Do, 12:19 Uhr
03.04.2003
Gedenken, Schmerz und Trauer
Nordhausen (nnz). Es ist der 3. April. Es fallen Bomben. Menschen trauern, auch in Nordhausen. Der 3. April – ein Datum zum Nachdenken und Erinnern – in Nordhausen und in der gesamten Welt. Es war der 3. April des Jahres 1945 und es aber auch der 3. April des Jahres 2003.
Es war kalt und ungemütlich heute vor dem Nordhäuser Rathaus. Vor 58 Jahren schien an diesem 3. April die Sonne über der Rolandstadt, erinnert sich Horst Kieber. Dann verdunkelte sich der Himmel, britische Bomber warfen in zwei Angriffen ihre tödliche Last auf Nordhausen, fast 9.000 Frauen, Kinder und Männer fanden im Inferno den Tod. In diesen Tagen erinnern die Nordhäuser an das Schrecken des Krieges.
In diesem Jahr ist es anders. Zum Gedenken kommt das Grauen und Schrecken hinzu. Es ist Krieg an diesem Tag. Krieg im Irak. Immer wieder fallen Bomben, täglich werden Unschuldige in Bagdad oder Basra getötet. Es sind die schrecklichen Bilder, die per TV in unsere Wohnzimmer kommen, sie seien fast nicht mehr auszuhalten, meinte heute Vormittag Oberbürgermeisterin Barbara Rinke (SPD). Die Blumen und Kränze, die heute an der Stele vor dem Rathaus niedergelegt wurden, sollen vielleicht auch ein Zeichen in Richtung Golf sein.
Er möge – wenn nicht zu verhindern – nun schnell vorbei sein, der Krieg mit Ansage. An dieser Stele treffen sich montags Menschen, sie mahnen und beten für den Frieden. Symbolträchtiger konnte es kaum sein, wenn heute eine Gruppe von Jugendlichen Blumen niederlegte. Sie repräsentieren eine Generation, die den Schmerz und das Leid des Krieges nicht erfahren musste. Aber sie spüren ihn, er weht herüber aus dem Osten. Der Irak ist zwar weit weg, doch wir haben nur sie – diese eine Welt.
Autor: nnz
Es war kalt und ungemütlich heute vor dem Nordhäuser Rathaus. Vor 58 Jahren schien an diesem 3. April die Sonne über der Rolandstadt, erinnert sich Horst Kieber. Dann verdunkelte sich der Himmel, britische Bomber warfen in zwei Angriffen ihre tödliche Last auf Nordhausen, fast 9.000 Frauen, Kinder und Männer fanden im Inferno den Tod. In diesen Tagen erinnern die Nordhäuser an das Schrecken des Krieges.In diesem Jahr ist es anders. Zum Gedenken kommt das Grauen und Schrecken hinzu. Es ist Krieg an diesem Tag. Krieg im Irak. Immer wieder fallen Bomben, täglich werden Unschuldige in Bagdad oder Basra getötet. Es sind die schrecklichen Bilder, die per TV in unsere Wohnzimmer kommen, sie seien fast nicht mehr auszuhalten, meinte heute Vormittag Oberbürgermeisterin Barbara Rinke (SPD). Die Blumen und Kränze, die heute an der Stele vor dem Rathaus niedergelegt wurden, sollen vielleicht auch ein Zeichen in Richtung Golf sein.
Er möge – wenn nicht zu verhindern – nun schnell vorbei sein, der Krieg mit Ansage. An dieser Stele treffen sich montags Menschen, sie mahnen und beten für den Frieden. Symbolträchtiger konnte es kaum sein, wenn heute eine Gruppe von Jugendlichen Blumen niederlegte. Sie repräsentieren eine Generation, die den Schmerz und das Leid des Krieges nicht erfahren musste. Aber sie spüren ihn, er weht herüber aus dem Osten. Der Irak ist zwar weit weg, doch wir haben nur sie – diese eine Welt.

