So, 11:04 Uhr
13.04.2003
Irritationen ausgeräumt?
Nordhausen (nnz). Vorgestern ist in der KZ-Gedenkstätte Mittelbau-Dora dem 58. Jahrestag der Befreiung des ehemaligen KZ gedacht worden. Doch zuvor kam es zu einige unerfreulichen Irritationen...
Hintergund dieser temporären Befindlichkeiten war der Bau bzw. Ausbau eines Wohnhauses in der Nähe der Gedenkstätte. Für diese Peinlichkeit hatte die Leitung der Gedenkstätte die Stadt Nordhausen verantwortlich gemacht. Zu bemerken ist, dass auch für das Areal des Kohnsteins bei Nordhausen das Baugesetzbuch gilt. Und so sei ein Bauantrag eben nach diesen Gesetzlichkeiten zu bearbeiten. Dazu gehört die Anhörung sämtlicher Träger öffentlicher Belange. Zu diesen Trägern gehört auch der Landkreis Nordhausen, der zum Zeitpunkt der Antragstellung noch Eigentümer der Nachbargrundstücke und Träger der Gedenkstätte war. Nach Informationen aus der Stadtverwaltung hatte ebengenau dieser Träger öffentlicher Belange keine Einwände vorgebracht.
Und nur das Vorhandensein einer KZ-Gedenkstätte in der Nähe des Wohngrundstückes ist nun mal kein Versagungsgrund für den Bauantrag. Oberbürgermeisterin Barbara Rinke (SPD) hatte diesen Umstand und das Verfahren in der vergangenen Woche dem Beirat ehemaliger Häftlinge deutlich gemacht. Bei dem Treffen am Donnerstag habe sich gezeigt, dass Kommunikationsprobleme zwischen dem Landkreis und der Gedenkstätte selbst bestanden hatten, heißt es in einer Pressemitteilung der Stadtverwaltung.
Vermutlich, so ist aus politischen Kreisen in Nordhausen zu hören, reagiert die Gedenkstättenleitung in jüngster Zeit zu sensibel auf all das, was rund um den Kohnstein passiert. Lesen die Nordhäuser die kürzlichen Veröffentlichungen und entsprechende Zitate, dann schütteln sie mit dem Kopf. Das vor allem bei erforschten Zusammenhängen zwischen dem damaligen KZ und der Stadt Nordhausen. Für die Nordhäuser ist der Kohnstein sicher der einstige Ort des Schreckens. Der Kohnstein ist aber viel mehr. Dort haben nach dem Krieg Kinder gespielt und getollt, dort spazierten und spazieren Familien, dort genießen die Menschen Natur. Ein im Stadtrat eingebrachtes Konzept beschäftigt sich seit einigen Monaten mit der touristischen Erschließung des Areals rund um den Kohnstein. Sind das etwa alles Irritationen?
Autor: nnzHintergund dieser temporären Befindlichkeiten war der Bau bzw. Ausbau eines Wohnhauses in der Nähe der Gedenkstätte. Für diese Peinlichkeit hatte die Leitung der Gedenkstätte die Stadt Nordhausen verantwortlich gemacht. Zu bemerken ist, dass auch für das Areal des Kohnsteins bei Nordhausen das Baugesetzbuch gilt. Und so sei ein Bauantrag eben nach diesen Gesetzlichkeiten zu bearbeiten. Dazu gehört die Anhörung sämtlicher Träger öffentlicher Belange. Zu diesen Trägern gehört auch der Landkreis Nordhausen, der zum Zeitpunkt der Antragstellung noch Eigentümer der Nachbargrundstücke und Träger der Gedenkstätte war. Nach Informationen aus der Stadtverwaltung hatte ebengenau dieser Träger öffentlicher Belange keine Einwände vorgebracht.
Und nur das Vorhandensein einer KZ-Gedenkstätte in der Nähe des Wohngrundstückes ist nun mal kein Versagungsgrund für den Bauantrag. Oberbürgermeisterin Barbara Rinke (SPD) hatte diesen Umstand und das Verfahren in der vergangenen Woche dem Beirat ehemaliger Häftlinge deutlich gemacht. Bei dem Treffen am Donnerstag habe sich gezeigt, dass Kommunikationsprobleme zwischen dem Landkreis und der Gedenkstätte selbst bestanden hatten, heißt es in einer Pressemitteilung der Stadtverwaltung.
Vermutlich, so ist aus politischen Kreisen in Nordhausen zu hören, reagiert die Gedenkstättenleitung in jüngster Zeit zu sensibel auf all das, was rund um den Kohnstein passiert. Lesen die Nordhäuser die kürzlichen Veröffentlichungen und entsprechende Zitate, dann schütteln sie mit dem Kopf. Das vor allem bei erforschten Zusammenhängen zwischen dem damaligen KZ und der Stadt Nordhausen. Für die Nordhäuser ist der Kohnstein sicher der einstige Ort des Schreckens. Der Kohnstein ist aber viel mehr. Dort haben nach dem Krieg Kinder gespielt und getollt, dort spazierten und spazieren Familien, dort genießen die Menschen Natur. Ein im Stadtrat eingebrachtes Konzept beschäftigt sich seit einigen Monaten mit der touristischen Erschließung des Areals rund um den Kohnstein. Sind das etwa alles Irritationen?

