aufbau des Flugstützpunktes Nordhausen 1955/56 sowie auf dessen Eröffnung und Einweihung 1956 ein.
Autor: nnz
Das Heft 2 des Jahres 2003 der Nordhäuser Nachrichten, das vom Nordhäuser Stadtarchiv herausgegeben wird, ist jetzt erschienen. Das Heft ist ab sofort in der Stadtinformation, Markt 1, erhältlich. Welche neuen Erkenntnisse zur Stadtgeschichte dort auf die Leser warten, erläutert Stadtarchivar Dr. Peter Kuhlbrodt :Über einen Zeitraum von 500 Jahren, von einer Fehde zwischen den Städten Nordhausen und Braunschweig im 15. Jahrhundert, bis zur Einweihung des Flugstützpunktes Nordhausen im Jahre 1956, spannt sich der Bogen der in Heft 2 der "Nordhäuser Nachrichten" behandelten Themen. Der in der Nordhäuser Geschichte bekannte Berchtenkrieg beeinträchtigte von 1428 bis 1443 das wirtschaftliche und politische Leben der Reichsstadt außerordentlich. Die Widersacher Nordhausens, Kirchhoff und Berchte, veranlassten im Jahre 1436 den Herzog Heinrich von Braunschweig, die Stadt zu überfallen. Zwar konnte gegen das befestigte Nordhausen kein nennenswerter Erfolg erzielt werden, doch wurde beträchtlicher Schaden in der Feldmark angerichtet, geplündert und geraubt.
Ein zweiter Beitrag handelt von den poetischen Versuchen des angesehenen Rektors am Nordhäuser Gymnasium Conrad Dunckelberg und einer von ihm im Jahre 1703 herausgegebenen Anleitung zum Verse schmieden.
Die bereits erschienenen Beiträge zur Geschichte Nordhausens in der NS-Zeit werden um einen weiteren ergänzt, der ausführlich die Verfolgung des Dechanten Wilhelm Hunstiger darstellt. Der "Fall Hunstiger" erregte 1935 über die Grenzen Deutschlands hinaus Aufsehen. Werner Voß, Jahrgang 1928, gehörte zu den Schülern, die wegen ihrer Einberufung zum Kriegsdienst 1944/45 kein richtiges Abitur ablegen konnten. Er berichtet anschaulich über die Anfänge der Humboldt-Oberschule im November 1945 und seinen Schulbesuch bis zur Ablegung der Reifeprüfung im Juni 1946.
In einem dritten Teil setzt Karl-Heinz Bosse seine Geschichte des Flugsportes in Nordhausen und seiner näheren Umgebung mit der Behandlung der Nachkriegszeit fort. Mit zahlreichen Fotos versehen, geht der Beitrag auf den fliegerischen Neuaufbau seit 1950, den Aufbau des Flugstützpunktes Nordhausen 1955/56 sowie auf dessen Eröffnung und Einweihung 1956 ein.


