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Sa, 18:07 Uhr
03.05.2003

Synode tagte zum letzten Mal

Nordhausen (nnz). Zum letzten Mal in ihrer fünfjährigen Legislaturperiode tagte heute die Synode des Evangelischen Kirchenkreises Südharz in den Räumen der Nordthüringer Lebenshilfe. Was da diskutiert, beraten und beschlossen wurde, das hat die nnz erfahren.


Die zukünftige Entwicklung der örtlichen Kirchengemeinden stand im Mittelpunkt der Beratungen. Neben vielen Kirchen - internen Problemen, wie z.B. die Stellenplanung im Kirchenkreis beschäftigte sich die Synode auch mit der Situation von Menschen mit „ungesichertem Aufenthaltsstatus“, die im Landkreis Nordhausen leben.

Ohne Gegenstimmen wurde ein Antrag angenommen, in dem die Leitung der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) aufgefordert wird, ihren Einfluss beim derzeit anstehenden Gesetzgebungsverfahren zur Zuwanderung geltend zu machen um die Situation für diese Personengruppe zu verbessern. Bereits seit vielen Jahren leben in unserem Landkreis solche Familien und Einzelpersonen. Ihr Asylbegehren wurde abgelehnt. In ihre Heimat können sie häufig nicht zurück, weil sie auf Grund der dortigen Verhältnisse berechtigte Ängste haben. Viele dieser Familien sind auf Grund ihres langen Aufenthalts in Deutschland sozial gut integriert. Sie sprechen die deutsche Sprache und ihre oft schon in Deutschland geborenen Kinder gehen auf öffentliche Schulen. Den Eltern ist es jedoch gesetzlich verwehrt, eine Arbeit aufzunehmen. Das verhindert eine gleichberechtigte Teilhabe am gesellschaftlichen Leben. Die Familien leiden unter der Abhängigkeit von Sozialleistungen und unter der ständigen Angst vor der Abschiebung.

Die Synode ist das höchste Gremium des Kirchenkreises. Zum Evangelischen Kirchenkreis Südharz gehören etwa 30 000 evangelische Christen. Er umfasst den Landkreis Nordhausen und darüber hinaus Teile des Landkreises Eichsfeld. Die Mitglieder der Synode werden durch die die Leitungsgremien der örtlichen Kirchengemeinden (Gemeinde - Kirchen - Räte) bestimmt. Im gesamten Kirchenkreis finden derzeit Neuwahlen der Gemeindekirchenräte statt. In Folge dessen wird die neue Synode erst wieder im Herbst zusammen treten.

Für ihr Engagement gewürdigt wurden die Mitglieder des derzeitigen Präsidiums der Synode Petra Gunst aus Nordhausen, Dr. Christoph Maletz aus Bleicherode und Elke Wittor aus Rehungen.
Autor: nnz

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