Sa, 22:56 Uhr
15.03.2003
Ortsderby vor stimmungsvoller Kulisse
Nordhausen (nnz). Am 20. Spieltag in der Landesklasse West trafen heute im Albert-Kuntz-Sportpark Wacker 90 Nordhausen und die FSG Salza aufeinander - beide Mannschaften waren bis dato in der Rückrunde ungeschlagen. Für Spannung war also gesorgt. Über die Begegnung berichtet nnz-Mitarbeiter Rainer Hellberg.

Konnten die Gastgeber auch das Rückspiel gewinnen oder gelang der Böhm-Elf die Revanche für die 2:3-Heimniederlage in der Vorrunde? Diese Frage stellten sich die zahlreichen Fußball-Fans in Nordhausen bereits im Vorfeld der Begegnung. Die Leistungskurven beider Teams zeigten zuletzt steil nach oben. Wacker musste ohne Lenczewski auskommen. Der Torhüter hatte sich gestern im Training den Arm ausgekugelt und fällt für den Rest der Saison aus. Für ihn rückte Finsterbusch ins Aufgebot. Marcel Verkouter war wegen seiner fünften Gelben Karte gesperrt. Bei Salza fehlte Kühlewind, auch der angeschlagene Schiminitzki stand nicht in der Anfangsformation. Einen Gewinner gab es allerdings schon vor dem Anpfiff. Wackers Schatzmeister konnte sich über ein erkleckliches Sümmchen freuen, denn rund 1000 zahlende Zuschauer sorgten für eine gute Tageseinnahme.
Beide Mannschaften ließen von Beginn an keinen Zweifel daran aufkommen, dass sie unbedingt ihre Erfolgsserien fortsetzen wollten. Das erste Achtungszeichen setzte die Böhm-Schützlinge. Rieger flankte am Wacker-Strafraum auf Daniel Verkouter, der verpasste jedoch knapp. Den Gastgebern gelang in der Anfangsphase nur wenig, sieht man von einem Pohl-Schuss in der 9. Minute ab. Dafür brachte der quirlige Jürgen Rieger immer wieder die Nordhäuser Abwehr in Verlegenheit (13., 15., 18.). Wacker brauchte zu lange, um das Mittelfeld zu überbrücken. Die Stürmer agierten zu umständlich, ohne Ideen und letztem Biss, um die gut gestaffelte Salzaer Abwehr zu knacken. Kulbacki sah überhaupt keinen Stich, dafür sorgte sein Bewacher Frank Burkhardt - neben Rieger der beste Spieler auf dem Platz.
In der 20. Minute dann die erste gute Gelegenheit für Wacker. Taute setzte einen Kopfball knapp über den Kasten von Bukowski. Auf der anderen Seite tanzte Rieger die gesamte Nordhäuser Abwehr aus und zog ab, aber das Leder strich knapp am Tor vorbei (22.). Es folgten wieder zwei Möglichkeiten für die Gastgeber. Piotrowski setzte nach einem Freistoß den Ball um Zentimeter neben den Kasten (26.) und auch Nebelung verzog nur knapp aus 20 m. Mitte der ersten Halbzeit entwickelte sich ein offener Schlagabtausch mit guten Chancen auf beiden Seiten. Die besten vergaben Ermisch (30., 43.), Rieger (32., 37.) und Spangenberg (39.) für Salza sowie Heise für Wacker (34.).
Auch in der zweiten Halbzeit setzte sich das muntere Spiel fort, allerdings nun mit leichten Vorteilen für die Salzaer. Rieger prüfte mit einen satten Volleyschuss Wacker-Schlussmann Finsterbusch. In der 57. Minute hatte Kulbacki seine einzige Möglichkeit in der Partie, aber Bukowski reagiert glänzend. Auch Pistorius, Heise und Piotrowski vergaben in aussichtsreichen Positionen (55., 59., 73.). In der 74. Minute ging der enttäuschende Kulbacki vom Platz. Für ihn kam Kühne, er war bei Burkhardt in guten Händen. Die Zuschauer hatten sich bereits mit dem Unentschieden abgefunden, da sorgte wiederum Rieger für Wirbel in der Wacker-Abwehr. Seinen Schuss konnte Finsterbusch noch abwehren, gegen den Nachschuss von Gottschalk war er jedoch machtlos. Salza gewann auf Grund der Spielanteile in der zweiten Halbzeit nicht unverdient mit 1:0.
Für die Gastgeber sind damit die Aufstiegsambitionen vorerst auf Eis gelegt. Das Ziel Thüringenliga ist aus eigener Kraft kaum noch zu schaffen. Man hofft deshalb auf Ausrutscher von Holzthaleben und Viernau, beispielsweise gegen den Ortsrivalen Salza...
Autor: rh
Konnten die Gastgeber auch das Rückspiel gewinnen oder gelang der Böhm-Elf die Revanche für die 2:3-Heimniederlage in der Vorrunde? Diese Frage stellten sich die zahlreichen Fußball-Fans in Nordhausen bereits im Vorfeld der Begegnung. Die Leistungskurven beider Teams zeigten zuletzt steil nach oben. Wacker musste ohne Lenczewski auskommen. Der Torhüter hatte sich gestern im Training den Arm ausgekugelt und fällt für den Rest der Saison aus. Für ihn rückte Finsterbusch ins Aufgebot. Marcel Verkouter war wegen seiner fünften Gelben Karte gesperrt. Bei Salza fehlte Kühlewind, auch der angeschlagene Schiminitzki stand nicht in der Anfangsformation. Einen Gewinner gab es allerdings schon vor dem Anpfiff. Wackers Schatzmeister konnte sich über ein erkleckliches Sümmchen freuen, denn rund 1000 zahlende Zuschauer sorgten für eine gute Tageseinnahme.
Beide Mannschaften ließen von Beginn an keinen Zweifel daran aufkommen, dass sie unbedingt ihre Erfolgsserien fortsetzen wollten. Das erste Achtungszeichen setzte die Böhm-Schützlinge. Rieger flankte am Wacker-Strafraum auf Daniel Verkouter, der verpasste jedoch knapp. Den Gastgebern gelang in der Anfangsphase nur wenig, sieht man von einem Pohl-Schuss in der 9. Minute ab. Dafür brachte der quirlige Jürgen Rieger immer wieder die Nordhäuser Abwehr in Verlegenheit (13., 15., 18.). Wacker brauchte zu lange, um das Mittelfeld zu überbrücken. Die Stürmer agierten zu umständlich, ohne Ideen und letztem Biss, um die gut gestaffelte Salzaer Abwehr zu knacken. Kulbacki sah überhaupt keinen Stich, dafür sorgte sein Bewacher Frank Burkhardt - neben Rieger der beste Spieler auf dem Platz.
In der 20. Minute dann die erste gute Gelegenheit für Wacker. Taute setzte einen Kopfball knapp über den Kasten von Bukowski. Auf der anderen Seite tanzte Rieger die gesamte Nordhäuser Abwehr aus und zog ab, aber das Leder strich knapp am Tor vorbei (22.). Es folgten wieder zwei Möglichkeiten für die Gastgeber. Piotrowski setzte nach einem Freistoß den Ball um Zentimeter neben den Kasten (26.) und auch Nebelung verzog nur knapp aus 20 m. Mitte der ersten Halbzeit entwickelte sich ein offener Schlagabtausch mit guten Chancen auf beiden Seiten. Die besten vergaben Ermisch (30., 43.), Rieger (32., 37.) und Spangenberg (39.) für Salza sowie Heise für Wacker (34.).
Auch in der zweiten Halbzeit setzte sich das muntere Spiel fort, allerdings nun mit leichten Vorteilen für die Salzaer. Rieger prüfte mit einen satten Volleyschuss Wacker-Schlussmann Finsterbusch. In der 57. Minute hatte Kulbacki seine einzige Möglichkeit in der Partie, aber Bukowski reagiert glänzend. Auch Pistorius, Heise und Piotrowski vergaben in aussichtsreichen Positionen (55., 59., 73.). In der 74. Minute ging der enttäuschende Kulbacki vom Platz. Für ihn kam Kühne, er war bei Burkhardt in guten Händen. Die Zuschauer hatten sich bereits mit dem Unentschieden abgefunden, da sorgte wiederum Rieger für Wirbel in der Wacker-Abwehr. Seinen Schuss konnte Finsterbusch noch abwehren, gegen den Nachschuss von Gottschalk war er jedoch machtlos. Salza gewann auf Grund der Spielanteile in der zweiten Halbzeit nicht unverdient mit 1:0. Für die Gastgeber sind damit die Aufstiegsambitionen vorerst auf Eis gelegt. Das Ziel Thüringenliga ist aus eigener Kraft kaum noch zu schaffen. Man hofft deshalb auf Ausrutscher von Holzthaleben und Viernau, beispielsweise gegen den Ortsrivalen Salza...

