Do, 14:54 Uhr
15.05.2003
Herzberger Verlagshaus betrogen
Nordhausen/Herzberg (nnz). In einem Druck- und Verlagshaus in Herzberg soll es nach nnz-Informationen zu Betrügereien im großen Stil gekommen sein. Die Staatsanwaltschaft ermittelt gegen einen früheren Geschäftsführer.
Der Beschuldigte soll durch Betrügereien dem Unternehmen einen Schaden in Millionenhöhe zugefügt haben. Nach den Ermittlungen der Staatsanwaltschaft habe der Ex-Geschäftsführer offenbar jahrelang in großen Mengen Papier zu überhöhten Preisen eingekauft und dafür Provisionen kassiert. Mitte der 90er Jahre soll er begonnen haben, ein Geflecht von Briefkasten- und Scheinfirmen für verdeckte Preisabsprachen zu nutzen.
Das Ergebnis: Die Druckerei und der Verlag in Herzberg haben vermutlich jahrelang weit überhöhte Preise für Papier gezahlt. Die Staatsanwaltschaft führt denn auch ein Beispiel an: Für eine Papierlieferung, die vom Marktwert her etwa 300.000 Euro gekostet haben soll, seien rund 700.000 Euro gezahlt worden. Ob diese überhöhten Preise schließlich auch an die Kunden des Hauses weitergegeben wurden, konnte bislang nicht eindeutig geklärt werden, gilt jedoch in Branchenkreisen als ziemlich sicher.
Autor: nnzDer Beschuldigte soll durch Betrügereien dem Unternehmen einen Schaden in Millionenhöhe zugefügt haben. Nach den Ermittlungen der Staatsanwaltschaft habe der Ex-Geschäftsführer offenbar jahrelang in großen Mengen Papier zu überhöhten Preisen eingekauft und dafür Provisionen kassiert. Mitte der 90er Jahre soll er begonnen haben, ein Geflecht von Briefkasten- und Scheinfirmen für verdeckte Preisabsprachen zu nutzen.
Das Ergebnis: Die Druckerei und der Verlag in Herzberg haben vermutlich jahrelang weit überhöhte Preise für Papier gezahlt. Die Staatsanwaltschaft führt denn auch ein Beispiel an: Für eine Papierlieferung, die vom Marktwert her etwa 300.000 Euro gekostet haben soll, seien rund 700.000 Euro gezahlt worden. Ob diese überhöhten Preise schließlich auch an die Kunden des Hauses weitergegeben wurden, konnte bislang nicht eindeutig geklärt werden, gilt jedoch in Branchenkreisen als ziemlich sicher.


