Do, 12:57 Uhr
10.04.2003
Aufsichten und Einsichten
Nordhausen (nnz). Da gibt es im Nordhäuser Landratsamt eine Kommunalaufsicht. Die beaufsichtigt die Kommunen, nicht das Landratsamt. Unter anderem wacht die Aufsicht auch darüber, dass die Mitarbeiter in den Städten und Gemeinden richtig eingestuft sind.
Und zwar so, wie es der Kommunale Arbeitgeberverband einst empfohlen hat. Damit die niederen Verwaltungen diese Empfehlung auch einhalten, gibt es die kommunale Aufsicht. Davon wissen die Bürgermeister und Verwaltungschefs ein Liedchen zu singen. Nun aber hat der Kommunale Arbeitgeberverband - in Person eines Herrn Rosenkranz – auch die Kreisverwaltung untersucht. Und der Herr Rosenkranz soll auch Empfehlungen für die Eingruppierung der kreislichen Beschäftigen abgegeben. Doch für deren Einhaltung ist die Kommunalaufsicht nicht zuständig, eher der Landrat als Verwaltungschef.
Der soll diese Sache eher locker sehen, munkelt man in den Amtsstuben von Mackenrode bis Görsbach. Warum habe man denn die SPD nicht in die Unterlagen gucken lassen? Die Bürgermeister ahnen nicht nur, sie wissen, dass es im Landratsamt viele Mitarbeiter geben soll, die höher eingruppiert sind. Macht nichts – eine Aufsicht dafür gibt es nur im fernen Weimar.
Die hat dem Landrat auch mehrfach gesagt, die Kreisumlage nicht kontinuierlich zu erhöhen. Angeblich soll die beliebte Umlage konstant bleiben, wie im Entwurf des Kreishaushaltes zu lesen sein soll. Trotzdem: Für eine Stadt wie Bleicherode sind das schlappe 90.000 Euro mehr Ausgaben – und das bei schon beschlossenem eigenen Haushalt. Ehe der Kreis wieder den Kommunen in die Kasse greift, sollte die Empfehlung des Finanzausschusses doch beachtet werden. Der hatte sich für die Streichung von 30 Stellen im Landratsamt ausgesprochen. Die Finanzpolitiker denken in die Zukunft. Wenn die Streichungen nicht in diesem Jahr ihre Wirkung zeigen, dann doch in den nächsten Jahren. Aber irgendwann sollte bitteschön mal angefangen werden. Mit dem Sparen.
In den Kreisen der Bürgermeister wird in jüngster Zeit auch immer mal wieder ungläubig mit den Köpfen geschüttelt, vor allem über offizielle Statements aus dem Landratsamt. Und da stellt sich der Landkreis Nordhausen als der Fels in der Personalkosten-Brandung dar und vergleicht sich und seine Personalausgaben zum Beispiel mit den Nachbarn im Eichsfeld. Komisch ist letztlich jedoch, dass der Landkreis Eichsfeld auch in diesem Jahr Zuführungen aus dem Verwaltungs- in den Vermögenshaushalt tätigen kann. In der Nordhäuser Kreisverwaltung können die Defizite im Verwaltungshaushalt nicht mal mehr aus den diversen Rücklagen gestopft werden. Die sind nämlich ausgesaugt und aufgebraucht. Ob das mal die kommunale Aufsicht weiß?
Autor: nnzUnd zwar so, wie es der Kommunale Arbeitgeberverband einst empfohlen hat. Damit die niederen Verwaltungen diese Empfehlung auch einhalten, gibt es die kommunale Aufsicht. Davon wissen die Bürgermeister und Verwaltungschefs ein Liedchen zu singen. Nun aber hat der Kommunale Arbeitgeberverband - in Person eines Herrn Rosenkranz – auch die Kreisverwaltung untersucht. Und der Herr Rosenkranz soll auch Empfehlungen für die Eingruppierung der kreislichen Beschäftigen abgegeben. Doch für deren Einhaltung ist die Kommunalaufsicht nicht zuständig, eher der Landrat als Verwaltungschef.
Der soll diese Sache eher locker sehen, munkelt man in den Amtsstuben von Mackenrode bis Görsbach. Warum habe man denn die SPD nicht in die Unterlagen gucken lassen? Die Bürgermeister ahnen nicht nur, sie wissen, dass es im Landratsamt viele Mitarbeiter geben soll, die höher eingruppiert sind. Macht nichts – eine Aufsicht dafür gibt es nur im fernen Weimar.
Die hat dem Landrat auch mehrfach gesagt, die Kreisumlage nicht kontinuierlich zu erhöhen. Angeblich soll die beliebte Umlage konstant bleiben, wie im Entwurf des Kreishaushaltes zu lesen sein soll. Trotzdem: Für eine Stadt wie Bleicherode sind das schlappe 90.000 Euro mehr Ausgaben – und das bei schon beschlossenem eigenen Haushalt. Ehe der Kreis wieder den Kommunen in die Kasse greift, sollte die Empfehlung des Finanzausschusses doch beachtet werden. Der hatte sich für die Streichung von 30 Stellen im Landratsamt ausgesprochen. Die Finanzpolitiker denken in die Zukunft. Wenn die Streichungen nicht in diesem Jahr ihre Wirkung zeigen, dann doch in den nächsten Jahren. Aber irgendwann sollte bitteschön mal angefangen werden. Mit dem Sparen.
In den Kreisen der Bürgermeister wird in jüngster Zeit auch immer mal wieder ungläubig mit den Köpfen geschüttelt, vor allem über offizielle Statements aus dem Landratsamt. Und da stellt sich der Landkreis Nordhausen als der Fels in der Personalkosten-Brandung dar und vergleicht sich und seine Personalausgaben zum Beispiel mit den Nachbarn im Eichsfeld. Komisch ist letztlich jedoch, dass der Landkreis Eichsfeld auch in diesem Jahr Zuführungen aus dem Verwaltungs- in den Vermögenshaushalt tätigen kann. In der Nordhäuser Kreisverwaltung können die Defizite im Verwaltungshaushalt nicht mal mehr aus den diversen Rücklagen gestopft werden. Die sind nämlich ausgesaugt und aufgebraucht. Ob das mal die kommunale Aufsicht weiß?

