eic kyf msh nnz uhz tv nt
Anzeige symplr (4)
Mi, 07:08 Uhr
16.03.2011

Beim Nachbarn: Industrie stärken

In Nordhausen freut man sich, dass im Industriegebiet in der Goldenen Aue irgendwann mal mit den Erschließungsarbeiten begonnen werden könnte. Schließlich ist das Fördergeld per Bescheid Anfang des Jahres eingetroffen. Aber auch im benachbarten Sachsen-Anhalt ist man nicht untätig...


"Die Zukunft der Region Mansfeld-Südharz liegt in der Stärkung der Industrielandschaft. Mit dem geplanten Industriepark bei Sangerhausen stellen wir die Weichen, um die Chancen der überproportional von Arbeitslosigkeit und Abwanderung betroffenen Region im internationalen Wettbewerb um große
Industrieansiedlungen maßgeblich zu erhöhen. Wir wissen, dass die ganze Region auf das am künftigen Autobahnknoten von A38 und A71 gelegene Industriegebiet wartet. Deshalb stellen wir uns als Land mit voller Kraft hinter das Vorhaben." Dies sagte Wirtschaftsminister Dr. Reiner Haseloff während eines heutigen Pressegesprächs in Sangerhausen zur geplanten Erschließung des Industrieparks "Südharz".

Dies unterstrich auch der Staatssekretär im Ministerium für Landesentwicklung und Verkehr, André Schröder: "Trotz guter Verkehrsanbindung und des Zugangs zu qualifizierten Fachkräften kam die Region Mansfeld-Südharz gerade bei größeren Investitionen bislang zu kurz. Dies wollen wir ändern und haben Sangerhausen deshalb im Landesentwicklungsplan als einen von landesweit sechs Vorrangstandorten mit übergeordneter strategischer Bedeutung für neue Industrieansiedlungen festgelegt."

Der Oberbürgermeister der Stadt Sangerhausen, Ralf Poschmann, ergänzte aus Sicht der Stadt: "Der Industriepark Südharz ist die große Chance für unsere Region. Die Stadt Sangerhausen setzt alles daran, die vorbereitenden Maßnahmen, die noch in diesem Jahr realisiert werden sollen, voranzutreiben. Inzwischen ist der Industriepark Südharz in den Flächennutzungsplan der Stadt Sangerhausen und im Regionalen Entwicklungskonzept der Planungsregion Harz festgeschrieben. Für mich ist der Industriepark Wegweiser in die Zukunft."

Haseloff betonte gleichzeitig: "Aufgrund der historisch bedingten kleinteiligeren Wirtschaftsstruktur in unserem Land haben wir in Teilbereichen nach wie vor eine noch zu geringe Exportorientierung und Forschungsintensität. Deshalb brauchen wir noch mehr große Unternehmen und deren Wirtschaftskraft. Umso wichtiger sind große, attraktive und sofort verfügbare Ansiedlungsflächen an logistisch exzellent gelegenen Standorten, um im internationalen Standortwettbewerb um große Investoren nicht den Kürzeren zu ziehen. Ich bin froh, dass wir als Landesregierung die Entwicklung dieser großflächigen Premium-Standorte in Sachsen-Anhalt gemeinsam auf den Weg gebracht haben."

Hintergrund:

Der Stadtrat Sangerhausen hatte am vergangenen Donnerstag den Startschuss für die Entwicklung des perspektivisch insgesamt 260 ha großen Industrieparks "Südharz" gegeben. In einem ersten Schritt wurde der Beschluss zur Aufstellung eines Bebauungsplanes für eine rund 150 ha große Fläche gefasst. Die Kosten für die Erschließung dieser Fläche werden auf rund 28,5 Millionen veranschlagt. Das Land Sachsen-Anhalt ist bereit, die Flächenentwicklungen mit
Infrastrukturfördermitteln aus der Gemeinschaftsaufgabe "Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur" (GRW) mit bis zu 90 Prozent der förderfähigen Kosten zu unterstützen. Eine entsprechende Bestätigung übergab Minister Haseloff gestern an Oberbürgermeister Poschmann.
Autor: nnz

Anzeige symplr (6)
Kommentare
Paulinchen
16.03.2011, 15:19 Uhr
Kann es sein, dass Sachsen-Anhalt wieder die Nase vorn hat?
So ganz schwach kann ich mich noch erinnern, als es um den Bau der Bundesautobahn A 38 ging. Unsere Nachbarn haben sehr heftig und lange gegen den Verlauf der BAB 38 diskutiert. Auch ließen sie sich Zeit mit dem Baubeginn, doch haben letztlich wir "Südranharzer" den Wettlauf klar verloren.

Die BAB war im Bereich Sachsen-Anhalt früher befahrbar. Mal sehen, wer diesmal die Nase vorn hat. Ziehe ich die "regen" Bautätigkeiten auf den Baustellen der einstigen Polizei, Nordquellbrauerei am Hagen und im Bereich der Bäcker-/Gumpertstraße im Stadtzentrum in Betracht, so könnten wir erneut das Nachsehen haben. Fehlen uns vielleicht doch so richtige Fachleute, welche von Bauplanung, Finanzierung und Bauausführung Ahnung haben? Fragt Paulinchen.

PS: Nicht Jeder, der mal ein Fachbuch gelesen hat, ist gleich ein Fachmann!
Kommentare sind zu diesem Artikel nicht mehr möglich.
Es gibt kein Recht auf Veröffentlichung.
Beachten Sie, dass die Redaktion unpassende, inhaltlose oder beleidigende Kommentare entfernen kann und wird.
Anzeige symplr (9)
Anzeige symplr (8)