Do, 11:58 Uhr
03.04.2003
nnz-doku: Der Arbeitsmarkt im März
Nordhausen (nnz). Das Nordhäuser Arbeitsamt hat heute die Zahlen und Quoten für den Monat März vorgestellt. Innerhalb der doku-Reihe veröffentlicht die nnz den vollständigen Arbeitsmarktbericht.
Im Monatsverlauf mussten sich nochmals über 3.800 Nordthüringer arbeitslos melden. Im Vergleich zum Februar ist damit zwar ein leichter Rückgang eingetreten, aber gegenüber den Vorjahren ist die Zahl der Arbeitslosmeldungen überdurchschnittlich hoch. Erst ab der Monatsmitte stellten Bauunternehmen nach der Wetterbesserung Arbeitskräfte wieder ein.
Die Beschäftigungsmöglichkeiten auf dem zweiten Arbeitsmarkt verblieben auf dem Niveau des Vormonats. Die Teilnehmerzahl in beruflichen Weiterbildungen betrug über 2.900 und ist um rund 150 niedriger als im Februar, aber genau so hoch wie vor einem Jahr.
Innerhalb der Landkreise hat sich die Arbeitslosenzahl in den Landkreisen Eichsfeld und Nordhausen mehr verringert als im Kyffhäuserkreis. Gegenüber dem Vorjahr verblieb die Arbeitslosigkeit im Kyffhäuserkreis aber auf gleichem Niveau, während im Landkreis Eichsfeld fast 900 Personen mehr von Arbeitslosigkeit betroffen sind und es im Landkreis Nordhausen rund 200 Arbeitslose weniger gibt.
1.320 Männer weniger arbeitslos
Ende März waren 31.415 Nordthüringer auf Jobsuche. Das waren 1.250 weniger als vor vier Wochen. Der Rückgang zum Februar ist im Vergleich zu den Vorjahren niedriger ausgefallen, dadurch hat sich der Abstand zum Vorjahr weiter erhöht. Registrierte das Arbeitsamt Ende Februar noch 415 Arbeitslose mehr als vor einem Jahr, ist der Abstand zum März des Vorjahres auf 746 angestiegen.
Die ersten saisonalen Einstellungen, besonders im Bau und vom Bau abhängigen Unternehmen, ließen die Zahl der arbeitslosen Männer von 17.564 im Februar auf 16.244 Ende März zurück gehen. Allerdings sind immer noch 836 Männer mehr von Arbeitslosigkeit betroffen als vor einem Jahr. Die Arbeitslosenquote der Männer verringerte sich um 1,8 Prozentpunkte, beträgt somit noch 21,5 Prozent.
Die Zahl der arbeitslosen Frauen ist im Vergleich zum Februar um 70 auf 15.171 angestiegen. Gegenüber dem Vorjahr gab es 90 Arbeitslose weniger, vor vier Wochen betrug der Abstand zum Vorjahr noch 543. Damit hat sich die Lage der Frauen auf dem Arbeitsmarkt von Februar zu März ungünstiger entwickelt als vor einem Jahr. Insgesamt errechnet sich die Arbeitslosenquote der Frauen im Berichtsmonat in Höhe von 22 Prozent, 0,1 Prozentpunkt höher als Ende Februar. Die Arbeitslosenquote insgesamt auf der Basis aller zivilen Erwerbspersonen hat sich von 21 Prozent Ende Februar auf 20,1 Prozent Ende März verringert.
Fast 1.700 Meldungen aus einer Beschäftigung
Im Monatsverlauf meldeten sich 3.831 Frauen und Männer in den Dienststellen des Arbeitsamtes arbeitslos. Das waren nur 138 Meldungen weniger als im Februar, vor einem Jahr gingen im März allerdings 560 Personen weniger in die Arbeitslosigkeit.
Von den Meldungen kamen 1.696 aus einer Erwerbstätigkeit, rund 280 weniger als im Vormonat, aber fast 200 mehr als im Vergleichmonat des Vorjahres. Das Baugewerbe entließ nochmals 430 Männer, fast so viele wie vor einem Jahr und rund 40 Prozent weniger als im Februar. Auch das verarbeitende Gewerbe setzte 230 Arbeitskräfte frei, gegenüber 276 vor vier Wochen.
Im Handel ist weiterhin eine Zunahme des Stellenabbaus zu erkennen, 200 Beschäftigte wurden hier entlassen, 26 mehr als im Februar und 36 mehr als vor einem Jahr. Betriebe, die Dienstleistungen für Unternehmen erbringen, bauten im März 130 Arbeitsplätze ab.
IIn dieser Wirtschaftsabteilung spiegelt sich die allgemein schwache wirtschaftliche Lage besonders wider. Im Februar wurden hier 118 Arbeitnehmer frei gesetzt, vor einem Jahr waren das nur 86. Beschäftigungen im zweiten Arbeitsmarkt endeten für 265 Personen, 164 davon waren Frauen.
Aus einer Ausbildung mündeten 447 Frauen und Männer in die Arbeitslosigkeit ein. 348 waren Teilnehmer in schulischen Ausbildungen und haben nicht unmittelbar im Anschluss einen Arbeitsplatz gefunden. Von den 99 beendeten betrieblichen und außerbetrieblichen Ausbildungen haben 42 keinen Abschluss.
Keiner Erwerbstätigkeit oder Ausbildung gingen 1.688 neu gemeldete Arbeitslose nach. Über die Hälfte dieser Personen meldeten sich nach Arbeitsunfähigkeit wieder in der Vermittlung, 140 nach Zeiten eines Meldeversäumnisses, 520 nach Erziehungs- und Pflegezeiten, wegen Wohnortwechsels oder sonstigen Gründen und 40 auf Veranlassung des Sozialhilfeträgers.
900 Arbeitsangebote aus der Wirtschaft
Die Fachkräfte der Arbeitsvermittlung akquirierten im März 891 Stellen aus der Wirtschaft, 253 mehr als im Februar. Außerdem wurden 18 Stellen für Jobs entgegen genommen und 416 Stellen aus bewilligten Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen, weitere 99 aus Strukturanpassungsmaßnahmen registriert.
Über 5.000 Abmeldungen
Im Verlauf des März konnten 5.081 Frauen und Männer sich aus der Arbeitslosigkeit abmelden, 1.647 mehr als im Februar, auch 229 mehr als im März des Vorjahres. 2.960 Abmeldungen erfolgten wegen Aufnahme einer Beschäftigung, im Vormonat waren das noch 1.523. Über die Stellenangebote des Arbeitsamtes nahmen 877 Arbeitslose eine Arbeit auf. 225 davon begannen in Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen und weitere 49 in Strukturanpassungsmaßnahmen.
603 Vermittlungen erfolgten direkt in den ersten Arbeitsmarkt. Hier hatten besonders Arbeitnehmer mit Berufen des Baugewerbes, Schlosser, Mechaniker und andere Arbeitnehmer mit Berufen des metallbe- und verarbeitenden Handwerks gute Chancen. Auch Berufskraftfahrer und Transportarbeiter wurden vor allem in vom Bau abhängigen Wirtschaftsunternehmen eingestellt. Wie in jedem Monat stellte der Handel wieder Arbeitskräfte ein, damit konnte ein Viertel der Arbeitslosmeldungen wieder ausgeglichen werden. Auf Stellen außerhalb des Tagespendelbereiches wurden 113 Personen vermittelt.
1.936 Arbeitnehmer suchten sich selbst einen Arbeitsplatz oder ihr vorheriger Arbeitgeber stellte sie wieder ein. Den Schritt in die Selbständigkeit wagten im März 104 Arbeitslose, 73 davon mit Überbrückungsgeld und 23 mit Hilfe des Existenzgründerzuschusses. 43 Schwerbehinderte konnten über Maßnahmen zur beruflichen Eingliederung in Arbeit gebracht werden.
240 Arbeitslose begannen berufliche Weiterbildungsmaßnahmen und 5 betriebliche Ausbildungen. Außerdem nehmen 56 arbeitslose Jugendliche ein Studium auf. Wegen Arbeitsunfähigkeit mussten sich 1.090 Frauen und Männer aus dem Vermittlungsgeschehen abmelden. 30 junge Männer meldeten sich wegen Wehr- und Zivildienst und 64 Personen wegen Alters- oder Erwerbsunfähigkeitsrente bei der Arbeitsvermittlung ab.
Aktive Förderleistungen zur Integration in den Arbeitsprozess
Über die direkte Förderung regulärer Beschäftigung wurden durch das Arbeitsamt Nordhausen im März 2.816 Frauen und Männer unterstützt, das waren fast genau so viele wie im Februar, aber rund 380 mehr als im gleichen Vorjahreszeitraum. Von den geförderten Personen erhielten 1.355 Eingliederungszuschüsse, 120 davon während der Einarbeitungsphase, 287 für die Einstellung besonders schwer vermittelbarer Personengruppen und 911 für die Beschäftigung älterer Arbeitnehmer.
Im März befanden sich noch 392 Personen in Strukturanpassungsmaßnahmen Ost für Wirtschaftsunternehmen und weitere 462 wurden über Beschäftigungshilfen direkt gefördert, das waren insgesamt 50 weniger als Ende Februar. Nach dem im Berichtsmonat über 100 Personen eine selbständige Tätigkeit aufnahmen, ist die Zahl der Empfänger von Überbrückungsgeld auf 434 im März angestiegen, das sind 151 mehr als vor einem Jahr. Über den neuen Existenzgründerzuschuss wurde im Februar erstmals eine Existenzgründung gefördert, Ende März ist die Zahl der Förderfälle auf 24 angestiegen. Für 134 Arbeitnehmer erhielten Ende des Berichtsmonats neu gegründete Unternehmen Unterstützung.
Beschäftigung schaffende Maßnahmen
In Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen waren am Monatsende 1.848 Frauen und Männer beschäftigt, 99 weniger als im Februar, aber 151 mehr als im gleichen Zeitraum des Vorjahres. Rund 630 der Arbeitnehmer sind in Maßnahmen des Landschafts- und Gartenbaus und 670 haben Aufgaben in sozialen Diensten übernommen.
In traditionellen Strukturanpassungsmaßnahmen hatten am Monatsende 990 Nordthüringer einen Arbeitsplatz, das sind rund 4 weniger als vor vier Wochen und rund 300 weniger als im März des Vorjahres. In Beschäftigung schaffenden Infrastrukturmaßnahmen waren im Berichtsmonat 48 Arbeitnehmer tätig, 19 mehr als im Februar.
Berufliche Weiterbildung
Mit 240 Eintritten in berufliche Weiterbildungsmaßnahmen qualifizierten sich am Monatsende 2.914 Arbeitsuchende, das sind 148 weniger als im Vormonat und so viele wie vor einem Jahr. 1.854 dieser Teilnehmer streben eine berufliche Anpassung oder Fortbildung an. 1.060 Frauen und Männer lernen mit dem Ziel, einen Abschluss in einem anerkannten Ausbildungsberuf zu erreichen. 1.480 Qualifizierungsteilnehmer sind Berufsrückkehrer und 310 waren ohne Berufsausbildung. Für sie erhöht sich nach Beendigung der Maßnahmen damit die Chance, einen neuen Arbeitsplatz zu finden.
Freie Förderung
Nach § 10 SGB III wird die berufliche Eingliederung und Ausbildung für 881 Frauen und Männer ermöglicht. Das sind 21 mehr als im Februar, aber 720 weniger als im gleichen Zeitraum des Vorjahres. Über diese Förderungsart erhalten somit 511 Existenzgründer, 39 mehr als vor vier Wochen, eine zusätzliche finanzielle Hilfe. Für 133 Jugendliche, die förderungsbedürftig sind, aber aus den üblichen Programmen keine Hilfe erhalten können, wird die berufliche Ausbildung über die Freie Förderung finanziert. Für weitere 134, vorwiegend junge Leute werden Lohnkostenzuschüsse zur betrieblichen Eingliederung gewährt, weil über die normalen Fördermöglichkeiten sonst keine Anstellung möglich wäre.
Kurzarbeit
Im Monat März zeigten 75 Unternehmen Nordthüringens für 826 Arbeitnehmer Kurzarbeit an. Damit hat sich die Kurzarbeiterzahl gegenüber dem Vormonat um 180 erhöht, gegenüber dem Vorjahr bedeutet dies aber einen Rückgang um 217. Nach wie vor ist am stärksten das Baugewerbe von Kurzarbeit betroffen, hier stieg die Zahl der kurz arbeitenden Personen von 171 im Februar auf 186 im Monat März an. Ebenfalls gestiegen gegenüber dem Vormonat ist die Zahl der von Kurzarbeit betroffenen Arbeitnehmer aus den Betrieben des metallbe- und verarbeitenden Gewerbes sowie der Rundfunk-, Fernseh- und Nachrichtentechnik. Aus diesen Wirtschaftsabteilungen arbeiteten über 300 Arbeitnehmer weniger als die tarifliche Arbeitszeit.
Die regionale Entwicklung des Arbeitsmarktes
Ende März waren in allen Regionen des Arbeitsamtsbezirkes weniger Menschen arbeitslos als Ende Februar. Im Vergleich zum Vorjahr hat sich die Arbeitslosigkeit aber nur im Landkreis Nordhausen rückläufig entwickelt. Im Landkreis Nordhausen waren am Monatsende 10.150 Frauen und Männer arbeitslos, 445 weniger als vier Wochen vorher und 209 weniger als zum gleichen Zeitpunkt des Vorjahres. Die Arbeitslosenquote bezogen auf alle zivilen Erwerbspersonen ging um 0,9 Prozentpunkte gegenüber Februar auf 20,4 Prozent Ende März zurück. Im Monatsverlauf meldeten sich 889 Personen arbeitslos, rund 120 weniger als im Vormonat und rund 70 weniger als im März des Vorjahres. Rund 500 Personen gingen vorher einer Erwerbstätigkeit nach.
Während des Monats nahmen die Arbeitsvermittler 378 Stellenangebote entgegen, das waren 104 mehr als vor vier Wochen. Demgegenüber konnten 1.334 Frauen und Männer die Arbeitslosigkeit beenden, 798 davon nahmen eine Tätigkeit auf. 315 erhielten einen Arbeitsplatz durch die Mitwirkung des Arbeitsamtes und 45 gründeten mit Unterstützung eine Firma. Auf dem zweiten Arbeitsmarkt waren am Monatsende 919 Frauen und Männer beschäftigt. In beruflichen Weiterbildungsmaßnahmen lernten 1.097 Teilnehmer.
Im Kyffhäuserkreis, mit den Geschäftsstellen Artern und Sondershausen, ist die Arbeitslosenzahl im Vergleich zum Vormonat auf 11.358 zurückgegangen. Die Arbeitslosenquote bezogen auf alle zivilen Erwerbspersonen beträgt 24, 0 Prozent und liegt damit um einen halben Prozentpunkt niedriger als im Februar, ist aber genau so hoch wie im Vorjahresmonat.
Im Bezirk der Geschäftsstelle Artern gab es Ende des Berichtsmonats 5.895 Arbeitslose, 58 weniger als vor vier Wochen, aber fast so viele wie vor einem Jahr. Die Arbeitslosenquote auf der Basis aller zivilen Erwerbspersonen ist von 25,9 Prozent Ende Februar auf 25,7 Prozent zurückgegangen. Im Monatsverlauf nahmen die Mitarbeiter des Arbeitsamtes 753 Arbeitslosmeldungen entgegen, 36 weniger als im Februar, aber 170 mehr als im März des Vorjahres. Ihre Arbeitslosigkeit konnten im Monatsverlauf 811 Frauen und Männer beenden, 389 davon mündeten in eine Erwerbstätigkeit ein. In 126 Fällen davon wirkte das Arbeitsamt aktiv mit, außerdem konnten 19 Existenzgründer gefördert werden. 244 Arbeitnehmer nahmen wieder ihre Tätigkeit bei ihrem vorherigen Arbeitgeber auf oder suchten sich selbst einen Job. 60 Arbeitslose begannen in Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen, damit arbeiteten hier am Monatsende 549 Personen. Das sind etwas weniger als im Februar, aber fast 200 mehr als vor einem Jahr. In Strukturanpassungsmaßnahmen erhielten 5 Personen einen Job, in denen am Monatsende insgesamt 114 Maßnahmeteilnehmer gefördert wurden, so viele wie vor vier Wochen und 74 weniger als vor einem Jahr. In beruflichen Weiterbildungen befanden sich 563 Frauen und Männer, über 180 davon streben einen Abschluss in einem anerkannten Ausbildungsberuf an.
In der Geschäftsstelle Sondershausen meldeten sich im Monatsverlauf 721 Personen arbeitslos, 140 mehr als im Februar und 110 mehr als im März des Vorjahres. In keiner anderen Dienststelle des Arbeitsamtes ist sonst ein Anstieg der Arbeitslosmeldungen aufgetreten. Aus der Arbeitslosigkeit konnten sich dagegen 883 Betroffene abmelden, 476 wegen Aufnahme einer Beschäftigung. In den ersten Arbeitsmarkt mündeten davon 75 Arbeitslose ein. 264 Frauen und Männer erhielten über die Vermittlungsaktivitäten einen neuen Job in der Wirtschaft und 144 Arbeitnehmer wurden wieder eingestellt bzw. suchten sich selbst einen Arbeitsplatz. Ende des Monats registrierten die Mitarbeiter der Geschäftsstelle Sondershausen 5.463 Arbeitslose, 162 weniger als vor vier Wochen und 52 mehr als vor 12 Monaten. Die Arbeitslosenquote bezogen auf alle zivilen Erwerbspersonen veränderte sich von 23,1 Prozent Ende Februar auf 22,4 Prozent Ende März. In Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen wurden Ende des Monats 248 Frauen und Männer gefördert, so viele wie im Februar und nur leicht weniger als vor einem Jahr. In Strukturanpassungsmaßnahmen ist die Beschäftigtenzahl gegenüber Februar um fast 30 auf 349 angestiegen. Im Vergleich zum Vorjahr sind das aber 86 Beschäftigte weniger. Eine berufliche Weiterbildung strebten im März noch insgesamt 565 Frauen und Männer an, 303 davon sind Berufsrückkehrer.
Im Landkreis Eichsfeld gab es Ende März 9.907 Arbeitslose, 585 weniger als vor einem Monat. Somit ist innerhalb Nordthüringens in diesem Landkreis der höchste Rückgang zum Vormonat zu verzeichnen. Im Vergleich zum Vorjahr waren aber mehr Frauen und Männer von Arbeitslosigkeit betroffen. Bereits in den letzten drei Monaten hat sich die Zahl der Arbeitslosen in der Eichsfeldregion spürbar gegenüber den Vorjahreszeiträumen erhöht. Auch im März ist der Abstand zum Vorjahr weiter angestiegen, wurden Ende Februar noch 752 Arbeitslose mehr verzeichnet, waren es Ende März 893.
Im Verlauf des Berichtsmonats ist die Arbeitslosenzahl im Bezirk der Geschäftsstelle Heiligenstadt spürbar zurückgegangen. Insgesamt suchten am Monatsende 3.278 Frauen und Männer einen Job, 248 weniger als noch vor vier Wochen. Zum Vorjahreszeitpunkt wurden allerdings in der Geschäftsstelle 271 Arbeitslose weniger registriert. Die Arbeitslosenquote bezogen auf alle zivilen Erwerbspersonen verringerte sich zum Vormonat um 1,2 Prozentpunkte und wird in Höhe von 15,1 Prozent ausgewiesen. Aus der Region mussten sich im März nochmals 489 Frauen und Männer arbeitslos melden, das waren nur 72 weniger als im Februar. Da Mitte des Monats wieder viele Arbeitnehmer mit Bauberufen bei ihrem vorherigen Arbeitgeber eingestellt wurden, konnten insgesamt bis Monatsende 737 Personen ihre Arbeitslosigkeit beenden. 107 Arbeitslose fanden durch die Aktivitäten des Arbeitsamtes einen Arbeitsplatz, 29 davon im zweiten Arbeitsmarkt. Wieder eingestellt wurden 374 Männer, die saisonbedingt arbeitslos waren. In Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen hatten am Monatsende 202 Frauen und Männer einen Arbeitsplatz, weitere 92 in Strukturanpassungsmaßnahmen. Um bessere Chancen auf dem Arbeitsmarkt zu erlangen, qualifizierten sich im März 274 Arbeitsuchende in vom Arbeitsamt geförderten Maßnahmen.
In der Geschäftsstelle Leinefelde waren Ende März 6.629 Arbeitslose gemeldet, 337 weniger als Ende Februar. Im Vergleich zum Vorjahr ist die Arbeitslosenzahl um 622 höher. Die Arbeitslosenquote verringerte sich um einen Prozentpunkt zum Vormonat auf 17,8 Prozent, vor einem Jahr errechnete sich diese Quote noch in Höhe von 16,4 Prozent. Besonders am Monatsanfang wurden in der Geschäftsstelle nochmals viele Arbeitslosmeldungen entgegen genommen. Insgesamt meldeten sich im März 979 Personen arbeitslos, das waren nur 51 weniger als im Februar. Gleichzeitig kam es aber zu 1.316 Abgängen. In eine Erwerbstätigkeit meldeten sich 769 Frauen und Männer ab. Der Rückgang der Arbeitslosenzahl resultiert vor allem durch die Arbeitsaufnahme von 277 Arbeitnehmern mit Bauberufen und 60 mit landwirtschaftlichen Berufen. Außerdem fanden viele Maschinisten und Berufskraftfahrer im Baugewerbe und in Bau abhängigen Unternehmen wieder einen Arbeitsplatz. Über 100 Arbeitsaufnahmen wurden vom Arbeitsamt vermittelt und 22 Existenzgründungen über finanzielle Leistungen des Arbeitsamtes gefördert. Auf dem zweiten Arbeitsmarkt hatten am Monatsende 365 Beschäftigte einen Job. In beruflichen Qualifizierungen befanden sich 415 Männer und Frauen.
Autor: nnzIm Monatsverlauf mussten sich nochmals über 3.800 Nordthüringer arbeitslos melden. Im Vergleich zum Februar ist damit zwar ein leichter Rückgang eingetreten, aber gegenüber den Vorjahren ist die Zahl der Arbeitslosmeldungen überdurchschnittlich hoch. Erst ab der Monatsmitte stellten Bauunternehmen nach der Wetterbesserung Arbeitskräfte wieder ein.
Die Beschäftigungsmöglichkeiten auf dem zweiten Arbeitsmarkt verblieben auf dem Niveau des Vormonats. Die Teilnehmerzahl in beruflichen Weiterbildungen betrug über 2.900 und ist um rund 150 niedriger als im Februar, aber genau so hoch wie vor einem Jahr.
Innerhalb der Landkreise hat sich die Arbeitslosenzahl in den Landkreisen Eichsfeld und Nordhausen mehr verringert als im Kyffhäuserkreis. Gegenüber dem Vorjahr verblieb die Arbeitslosigkeit im Kyffhäuserkreis aber auf gleichem Niveau, während im Landkreis Eichsfeld fast 900 Personen mehr von Arbeitslosigkeit betroffen sind und es im Landkreis Nordhausen rund 200 Arbeitslose weniger gibt.
1.320 Männer weniger arbeitslos
Ende März waren 31.415 Nordthüringer auf Jobsuche. Das waren 1.250 weniger als vor vier Wochen. Der Rückgang zum Februar ist im Vergleich zu den Vorjahren niedriger ausgefallen, dadurch hat sich der Abstand zum Vorjahr weiter erhöht. Registrierte das Arbeitsamt Ende Februar noch 415 Arbeitslose mehr als vor einem Jahr, ist der Abstand zum März des Vorjahres auf 746 angestiegen.
Die ersten saisonalen Einstellungen, besonders im Bau und vom Bau abhängigen Unternehmen, ließen die Zahl der arbeitslosen Männer von 17.564 im Februar auf 16.244 Ende März zurück gehen. Allerdings sind immer noch 836 Männer mehr von Arbeitslosigkeit betroffen als vor einem Jahr. Die Arbeitslosenquote der Männer verringerte sich um 1,8 Prozentpunkte, beträgt somit noch 21,5 Prozent.
Die Zahl der arbeitslosen Frauen ist im Vergleich zum Februar um 70 auf 15.171 angestiegen. Gegenüber dem Vorjahr gab es 90 Arbeitslose weniger, vor vier Wochen betrug der Abstand zum Vorjahr noch 543. Damit hat sich die Lage der Frauen auf dem Arbeitsmarkt von Februar zu März ungünstiger entwickelt als vor einem Jahr. Insgesamt errechnet sich die Arbeitslosenquote der Frauen im Berichtsmonat in Höhe von 22 Prozent, 0,1 Prozentpunkt höher als Ende Februar. Die Arbeitslosenquote insgesamt auf der Basis aller zivilen Erwerbspersonen hat sich von 21 Prozent Ende Februar auf 20,1 Prozent Ende März verringert.
Fast 1.700 Meldungen aus einer Beschäftigung
Im Monatsverlauf meldeten sich 3.831 Frauen und Männer in den Dienststellen des Arbeitsamtes arbeitslos. Das waren nur 138 Meldungen weniger als im Februar, vor einem Jahr gingen im März allerdings 560 Personen weniger in die Arbeitslosigkeit.
Von den Meldungen kamen 1.696 aus einer Erwerbstätigkeit, rund 280 weniger als im Vormonat, aber fast 200 mehr als im Vergleichmonat des Vorjahres. Das Baugewerbe entließ nochmals 430 Männer, fast so viele wie vor einem Jahr und rund 40 Prozent weniger als im Februar. Auch das verarbeitende Gewerbe setzte 230 Arbeitskräfte frei, gegenüber 276 vor vier Wochen.
Im Handel ist weiterhin eine Zunahme des Stellenabbaus zu erkennen, 200 Beschäftigte wurden hier entlassen, 26 mehr als im Februar und 36 mehr als vor einem Jahr. Betriebe, die Dienstleistungen für Unternehmen erbringen, bauten im März 130 Arbeitsplätze ab.
IIn dieser Wirtschaftsabteilung spiegelt sich die allgemein schwache wirtschaftliche Lage besonders wider. Im Februar wurden hier 118 Arbeitnehmer frei gesetzt, vor einem Jahr waren das nur 86. Beschäftigungen im zweiten Arbeitsmarkt endeten für 265 Personen, 164 davon waren Frauen.
Aus einer Ausbildung mündeten 447 Frauen und Männer in die Arbeitslosigkeit ein. 348 waren Teilnehmer in schulischen Ausbildungen und haben nicht unmittelbar im Anschluss einen Arbeitsplatz gefunden. Von den 99 beendeten betrieblichen und außerbetrieblichen Ausbildungen haben 42 keinen Abschluss.
Keiner Erwerbstätigkeit oder Ausbildung gingen 1.688 neu gemeldete Arbeitslose nach. Über die Hälfte dieser Personen meldeten sich nach Arbeitsunfähigkeit wieder in der Vermittlung, 140 nach Zeiten eines Meldeversäumnisses, 520 nach Erziehungs- und Pflegezeiten, wegen Wohnortwechsels oder sonstigen Gründen und 40 auf Veranlassung des Sozialhilfeträgers.
900 Arbeitsangebote aus der Wirtschaft
Die Fachkräfte der Arbeitsvermittlung akquirierten im März 891 Stellen aus der Wirtschaft, 253 mehr als im Februar. Außerdem wurden 18 Stellen für Jobs entgegen genommen und 416 Stellen aus bewilligten Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen, weitere 99 aus Strukturanpassungsmaßnahmen registriert.
Über 5.000 Abmeldungen
Im Verlauf des März konnten 5.081 Frauen und Männer sich aus der Arbeitslosigkeit abmelden, 1.647 mehr als im Februar, auch 229 mehr als im März des Vorjahres. 2.960 Abmeldungen erfolgten wegen Aufnahme einer Beschäftigung, im Vormonat waren das noch 1.523. Über die Stellenangebote des Arbeitsamtes nahmen 877 Arbeitslose eine Arbeit auf. 225 davon begannen in Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen und weitere 49 in Strukturanpassungsmaßnahmen.
603 Vermittlungen erfolgten direkt in den ersten Arbeitsmarkt. Hier hatten besonders Arbeitnehmer mit Berufen des Baugewerbes, Schlosser, Mechaniker und andere Arbeitnehmer mit Berufen des metallbe- und verarbeitenden Handwerks gute Chancen. Auch Berufskraftfahrer und Transportarbeiter wurden vor allem in vom Bau abhängigen Wirtschaftsunternehmen eingestellt. Wie in jedem Monat stellte der Handel wieder Arbeitskräfte ein, damit konnte ein Viertel der Arbeitslosmeldungen wieder ausgeglichen werden. Auf Stellen außerhalb des Tagespendelbereiches wurden 113 Personen vermittelt.
1.936 Arbeitnehmer suchten sich selbst einen Arbeitsplatz oder ihr vorheriger Arbeitgeber stellte sie wieder ein. Den Schritt in die Selbständigkeit wagten im März 104 Arbeitslose, 73 davon mit Überbrückungsgeld und 23 mit Hilfe des Existenzgründerzuschusses. 43 Schwerbehinderte konnten über Maßnahmen zur beruflichen Eingliederung in Arbeit gebracht werden.
240 Arbeitslose begannen berufliche Weiterbildungsmaßnahmen und 5 betriebliche Ausbildungen. Außerdem nehmen 56 arbeitslose Jugendliche ein Studium auf. Wegen Arbeitsunfähigkeit mussten sich 1.090 Frauen und Männer aus dem Vermittlungsgeschehen abmelden. 30 junge Männer meldeten sich wegen Wehr- und Zivildienst und 64 Personen wegen Alters- oder Erwerbsunfähigkeitsrente bei der Arbeitsvermittlung ab.
Aktive Förderleistungen zur Integration in den Arbeitsprozess
Über die direkte Förderung regulärer Beschäftigung wurden durch das Arbeitsamt Nordhausen im März 2.816 Frauen und Männer unterstützt, das waren fast genau so viele wie im Februar, aber rund 380 mehr als im gleichen Vorjahreszeitraum. Von den geförderten Personen erhielten 1.355 Eingliederungszuschüsse, 120 davon während der Einarbeitungsphase, 287 für die Einstellung besonders schwer vermittelbarer Personengruppen und 911 für die Beschäftigung älterer Arbeitnehmer.
Im März befanden sich noch 392 Personen in Strukturanpassungsmaßnahmen Ost für Wirtschaftsunternehmen und weitere 462 wurden über Beschäftigungshilfen direkt gefördert, das waren insgesamt 50 weniger als Ende Februar. Nach dem im Berichtsmonat über 100 Personen eine selbständige Tätigkeit aufnahmen, ist die Zahl der Empfänger von Überbrückungsgeld auf 434 im März angestiegen, das sind 151 mehr als vor einem Jahr. Über den neuen Existenzgründerzuschuss wurde im Februar erstmals eine Existenzgründung gefördert, Ende März ist die Zahl der Förderfälle auf 24 angestiegen. Für 134 Arbeitnehmer erhielten Ende des Berichtsmonats neu gegründete Unternehmen Unterstützung.
Beschäftigung schaffende Maßnahmen
In Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen waren am Monatsende 1.848 Frauen und Männer beschäftigt, 99 weniger als im Februar, aber 151 mehr als im gleichen Zeitraum des Vorjahres. Rund 630 der Arbeitnehmer sind in Maßnahmen des Landschafts- und Gartenbaus und 670 haben Aufgaben in sozialen Diensten übernommen.
In traditionellen Strukturanpassungsmaßnahmen hatten am Monatsende 990 Nordthüringer einen Arbeitsplatz, das sind rund 4 weniger als vor vier Wochen und rund 300 weniger als im März des Vorjahres. In Beschäftigung schaffenden Infrastrukturmaßnahmen waren im Berichtsmonat 48 Arbeitnehmer tätig, 19 mehr als im Februar.
Berufliche Weiterbildung
Mit 240 Eintritten in berufliche Weiterbildungsmaßnahmen qualifizierten sich am Monatsende 2.914 Arbeitsuchende, das sind 148 weniger als im Vormonat und so viele wie vor einem Jahr. 1.854 dieser Teilnehmer streben eine berufliche Anpassung oder Fortbildung an. 1.060 Frauen und Männer lernen mit dem Ziel, einen Abschluss in einem anerkannten Ausbildungsberuf zu erreichen. 1.480 Qualifizierungsteilnehmer sind Berufsrückkehrer und 310 waren ohne Berufsausbildung. Für sie erhöht sich nach Beendigung der Maßnahmen damit die Chance, einen neuen Arbeitsplatz zu finden.
Freie Förderung
Nach § 10 SGB III wird die berufliche Eingliederung und Ausbildung für 881 Frauen und Männer ermöglicht. Das sind 21 mehr als im Februar, aber 720 weniger als im gleichen Zeitraum des Vorjahres. Über diese Förderungsart erhalten somit 511 Existenzgründer, 39 mehr als vor vier Wochen, eine zusätzliche finanzielle Hilfe. Für 133 Jugendliche, die förderungsbedürftig sind, aber aus den üblichen Programmen keine Hilfe erhalten können, wird die berufliche Ausbildung über die Freie Förderung finanziert. Für weitere 134, vorwiegend junge Leute werden Lohnkostenzuschüsse zur betrieblichen Eingliederung gewährt, weil über die normalen Fördermöglichkeiten sonst keine Anstellung möglich wäre.
Kurzarbeit
Im Monat März zeigten 75 Unternehmen Nordthüringens für 826 Arbeitnehmer Kurzarbeit an. Damit hat sich die Kurzarbeiterzahl gegenüber dem Vormonat um 180 erhöht, gegenüber dem Vorjahr bedeutet dies aber einen Rückgang um 217. Nach wie vor ist am stärksten das Baugewerbe von Kurzarbeit betroffen, hier stieg die Zahl der kurz arbeitenden Personen von 171 im Februar auf 186 im Monat März an. Ebenfalls gestiegen gegenüber dem Vormonat ist die Zahl der von Kurzarbeit betroffenen Arbeitnehmer aus den Betrieben des metallbe- und verarbeitenden Gewerbes sowie der Rundfunk-, Fernseh- und Nachrichtentechnik. Aus diesen Wirtschaftsabteilungen arbeiteten über 300 Arbeitnehmer weniger als die tarifliche Arbeitszeit.
Die regionale Entwicklung des Arbeitsmarktes
Ende März waren in allen Regionen des Arbeitsamtsbezirkes weniger Menschen arbeitslos als Ende Februar. Im Vergleich zum Vorjahr hat sich die Arbeitslosigkeit aber nur im Landkreis Nordhausen rückläufig entwickelt. Im Landkreis Nordhausen waren am Monatsende 10.150 Frauen und Männer arbeitslos, 445 weniger als vier Wochen vorher und 209 weniger als zum gleichen Zeitpunkt des Vorjahres. Die Arbeitslosenquote bezogen auf alle zivilen Erwerbspersonen ging um 0,9 Prozentpunkte gegenüber Februar auf 20,4 Prozent Ende März zurück. Im Monatsverlauf meldeten sich 889 Personen arbeitslos, rund 120 weniger als im Vormonat und rund 70 weniger als im März des Vorjahres. Rund 500 Personen gingen vorher einer Erwerbstätigkeit nach.
Während des Monats nahmen die Arbeitsvermittler 378 Stellenangebote entgegen, das waren 104 mehr als vor vier Wochen. Demgegenüber konnten 1.334 Frauen und Männer die Arbeitslosigkeit beenden, 798 davon nahmen eine Tätigkeit auf. 315 erhielten einen Arbeitsplatz durch die Mitwirkung des Arbeitsamtes und 45 gründeten mit Unterstützung eine Firma. Auf dem zweiten Arbeitsmarkt waren am Monatsende 919 Frauen und Männer beschäftigt. In beruflichen Weiterbildungsmaßnahmen lernten 1.097 Teilnehmer.
Im Kyffhäuserkreis, mit den Geschäftsstellen Artern und Sondershausen, ist die Arbeitslosenzahl im Vergleich zum Vormonat auf 11.358 zurückgegangen. Die Arbeitslosenquote bezogen auf alle zivilen Erwerbspersonen beträgt 24, 0 Prozent und liegt damit um einen halben Prozentpunkt niedriger als im Februar, ist aber genau so hoch wie im Vorjahresmonat.
Im Bezirk der Geschäftsstelle Artern gab es Ende des Berichtsmonats 5.895 Arbeitslose, 58 weniger als vor vier Wochen, aber fast so viele wie vor einem Jahr. Die Arbeitslosenquote auf der Basis aller zivilen Erwerbspersonen ist von 25,9 Prozent Ende Februar auf 25,7 Prozent zurückgegangen. Im Monatsverlauf nahmen die Mitarbeiter des Arbeitsamtes 753 Arbeitslosmeldungen entgegen, 36 weniger als im Februar, aber 170 mehr als im März des Vorjahres. Ihre Arbeitslosigkeit konnten im Monatsverlauf 811 Frauen und Männer beenden, 389 davon mündeten in eine Erwerbstätigkeit ein. In 126 Fällen davon wirkte das Arbeitsamt aktiv mit, außerdem konnten 19 Existenzgründer gefördert werden. 244 Arbeitnehmer nahmen wieder ihre Tätigkeit bei ihrem vorherigen Arbeitgeber auf oder suchten sich selbst einen Job. 60 Arbeitslose begannen in Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen, damit arbeiteten hier am Monatsende 549 Personen. Das sind etwas weniger als im Februar, aber fast 200 mehr als vor einem Jahr. In Strukturanpassungsmaßnahmen erhielten 5 Personen einen Job, in denen am Monatsende insgesamt 114 Maßnahmeteilnehmer gefördert wurden, so viele wie vor vier Wochen und 74 weniger als vor einem Jahr. In beruflichen Weiterbildungen befanden sich 563 Frauen und Männer, über 180 davon streben einen Abschluss in einem anerkannten Ausbildungsberuf an.
In der Geschäftsstelle Sondershausen meldeten sich im Monatsverlauf 721 Personen arbeitslos, 140 mehr als im Februar und 110 mehr als im März des Vorjahres. In keiner anderen Dienststelle des Arbeitsamtes ist sonst ein Anstieg der Arbeitslosmeldungen aufgetreten. Aus der Arbeitslosigkeit konnten sich dagegen 883 Betroffene abmelden, 476 wegen Aufnahme einer Beschäftigung. In den ersten Arbeitsmarkt mündeten davon 75 Arbeitslose ein. 264 Frauen und Männer erhielten über die Vermittlungsaktivitäten einen neuen Job in der Wirtschaft und 144 Arbeitnehmer wurden wieder eingestellt bzw. suchten sich selbst einen Arbeitsplatz. Ende des Monats registrierten die Mitarbeiter der Geschäftsstelle Sondershausen 5.463 Arbeitslose, 162 weniger als vor vier Wochen und 52 mehr als vor 12 Monaten. Die Arbeitslosenquote bezogen auf alle zivilen Erwerbspersonen veränderte sich von 23,1 Prozent Ende Februar auf 22,4 Prozent Ende März. In Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen wurden Ende des Monats 248 Frauen und Männer gefördert, so viele wie im Februar und nur leicht weniger als vor einem Jahr. In Strukturanpassungsmaßnahmen ist die Beschäftigtenzahl gegenüber Februar um fast 30 auf 349 angestiegen. Im Vergleich zum Vorjahr sind das aber 86 Beschäftigte weniger. Eine berufliche Weiterbildung strebten im März noch insgesamt 565 Frauen und Männer an, 303 davon sind Berufsrückkehrer.
Im Landkreis Eichsfeld gab es Ende März 9.907 Arbeitslose, 585 weniger als vor einem Monat. Somit ist innerhalb Nordthüringens in diesem Landkreis der höchste Rückgang zum Vormonat zu verzeichnen. Im Vergleich zum Vorjahr waren aber mehr Frauen und Männer von Arbeitslosigkeit betroffen. Bereits in den letzten drei Monaten hat sich die Zahl der Arbeitslosen in der Eichsfeldregion spürbar gegenüber den Vorjahreszeiträumen erhöht. Auch im März ist der Abstand zum Vorjahr weiter angestiegen, wurden Ende Februar noch 752 Arbeitslose mehr verzeichnet, waren es Ende März 893.
Im Verlauf des Berichtsmonats ist die Arbeitslosenzahl im Bezirk der Geschäftsstelle Heiligenstadt spürbar zurückgegangen. Insgesamt suchten am Monatsende 3.278 Frauen und Männer einen Job, 248 weniger als noch vor vier Wochen. Zum Vorjahreszeitpunkt wurden allerdings in der Geschäftsstelle 271 Arbeitslose weniger registriert. Die Arbeitslosenquote bezogen auf alle zivilen Erwerbspersonen verringerte sich zum Vormonat um 1,2 Prozentpunkte und wird in Höhe von 15,1 Prozent ausgewiesen. Aus der Region mussten sich im März nochmals 489 Frauen und Männer arbeitslos melden, das waren nur 72 weniger als im Februar. Da Mitte des Monats wieder viele Arbeitnehmer mit Bauberufen bei ihrem vorherigen Arbeitgeber eingestellt wurden, konnten insgesamt bis Monatsende 737 Personen ihre Arbeitslosigkeit beenden. 107 Arbeitslose fanden durch die Aktivitäten des Arbeitsamtes einen Arbeitsplatz, 29 davon im zweiten Arbeitsmarkt. Wieder eingestellt wurden 374 Männer, die saisonbedingt arbeitslos waren. In Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen hatten am Monatsende 202 Frauen und Männer einen Arbeitsplatz, weitere 92 in Strukturanpassungsmaßnahmen. Um bessere Chancen auf dem Arbeitsmarkt zu erlangen, qualifizierten sich im März 274 Arbeitsuchende in vom Arbeitsamt geförderten Maßnahmen.
In der Geschäftsstelle Leinefelde waren Ende März 6.629 Arbeitslose gemeldet, 337 weniger als Ende Februar. Im Vergleich zum Vorjahr ist die Arbeitslosenzahl um 622 höher. Die Arbeitslosenquote verringerte sich um einen Prozentpunkt zum Vormonat auf 17,8 Prozent, vor einem Jahr errechnete sich diese Quote noch in Höhe von 16,4 Prozent. Besonders am Monatsanfang wurden in der Geschäftsstelle nochmals viele Arbeitslosmeldungen entgegen genommen. Insgesamt meldeten sich im März 979 Personen arbeitslos, das waren nur 51 weniger als im Februar. Gleichzeitig kam es aber zu 1.316 Abgängen. In eine Erwerbstätigkeit meldeten sich 769 Frauen und Männer ab. Der Rückgang der Arbeitslosenzahl resultiert vor allem durch die Arbeitsaufnahme von 277 Arbeitnehmern mit Bauberufen und 60 mit landwirtschaftlichen Berufen. Außerdem fanden viele Maschinisten und Berufskraftfahrer im Baugewerbe und in Bau abhängigen Unternehmen wieder einen Arbeitsplatz. Über 100 Arbeitsaufnahmen wurden vom Arbeitsamt vermittelt und 22 Existenzgründungen über finanzielle Leistungen des Arbeitsamtes gefördert. Auf dem zweiten Arbeitsmarkt hatten am Monatsende 365 Beschäftigte einen Job. In beruflichen Qualifizierungen befanden sich 415 Männer und Frauen.


