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Do, 12:04 Uhr
01.02.2001

E-Mails der Schulen könnten eingesehen werden

Nordhausen (nnz). Wie der Elternsprecher der Grundschule "Käthe-Kollwitz", Volker Theuerkauf, informiert, landet der elektronische Schriftverkehr fast aller Nordhäuser Grund- und Regelschulen zentral auf einem Internetcomputer der Stadt Nordhausen. Als Beweis führt Theuerkauf die E-Mail-Adresse "seiner Schule" an. Die Adresse hat das Muster "grundschule.kollwitz@stadt-ndh.de". Darüber hinaus sind ihm die Adressen der anderen Schulen bekannt.
Der letzte Teil der Adresse (Domain) bezeichnet dabei den jeweiligen Computer (Server) im Internet, vorliegend als www.stadt-ndh.de zu erreichen. Zugehörige E-Mail Postfächer können nach dem Muster irgendeinschulname@stadt-ndh.de, auf diesem Computer von städtischen Angestellten (Administratoren) eingerichtet und zur Verfügung gestellt werden. Die Domain www.stadt-ndh.de ist bei der DENIC e.G. auf einen Mitarbeiter bei der Stadtverwaltung Nordhausen registriert. Nach Theuerkaufs Informationen handelt es sich dabei um einen befristet eingestellten Mitarbeiter in einer Arbeitsbeschaffungsmaßnahme, welcher die Rechte an der Adresse beim evtl. Ausscheiden aus der Maßnahme nach der Art der Registrierung als Person mitnehmen kann. Demnach liegen sämtlich Zugriffsrechte auf die Postfächer bei der Stadtverwaltung Nordhausen und des Administrators.
Jedes individuelle E-Mail-Postfach einer angeschlossenen Schule, wird damit für die Schul- und Stadtverwaltung transparent und frei zugänglich, jeder elektronische Brief einsehbar. Querinformationen von und für Schulen, die nicht für den Schulträger bestimmt sind eben auch. Er könne sich nicht vorstellen, daß diese Regelung die Zustimmung der einzelnen Schulleiter finde und gehe von deren Unwissenheit über die Zusammenhänge aus. Für Theuerkauf sei das ein gravierender Eingriff in gesetzlich festgelegte Selbstbestimmungsrechte der Schulen und deren Selbständigkeit und erinnere an alte Zustände. Inwieweit das Post- und Fernmeldegeheimnis verletzt werde, sei noch zu prüfen. Es werde dringend erforderlich, die Lehrer und Schulleiter dahingehen zu schulen und zu sensibilisieren.
Wie bei allen neuen Technologien ergeben sich hier Chancen als auch Risiken. Volker Theuerkauf werde in Fragen der Behandlung von Problemen zum Schulträger zumindest keine E-Mail an seine Schulleiterin versenden. Im übrigen habe die KKS im Rahmen einer bundesweiten Aktion mit der Deutschen Telekom einen ISDN-Anschluß und einen Internetzugang mit eigener E-Mail-Adresse bekommen. Die E-Mail Adresse lautet kksndh@t-online.de. Diese könne niemand einsehen außer der Schulleiterin selbst oder deren Beauftragte und vielleicht noch die Experten der Deutschen Telekom, diese sei aber kein Schulträger.
Autor: psg

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