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Do, 12:42 Uhr
03.04.2003

nnz-Forum: Ist ein Konsens möglich?

Nordhausen (nnz). Die Goldene Aue – ein Dauerthema, ein Streitthema. Meinungen prallen aufeinander, selten werden sie ausgetauscht. Die nnz erhielt jetzt eine Zuschrift von Gisela Hartmann.


Es ist zu begrüßen, dass die SPD in Nordhausen nach dem Besuch von Katrin Göring-Eckardt als Bundes- und Landespolitikerin auf die Grünen zugehen will. Es wäre effektiver gewesen, die grünen Politiker der Region, auch wenn sie im Stadtparlament nicht vertreten sind, in die weitreichenden Planungen für das Industriegebiet Goldene Aue von Anfang an einzubeziehen.

Die Goldene Aue ist ein konfliktbeladener Standort. Wertvolle landwirtschaftliche Böden, großflächiger Kiesabbau, Trinkwasserreservoir, Hochwasserschutzgebiet, wertvolle Kulturlandschaft, Verkehrswege von Auto- und Eisenbahn , nicht zuletzt der Natur- und Artenschutz waren und sind Grund genug für eine konzertierte Aktion. Es ist undemokratisch und im höchsten Maße einer nachhaltigen Wirtschaftsentwicklung entgegen wirkend, wenn einer qualifizierten Bürgerinitiative, Verbänden und Vereinen kein Mitspracherecht zur Entwicklung der Region eingeräumt wird. Eine politische Willensbildung der gewählten Vertreter ist legitim, aber für eine so weitreichende Veränderung der regionalen Entwicklung keinesfalls ausreichend und für eine Stadt mit einem Agenda 21- Beschluss nicht angemessen.

Der gute Wille des Planungsverbandes reicht nicht aus, um der verheerenden Arbeitsmarktsituation wirkungsvoll zu begegnen. Die strukturschwache Region Nordhausen braucht nicht nur kurz- sondern vor allem langfristige Ansiedlungen von Wirtschaftsunternehmen. Die Bereitstellung eines dringend notwendigen Industriegebietes in der Region darf keine kurzfristige Lösung werden. Die kritikwürdige Förderpolitik der Thüringer Landesregierung führt dazu, dass zahlreiche Industriebrachen liegen bleiben und die “grüne Wiese“ versiegelt wird.

Katrin Göring-Eckhardt und die umwelt- und entwicklungspolitische Sprecherin der Bündnisgrünen in Thüringen, Gisela Hartmann, werden im April einen Termin beim Wirtschaftsminister Schuster wahrnehmen. Ein Themenschwerpunkt wird die Förderpolitik in Thüringen sein, darunter das Industriegebiet Goldene Aue.

Die Bündnisgrünen setzen auf Bildungs- und Wirtschaftkompetenz. Für die Ansiedlung eines Industriegebietes der Region sollte ein überparteiliches Gremium unter Federführung der FHS Nordhausen kurzfristig einberufen werden, damit die Chancen, einen potentiellen Investor für die Region zu gewinnen, nicht durch das Festhalten an starren Positionen verspielt werden. Die Fördermittel des Landes dürfen der Region Nordhausen nicht verloren gehen!
Gisela Hartmann, Nordhausen

Anmerkung der nnz-Redaktion: Die im nnz-Forum dargestellten Äußerungen und Meinungen sind nicht unbedingt mit denen der Redaktion identisch. Für den Inhalt ist der Verfasser verantwortlich. Die Redaktion behält sich das Recht auf Kürzungen vor.
Autor: nnz

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