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Do, 08:42 Uhr
17.03.2011

Gemessen wird auch "bei uns"

"Kann von den Atomunfällen in japanischen Atomkraftwerken auch eine Gefahr für Deutschland ausgehen? Und wie erfahren wir, ob sich eine radioaktive Wolke auf Deutschland zu bewegt?" Diese Fragen stellen sich zurzeit viele Menschen, die die Ereignisse in Japan verfolgen. Frühwarnsysteme gibt es auch in Nordhausen und Bleicherode...


Aufgrund der Bauart der betroffenen Reaktoren, des bisherigen Schadensverlaufs und der großen Entfernung zu Japan sind in Deutschland nach den bisher vorliegenden Kenntnissen keine besonderen Strahlenschutzvorkehrungen erforderlich. Das Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) geht zwar davon aus, dass auch in Deutschland mit empfindlicher Messtechnik erhöhte Radioaktivität in der Atmosphäre festgestellt werden kann. Die zu erwartenden Messwerte werden jedoch keine gesundheitsbedenkliche Größe erreichen.

Die Ausbreitung von Radioaktivität infolge der atomaren Unfälle in Japan kann unter anderem durch ein weltweites Netz von etwa 80 Messstationen verfolgt werden. Das Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) betreibt auf dem Schauinsland in Freiburg die Messstation für Mitteleuropa in einem internationalen Netzwerk unter Regie der UN. Durch diese internationale Vernetzung kann verfolgt und prognostiziert werden, wohin sich die freigesetzte Radioaktivität bewegt, lange bevor sie bei uns in Deutschland eintrifft.

Das BfS betreibt darüberhinaus in Deutschland ein umfassendes Messnetz mit etwa 1.800 Messsonden. Die Bürgerinnen und Bürger können online die Messwerte der Messsonden abrufen.

Das BfS unterhält somit ein Frühwarnsystem für Radioaktivität in Deutschland, das kontinuierlich mit hochempfindlichen Systemen die Radioaktivität in der Luft überwacht. Die in Freiburg installierten automatischen Messsysteme können geringste Konzentrationen schwebstoffgebundener Radioaktivität nachweisen sowie radioaktive Edelgase. Die Daten werden über Satellitenverbindung alle zwei Stunden an das internationale Datenzentrum der UN geschickt.

Messwerte für Nordhausen

Messwerte für Bleicherode
Autor: nnz

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Kommentare
Iffland
17.03.2011, 15:57 Uhr
Um was zu ändern muss nicht Deutschland, sondern ganz Europa umdenken.
Ob die Giftwolke von Japan bis hierher zieht ist eher unwahrscheinlich. Auch der ganze Trubel um die deutschen Atomkraftwerke, welche wohl mit die sichersten sein dürften, ist reine Panikmache von der einen politischen Seite und Grund die deutsche Bevölkerung am ÖKOSTROM höher finanziell zu beteiligen für die andere politische Seite. Aber hier muß man in Europa die Lösungen finden.

216 Atomkraftwerke gibt es in Europa. Also auch unsere Nachbarn sind gefragt. So hat Frankreich 19 AKW mit 58 Reaktoren und ist somit der größte AKW Betreiber in Europa und der Zweitgrößte auf der Welt nach den USA. Nur in Deutschland jetzt allein den Druck auf die Bundesregierung zu erhöhen und möglichst alle AKW abzuschalten ist von heute auf morgen nicht möglich. Wenn dadurch morgen die kw/h statt 20 auf einmal 40 cent kostet, werden wohl mehr Bürger auf die Straße gehen um die AKW weiter zu betreiben, als die, welche sie abschalten wollen.

Bisher haben Italien und Polen keine AKW, aber gerade Polen will erst jetzt ein neues AKW bauen, trotz des Vorfalles in Japan. Eins muss allen klar sein, nur weil Deutschland seine AKW runter fährt, ist die Gefahr längst nicht gebannt, sondern nur ein Grund gegeben, dem Endverbraucher auf Kosten des "Ökostrom" noch mehr Geld aus der Tasche zu ziehen.

Wenn es dann in Belgien, Frankreich, Slowakei oder Polen zu einem Zwischenfall kommt, sind wir ALLE betroffen. Fakt ist, die Atomkraftwerke haben keine Zukunft und müssen runter gefahren werden und durch sinnvolle Alternativen ersetzt werden. Aber das gilt für ganz Europa!
Eckenblitz
17.03.2011, 16:19 Uhr
Glaubhaft?
Glaubt wirklich jemand daran, dass wir im KRITISCHEN Fall die genauen Zahlen bekommen? Die Regierung tut sich doch schon schwer die richtigen Arbeitslosenzahlen bekannt zu geben.

Die Angst vor dem eigenen Volk ist zu groß, daher werden wir mit falschen Zahlen gefüttert, bis die ersten Menschen erkranken. Stellen sie sich vor, wenn man in Nordhausen erhöhte Werte hätte, was da abgeht?

Politiker würden sie keine mehr sehen, sie sind die ersten die verschwinden.
I.H.
17.03.2011, 18:39 Uhr
Och menno,
da kommt mal ne halbwegs interessante Diskussion und Betrachtung über Kernenergie und dann wird hier wieder über Arbeitslose, Politiker, Regierung und sonstewas rumgeschnackt. Iffland hat vollkommen recht, das Ding muss man Europäisch betrachten und lösen. Unsichere Kernkraftwerke in Tschechien brauch keiner. Und wenn der Saft aus der Dose 3 Cent mehr kostet, hat sich's aus geengelchet, nech Engelchen?!

Wir brauchen fürs Erste einen Energiemix, wir haben zwar schon einen, der muss aber zu Gunsten der "sauberen" Energien (so richtig sauber is keine, muss man abwägen) verbessert werden. Die Ausstiegskriterien sind doch gegeben, 2020 könnte der Atommist bei uns komplett abgestellt werden, wenn wir Bürger drauf aufpassen, dass die das auch so machen, wie wir das wollen. Kostet natürlich ein paar Cent. Engelchens Ponyhof gibts leider nich zum Nulltarif.

tschüssi - Jupp
Iffland
18.03.2011, 18:43 Uhr
Wie schaltet man ein AKW ab? Leider nicht mit dem Roten Knopf!
Will man die Produktion eines AKW stoppen muss man zunächst die Kernspaltung stoppen. Um die Kettenreaktion zu stoppen, werden Kontrollstäbe zwischen die Brennstäbe geschoben, die jene Neutronen einfangen, welche die Uran-Spaltung auslösen. Das funktioniert entweder elektrisch oder hydraulisch. Nun gehts an die Brennstäbe!

Doch auch, wenn die Kettenreaktion zur Energieerzeugung in einem Kraftwerk in Sekunden unterbrochen werden kann, wird weiterhin Wärme produziert. Die Brennstäbe bleiben auch in einem heruntergefahrenen Kraftwerk noch sehr heiß und müssen ein bis FÜNF Jahre in einem Abklingbecken außerhalb des Reaktors gekühlt werden. Das bedeutet also auch, dass über Nacht nicht alle Angestellten eines AKW arbeitslos werden.

Selbst der Rückbau eines Kraftwerkes kann bis zu 20 Jahren dauern und gut 200 Milliarden kosten, ehe an gleicher Stelle wieder Kühe grasen können.
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