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Di, 07:30 Uhr
18.03.2003

Eine neue Achse?

Nordhausen (nnz). „Berlin-Paris-Moskau - Neue Achse der Weltpolitik?“ Auf diese Frage wurde am Freitag im TuD des Theaters Nordhausen durch einen Vortragsabend Antwort gegeben. Organisiert wurde er vom neue ebenen e.V. und der Deutschen Atlantischen Gesellschaft e.V.


Masch, Hoffmann, Ruske Martin Hoffmann, Vorstandsmitglied des Petersburger Dialogs und Geschäftsführer des Deutsch Russischen Forums referierte vor über 60 Interessierten über das Thema. Seine sachlichen und fachlich fundierten Aussagen über die derzeitige Machtverteilung in der Weltpolitik und deren Veränderung speziell in Russland von der Amtszeit Gorbatschows bis in die heutige Zeit fand reges Interesse bei der Zuhörerschaft.

Seiner Auffassung nach begann die politische Isolation Russlands in der Amtszeit von Boris Jelzin. Der " Vater des Tschtschenienkonfliktes" war der Grund für eine Aussenseiterposition Russlands in der Weltpolitik. Erst nach der Amtseinführung von Putin, welche durch eine Annäherung an die USA geprägt wird, verbesserte sich diese Position.

Nach dem Anschlag vom 11. September wurde Putin seiner Rolle gerecht. Er nutzte die Schwäche der USA nicht aus, vielmehr wurde der zum Verbündeten in der Antiterrorkoalition. Dadurch wurden die wirtschaftlichen Beziehungen beider Staaten stark verbessert. Durch die derzeitige Haltung Russland im Irak Konflikt wird eines nur mehr als deutlich, "Russland meldet sich mit dieser Interessenkoalition zurück auf die Weltbühne".

Seine These, dass die sogenannte Achse "Berlin-Paris-Moskau" eine rein kalkulierte und von kurzer Dauer währende Verbindung in der Weltpolitik der drei Staaten sei unterlegte der Referent dadurch, dass Russland die transatlantischen Beziehungen dringend benötigt und nach einer Eskalation im Irak schnell auf die Seite der USA wechseln werde. Nachfolgend regte Hoffmann eine enge Kooperation mit dem Verein neue ebenen an. Aufgrund des Leitbildes der Vereinigung sowie der Bedeutung Nordhausens als historisch bedeutender Ort aber auch als junger Studienstandort ist eine starke Einbindung von neue ebenen in die Handlungsfelder des Petersburger Dialogs von ihm gewünscht worden. Erste gemeinsame Projekte, welche noch in den nächsten Wochen ihren Anfang haben werden, sind bereits erarbeitet worden.

Neue ebenen e.V. und die Deutsche Atlantische Gesellschaft möchten sich bei allen Akteuren die zum Gelingen dieser Veranstaltung beigetragen haben herzlich bedanken. Besonderer Dank gilt hierbei dem Theater Nordhausen, der Allianzgeneralvertretung H. J. Haueisen und dem Team der Burgruine Hohenstein.
Autor: nnz

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