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Mo, 13:59 Uhr
17.03.2003

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Nordhausen (nnz). Auch in diesem Jahr werden im Zuge des Neubaus zahlreicher Straßen und deren Nebenanlagen in der Stadt einerseits Bäume gefällt – andererseits auch umgesetzt und neu gepflanzt. Dabei handelt die Stadt nach einfachen mathematischen Formel...


„Unterm Strich“, so der städtische Bauamtsleiter Jens Kohlhause, „werden für jeden gefällten sechs neue Bäume gepflanzt.“ Heute würden im Zusammenhang mit dem Bau einer Zufahrt zur neuen Zeppelinbrücke aus Richtung Darrweg 18 Kastanien ausgegraben und am Petri-Blick bzw. entlang der neuen Ortsumfahrung Sundhausen wieder in die Erde gesetzt. Die großen Kastanien könnten stehen bleiben, weil die neue Brücken-Zufahrt so konstruiert wurde, dass sie an den Baum-Standplätzen vorbeiführe.

Zur Zeit werde auch die Neugestaltung der Fußgänger-Zone in der Bahnhofstraße vorbereitet. Kohlhause: “Hier werden 35 neue Säulen-Hainbuchen gepflanzt.“ Durch umfangreiche Tiefbauarbeiten – dazu gehöre auch die Verlegung von Leitungen – werde im Untergrund Platz für die Wurzeln der neuen Bäume geschaffen. Bevor gepflanzt werden könne, werde man bestehende Bäume umsetzen bzw. fällen. „Fünf Bäume – es sind Baumhaseln - könne wir ohne Probleme umpflanzen voraussichtlich an die Bleiche. Sie profitieren von dieser Umsetzung.“ Sie seien aufgrund des schlechten bzw. „einengenden“ Untergrundes in der Fußgängerzone in ihrem Wachstum gehemmt und könnten sich am neuen Standort besser ausbreiten. Weitere sechs Bäume – es sind Winterlinden, die in den 1930er Jahren gepflanzt wurden – seien so geschädigt, dass sie in den nächsten Tagen gefällt werden müssten.

38 neue Bäume kämen auch weiter oben in der Bahnhofstraße – zwischen Arnold- und Neustadtstraße - in die Erde. „Linden, Zierkirschen und Sumpfeichen werden diesen Straßenbereich aufwerten“, kündigte Kohlhause an. Zum Beispiel rings um einen neu entstehenden Parkplatz vor den Geschäften in der Bahnhofstraße gegenüber des „Nordbrand“-Gebäudes würden 16 Bäume gesetzt, weitere 10 entlang des neuen Radweges in diesem Bereich. „Für die Kastanie an der Kreuzung Bahnhofstraße / Arnoldstraße haben wir ein Baumgutachten erstellen lassen. Das Ergebnis ist unerfreulich: Vor allem die Krone hat große Schäden, die gesamte Standsicherheit ist nicht gegeben – er muss gefällt werden. Die Stadt ist in der Verkehrssicherungspflicht: Der Bereich, wo der Baum steht, ist zu stark frequentiert – es besteht die Gefahr, dass der Baum umfällt und Menschen verletzt“, begründete Kohlhause die nötige Fällung. Das gleiche gelte für die vier Pappeln im Bereich vor den Geschäften in der Bahnhofstraße. „Auch hier ist die Standsicherheit nicht mehr da – die Bäume können umstürzen.“

Neue Bäume werden auch in der Arnoldstraße zwischen der Kreuzung mit der Bahnhofstraße bis zur „Brücke der Einheit“ gepflanzt. „Hier schließen wir die Lücken in der Baumreihe – damit entsteht ein geschlossenes Straßenbild“, sagte Kohlhause.
Autor: nnz

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