Mo, 13:14 Uhr
05.05.2003
Sportsgeist im Kreistag
Nordhausen (nnz). Der Nordhäuser Kreistag will morgen den Haushalt der Kreisverwaltung beschließen. Aber auch das Thema Olympia 2012 soll eine Rolle spielen. Einen entsprechend "sportlichen Beschluß" will die SPD-Fraktion einbringen.
Im Nordhäuser Stadtrat ging es bereits vor Jahren einmal sportlich bei einer Abstimmung zu. Nach mehreren Versuchen mit dem Heben der Hände wurde durch Aufstehen und Hinsetzen abgestimmt und dann ausgezählt. Soweit soll es im Kreistag nicht kommen. Dafür soll die Nordthüringer Region in die Vorbereitung Leipzigs auf Olympia 2012 eingebunden werden. Und so haben es die Genossen formuliert:
"Der Landrat des Landkreises Nordhausen wird aufgeordert, bei der Thüringer Landesregierung für ein größeres Engagement zur Unterstützung der Bewerbung von Leipzig als Austragungsort der Olympischen Spiele 2012 zu werben. Ziel dieses Engagement soll es zudem sein, dass die Region Nordthüringen mit in das Konzept eingeschlossen wird."
In der deutschen Vorauswahl hat sich Leipzig als Austragungsort der Spiele 2012 durchgesetzt. Offenbar spielte bei dieser Entscheidung die gute Anbindung der Stadt Leipzig mit den anderen Regionen Deutschlands eine besondere Rolle. Künftig wird die Region Nordthüringen mit der A 38 direkt mit der Stadt Leipzig verbunden sein. Die Fahrzeit zwischen Leipzig und Nordhausen wird sich damit auf eine Stunde verkürzen. Die Anbindung über die Schiene ist durch den Ausbau der Eisenbahnstrecke Halle-Kassel als Projekt "Deutsche Einheit" technisch bestens optimiert wurden.
Durch eine verbesserte Belegung der Strecke mit schnellen Fernzügen ließen sich auch auf der Schiene noch weitere Fahrzeitenoptimierungen durchführen. Die Region Nordhausen scheint also sowohl über die Straße, wie auch durch die Schiene, künftig bestens mit der Region Leipzig verbunden zu sein.
Damit gehört unsere Region zu dem attraktiven Umfeld des geplanten Olympiaaustragungsortes Leipzig. Die Thüringer Landesregierung sollte daher für die Region Nordthüringen, wie auch für den Raum Ostthüringen, ein entsprechendes Konzept auflegen, um die beiden Regionen in das Olympiakonzept 2012 mit einzubinden. Die anderen Bundesländer wie Sachsen-Anhalt und Brandenburg haben bereits ihr Interesse an der Partizipation bzw. der Beteiligung an der Austragung der Olympiade 2012 bekundet.
Thüringen sollte ebenfalls mit der Sächsischen Landesregierung entsprechende Gespräche aufnehmen, um seine Bereitschaft zur Unterstützung und Beteiligung an der Olympiade zu erklären. Aus Sicht des außenstehenden Betrachters erscheint die Realisierung der Spiele 2012 allein durch die Unterstützung durch das Land Sachsen finanziell nur schwer leistbar.
Vielleicht ergibt sich deshalb schon aus diesem Grund eine Bereitschaft, die angrenzenden Regionen anderer Bundesländer mit in die Olympiakonzeption aufzunehmen. Für die internationale Bewerbung wird die bestehende Konzeption der Stadt Leipzig in jedem Fall neu überarbeitet werden müssen, sind sich die Genossen sicher.
Autor: nnzIm Nordhäuser Stadtrat ging es bereits vor Jahren einmal sportlich bei einer Abstimmung zu. Nach mehreren Versuchen mit dem Heben der Hände wurde durch Aufstehen und Hinsetzen abgestimmt und dann ausgezählt. Soweit soll es im Kreistag nicht kommen. Dafür soll die Nordthüringer Region in die Vorbereitung Leipzigs auf Olympia 2012 eingebunden werden. Und so haben es die Genossen formuliert:
"Der Landrat des Landkreises Nordhausen wird aufgeordert, bei der Thüringer Landesregierung für ein größeres Engagement zur Unterstützung der Bewerbung von Leipzig als Austragungsort der Olympischen Spiele 2012 zu werben. Ziel dieses Engagement soll es zudem sein, dass die Region Nordthüringen mit in das Konzept eingeschlossen wird."
In der deutschen Vorauswahl hat sich Leipzig als Austragungsort der Spiele 2012 durchgesetzt. Offenbar spielte bei dieser Entscheidung die gute Anbindung der Stadt Leipzig mit den anderen Regionen Deutschlands eine besondere Rolle. Künftig wird die Region Nordthüringen mit der A 38 direkt mit der Stadt Leipzig verbunden sein. Die Fahrzeit zwischen Leipzig und Nordhausen wird sich damit auf eine Stunde verkürzen. Die Anbindung über die Schiene ist durch den Ausbau der Eisenbahnstrecke Halle-Kassel als Projekt "Deutsche Einheit" technisch bestens optimiert wurden.
Durch eine verbesserte Belegung der Strecke mit schnellen Fernzügen ließen sich auch auf der Schiene noch weitere Fahrzeitenoptimierungen durchführen. Die Region Nordhausen scheint also sowohl über die Straße, wie auch durch die Schiene, künftig bestens mit der Region Leipzig verbunden zu sein.
Damit gehört unsere Region zu dem attraktiven Umfeld des geplanten Olympiaaustragungsortes Leipzig. Die Thüringer Landesregierung sollte daher für die Region Nordthüringen, wie auch für den Raum Ostthüringen, ein entsprechendes Konzept auflegen, um die beiden Regionen in das Olympiakonzept 2012 mit einzubinden. Die anderen Bundesländer wie Sachsen-Anhalt und Brandenburg haben bereits ihr Interesse an der Partizipation bzw. der Beteiligung an der Austragung der Olympiade 2012 bekundet.
Thüringen sollte ebenfalls mit der Sächsischen Landesregierung entsprechende Gespräche aufnehmen, um seine Bereitschaft zur Unterstützung und Beteiligung an der Olympiade zu erklären. Aus Sicht des außenstehenden Betrachters erscheint die Realisierung der Spiele 2012 allein durch die Unterstützung durch das Land Sachsen finanziell nur schwer leistbar.
Vielleicht ergibt sich deshalb schon aus diesem Grund eine Bereitschaft, die angrenzenden Regionen anderer Bundesländer mit in die Olympiakonzeption aufzunehmen. Für die internationale Bewerbung wird die bestehende Konzeption der Stadt Leipzig in jedem Fall neu überarbeitet werden müssen, sind sich die Genossen sicher.


