Di, 11:52 Uhr
06.05.2003
Romanische Baukunst wird erfaßt
Münchenlohra/Nordhausen (nnz). Mit Zeugen romanischer Architektur kann der Landkreis Nordhausen nur mit relativ wenigen Beispielen aufwarten. Zu den augenfälligsten von ihnen zählt zweifellos die romanische Pfeilerbasilika St. Gangolf in Münchenlohra. Wie ein Fanal erhebt sie sich weithin sichtbar aus der Landschaft. Gebaut wurde sie in romanischer Kreuzform und war einst Bestandteil eines Frauenklosters.
Ganz in der Nähe und im entstehungsgeschichtlichen Zusammenhang mit Münchenlohra entstand auch im 11. Jh. die einst vollständige Burganlage Amt oder Burg Lohra. Aus dieser Zeit erhalten blieb die burgeigene Doppelkapelle. Der untere Teil dieser Kapelle zeigt mit seiner Säulenanordnung und Ausstattung eine bemerkenswerte klare Romanik. Jeweils im 12. Jh., der Zeit der Romanik, sind auch die Burg Hohenstein bei Neustadt und die Ebersburg bei Herrmannsacker entstanden. Beide sind längst Ruinen, wobei die Burgruine Hohenstein als eine der besterhaltensten Burgruinen des Harzes gilt.
Wenn Ansiedlungen entstanden oder gegründet wurden, erbauten sich die Menschen als erstes ihre Kult- und Kommunikationsstätte. Der Sage nach soll der Christianisierer unserer Gegend – Winfried Bonifatius - bei einigen Kirchenbauten mitgewirkt haben. In all unseren alt gegründeten Orten gab es romanische Kirchen aus dem 10. – 13. Jh. Davon ist heute nicht mehr viel zu bemerken, da fast ausschließlich jeweils neue Kirchen, Nachfolgebauten, aus den alten entstanden sind. Kenner entdecken aber im zum Teil erhaltengebliebenen Mauerresten romanische Architekturteile, wie zugemauerte oder auch noch offene Rundbögen, Zwillingsfenster und Okulis.
Zu den ältesten Kirchen des Landkreises gehören die Frauenbergkirche in Ellrich und die Wegekappelle in Elende. Auch die beiden Dorfkirchen in Hain und Wernrode haben sich die spätromanischen Altarräume und die geduckten Triumpfbögen bewahrt. Zeugen der romanischen Vorgängerbauten sind auch die bei einigen Kirchen erhalten gebliebenen alten schlichten aber wertvollen steinernen Taufbecken.
Zukünftig ist eine aktuelle kunsthistorische Untersuchung und Erfassung aller unserer Kirchen im Landkreis vorgesehen. Sie wird letztlich umfangreiche Aufschlüsse über die Historie der Kirchen und damit auch der Orte erbringen können.
Autor: nnz
Ganz in der Nähe und im entstehungsgeschichtlichen Zusammenhang mit Münchenlohra entstand auch im 11. Jh. die einst vollständige Burganlage Amt oder Burg Lohra. Aus dieser Zeit erhalten blieb die burgeigene Doppelkapelle. Der untere Teil dieser Kapelle zeigt mit seiner Säulenanordnung und Ausstattung eine bemerkenswerte klare Romanik. Jeweils im 12. Jh., der Zeit der Romanik, sind auch die Burg Hohenstein bei Neustadt und die Ebersburg bei Herrmannsacker entstanden. Beide sind längst Ruinen, wobei die Burgruine Hohenstein als eine der besterhaltensten Burgruinen des Harzes gilt.Wenn Ansiedlungen entstanden oder gegründet wurden, erbauten sich die Menschen als erstes ihre Kult- und Kommunikationsstätte. Der Sage nach soll der Christianisierer unserer Gegend – Winfried Bonifatius - bei einigen Kirchenbauten mitgewirkt haben. In all unseren alt gegründeten Orten gab es romanische Kirchen aus dem 10. – 13. Jh. Davon ist heute nicht mehr viel zu bemerken, da fast ausschließlich jeweils neue Kirchen, Nachfolgebauten, aus den alten entstanden sind. Kenner entdecken aber im zum Teil erhaltengebliebenen Mauerresten romanische Architekturteile, wie zugemauerte oder auch noch offene Rundbögen, Zwillingsfenster und Okulis.
Zu den ältesten Kirchen des Landkreises gehören die Frauenbergkirche in Ellrich und die Wegekappelle in Elende. Auch die beiden Dorfkirchen in Hain und Wernrode haben sich die spätromanischen Altarräume und die geduckten Triumpfbögen bewahrt. Zeugen der romanischen Vorgängerbauten sind auch die bei einigen Kirchen erhalten gebliebenen alten schlichten aber wertvollen steinernen Taufbecken.
Zukünftig ist eine aktuelle kunsthistorische Untersuchung und Erfassung aller unserer Kirchen im Landkreis vorgesehen. Sie wird letztlich umfangreiche Aufschlüsse über die Historie der Kirchen und damit auch der Orte erbringen können.


