Mi, 12:37 Uhr
02.04.2003
Vertrag mit dem lieben Gott
Nordhausen (nnz). Heino Kohlhase feiert heute Geburtstag. Der Mann, dessen Herz an den Tieren hängt, kann seit heute auf 97 Lebensjahre zurückblicken. Und er hat noch einen Vertrag, den er unbedingt erfüllen will.
Es war wohl im Zweiten Weltkrieg, als Heino Kohlhase zum ersten Mal mit Tieren direkt in Berührung kam. Er war Soldat in einer Veterinärkompanie an der Ostfront und musste sich um die medizinische Versorgung der Pferde kümmern. Es waren vermutlich bleibende Erlebnisse, denn in den ersten Jahren der DDR baute Kohlhase einen Tierschutzverein in Nordhausen auf. Später war er Mitglied im Tierschutzbeirat des damaligen Rat des Kreises, Vereine waren bei der SED nicht allzu beliebt.
Schon in diesen Zeiten war Tierschutz auch Machen, nicht nur Reden. Bis zu 30 Hunde versorgte Heino Kohlhase in seinem Haus. Nach der Wende war er Gründungsmitglied des Tierschutz Nordhausen e.V. Neun Jahre später fungierte er als Gründungsvater des Vereins Tiere in Not. Für sein Wirken wurde der Tierschützer unter anderem mit der Thüringer Verdienstmedaille ausgezeichnet, außerdem könnte er sich auch die Franz-von-Assis-Medaille ans Revers heften.
Macht er aber nicht, die Tiere würde es nicht verstehen. Nun ist Heino Kohlhase 97 geworden, als Ehrenmitglied in seinem Verein aber immer noch mit seinen Erfahrungen gefragt. Und so ganz nebenbei kümmert er sich um die Geschichte des Nordhäuser Kautabaks und die Erforschung seiner Heimat. Ich habe mit dem lieben Gott einen Vertrag bis 100 Jahre abgeschlossen und den will ich von meiner Seite erfüllen, meinte er heute schmunzelnd. Die vielen Gratulanten in der Friedrich-Ebert-Straße hoffen natürlich, dass sowohl er als auch der liebe Gott diesen Vertrag verlängern.
Autor: nnzEs war wohl im Zweiten Weltkrieg, als Heino Kohlhase zum ersten Mal mit Tieren direkt in Berührung kam. Er war Soldat in einer Veterinärkompanie an der Ostfront und musste sich um die medizinische Versorgung der Pferde kümmern. Es waren vermutlich bleibende Erlebnisse, denn in den ersten Jahren der DDR baute Kohlhase einen Tierschutzverein in Nordhausen auf. Später war er Mitglied im Tierschutzbeirat des damaligen Rat des Kreises, Vereine waren bei der SED nicht allzu beliebt.
Schon in diesen Zeiten war Tierschutz auch Machen, nicht nur Reden. Bis zu 30 Hunde versorgte Heino Kohlhase in seinem Haus. Nach der Wende war er Gründungsmitglied des Tierschutz Nordhausen e.V. Neun Jahre später fungierte er als Gründungsvater des Vereins Tiere in Not. Für sein Wirken wurde der Tierschützer unter anderem mit der Thüringer Verdienstmedaille ausgezeichnet, außerdem könnte er sich auch die Franz-von-Assis-Medaille ans Revers heften.
Macht er aber nicht, die Tiere würde es nicht verstehen. Nun ist Heino Kohlhase 97 geworden, als Ehrenmitglied in seinem Verein aber immer noch mit seinen Erfahrungen gefragt. Und so ganz nebenbei kümmert er sich um die Geschichte des Nordhäuser Kautabaks und die Erforschung seiner Heimat. Ich habe mit dem lieben Gott einen Vertrag bis 100 Jahre abgeschlossen und den will ich von meiner Seite erfüllen, meinte er heute schmunzelnd. Die vielen Gratulanten in der Friedrich-Ebert-Straße hoffen natürlich, dass sowohl er als auch der liebe Gott diesen Vertrag verlängern.

