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Di, 10:14 Uhr
09.11.2010

nnz-Betrachtung: Kein Interesse

Gestern, 24 Uhr, war die Frist für die Bewerbungen für die Bürgermeisterstelle im Nordhäuser Rathaus abgelaufen. Das Ergebnis: Ein Bild politischer Kultur in und um Nordhausen herum...


Um es gleich auf den Punkt zu bringen: Auf die gut dotierte Stelle ist lediglich eine Bewerbung eingegangen. Ich unterstelle mal, es ist die vom Amtsinhaber Matthias Jendricke (SPD). Viele Beobachter der (noch vorhandenen) Politszene in Nordhausen, hatten erwartet, dass es aus den Reihen der LINKE einen Bewerber geben wird, der die Unterstützung von CDU, FDP und Teilen der Bündnisgrünen erhält. Fehlanzeige.

Das hat wohl nicht eher mit dem politischen Willen zu tun, sondern mit den Kriterien der Ausschreibung, die - da sind sich viele Interessierte einig - maßgerecht auf Jendricke zugeschnitten waren. Vermutlich hätte als Kriterium nur noch gefehlt, dass der oder die Bewerber in der Nähe der Leimbacher Straße in Nordhausen wohnen müssen. Wie ist es anders zu erklären, dass es überhaupt keine Bewerbungen außerhalb Nordhausens gegeben hatte? Das ist allein schon eine Einmaligkeit.

Matthias Jendricke wird wohl am 24. November gewählt. Vermutlich nicht im ersten Wahlgang, dann aber im zweiten, bei dem offenbar nur eine einzige Stimme reichen wird. Ob die Wahl, die keine ist, danach von den vier Parteien angefochten wird, ist unklar. Die haben sich bislang - was diese Wahl betrifft - mehr als dilletantisch verhalten. Da gab es seit der Kommunalwahl im vergangenen Jahr über Monate hinweg Scheingefechte um Hauptsatzung oder Geschäftsordnung, die kein Otto-Normal-Bürger verstanden hatte, da wurde zwar Dr. Klaus Zeh (CDU) zum Sitzungsleiter gewählt, doch gerade die Wahl eines hauptamtlichen Bürgermeisters, die hat das Quartett ordentlich vermasselt.

Allerdings sind auch Stimmen zu hören, die auf die Kommunalordnung verweisen. Dort steht unter Paragraph 39 folgendes: "Der Gemeinderat kann nach jedem erfolglosen Wahlgang beschließen, die Wahl abzubrechen und in derselben oder einer weiteren Sitzung eine erneute Wahl durchzuführen". Es könnte also doch nochmal spannend werden.
Peter-Stefan Greiner
Autor: nnz

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Kommentare
liamka
09.11.2010, 10:59 Uhr
und wo
ist die Bewerbung, die Frau Schencke in Aussicht stellte? Nur heiße Luft?
Peppone
09.11.2010, 12:28 Uhr
Ohne Worte
Man kann es gar nicht glauben. Parteien wie die LINKE, die CDU und auch die FDP sind in Nordhausen nicht in der Lage einen eigenen Kanditaten für ein solches Amt zu finden. Das grenzt schon an Selbstaufgabe.

Natürlich war die Ausschreibung von der Verwaltung auf Herrn Jendricke, möglicherweise von ihm selbst, ganz gezielt zugeschnitten. Das müssen sich Fraktionen eines Stadtrates aber nicht unbedingt gefallen lassen und das hindert auch nicht daran, dass man eigene Kandidaten aufstellt. Traurig, traurig. Über Politikverdrossenheit der Bürger braucht sich keine Partei mehr aufzuregen, die Parteien leben sie selbst vor.

Und was nützt §39 der Kommunalordnung, wenn nur ein Kanditat zur Wahl steht? Will man den dann bis zum St. Nimmerleinstag durchfallen lassen? Ganz großes Kino, was hier geboten wird.
NDHler
09.11.2010, 14:58 Uhr
Ein schockierendes Trauerspiel …
… ist das! Keine einzige der etablierten Parteien hat hier einen Gegenkandidaten aufgestellt. Was ist mit der CDU beispielsweise los, gibt es da etwa geheime Absprachen für die Wiederwahl von Frau Klahn im kommenden Jahr?! Sie muss sich dann nämlich ebenfalls neu wählen lassen.

„Wählst du mich dann wähl ich dich“ so scheint das hier zu laufen. Eine Stellungnahme der CDU in Person des Herrn Zeh wäre wünschenswert! Gibt es den überhaupt noch in der CDU. Man hört und sieht nichts mehr von dem Mann.

Auch die Bachmannsche LINKE hatte hier großspurig einen „aus der Region stammenden“ Gegenkandidaten angekündigt. Wieder nur eine Luftnummer der LINKEN! Ein peinlicher Auftritt der Nordhäuser Parteienlandschaft. Allein die Aussage der Zeitraum sei zu kurz gewesen lasse ich nicht gelten, so ein Termin ist doch lange bekannt, den habe ich auf „Wiedervorlage“ und den Gegenkandidaten Wochen vorher in der Schublade!

Da warte ich dann nur noch auf die Ausschreibung und schon geht es los! Normalerweise verbietet sich ab sofort jegliche Kritik an Jendricke, er schein ja allen recht zu sein.
Roland82
09.11.2010, 19:09 Uhr
Peinlich!!
Lieber NDHler,

das Einzigste, was hier peinlich ist, ist Dein Kommentar!! Du tust so, als ob Du Dich in der Lokalpolitik in Nordhausen auskennst, bist aber nicht einmal in der Lage, den Namen von Frau Klaan richtig zu schreiben. Peinlich!! Zweitens weißt Du nicht, dass Frau Klaan nicht im nächsten Jahr wiedergewählt werden muss, sondern erst 2012!! Peinlich!! Und das nächste Peinliche ist einfach nur die Ausschreibung der Stelle durch Frau Rinke!! Sehr peinlich!!!!
-Insider-
09.11.2010, 19:41 Uhr
erst
einmal ein kurzes wort an NDHler:

Der Termin schien wirklich kurz zu sein. Man haut ein halbes Jahr vor Ablauf der Amtsperiode eine 14-tagesfrist raus. Die Frist an sich mag ja nicht mal zu kurz sein, aber momentan sind doch einige Dorfpolitiker am thema sundhausen gebunden.

nun zum stadtrat:

es ist wirklich nicht meine art ausfallend zu werden, aber diese aktion zeigt mir, dass wir NUR und AUSSCHLIESSLICH selbstdarsteller in diesem Rat haben. Sie denken, sie wären die größten und sind doch nur stumpfe abnicker. was der henker vorbetet, singen die opferlämmer nach. einen auf großen politiker wollen sie tun, gläschen sekt hier, zum empfang dort. Aber konstruktiv arbeiten - fehlanzeige.

ich bin bitter von diesem Stadtrat enttäuscht und meine Stimmen zur nächsten Wahl wird keine der aktuellen Fraktionen erhalten.
NDHler
10.11.2010, 07:49 Uhr
Liebe Sandra,
da entschuldige ich mich doch gleich mal bei Frau Klaan für den falsch geschriebenen Namen. Das war ein Versehen!

Ich war in der Tat der Meinung, dass sie im kommenden Jahr wiedergewählt werden muss. Peinlich ist mir das aber nicht! Mir ist auch nicht peinlich, dass Frau Rinke die Ausschreibung unterzeichnet hat, dafür kann ich nämlich rein gar nichts. Ist es aber nicht so, dass sie das als OB machen muss?

Sie, liebe Sandra, haben doch sicher den Durchblick im Gegensatz zu mir, also bitte klären Sie mich und alle anderen doch mal auf! Wenn ich richtig informiert bin, sind alle Stellenausschreibungen mit dem Namenskürzel von Frau Rinke unterschrieben, oder nicht?

Die kurze Bewerbungsfrist und der Zuschnitt der Ausschreibung auf die Person Jendricke sind sicher genauso zu kritisieren wie die Tatsache, dass keine Partei auch nur den Anschein erweckt hat, sie hätte überhaupt einen Gegenkandidaten vorbereitet. Einfach das Feld kampflos Rinke & Co zu überlassen, das bezeichne ich dann wieder als PEINLICH für unsere Damen & Herren Kommunalpolitiker.
Howie
10.11.2010, 08:37 Uhr
Einfach lächerlich
... ist das alles. Leider sind solche Vorgehensweisen scheinbar Usus geworden. Frei nach dem Motto: Wie mache ich mir meine eigene Position zurecht? Das ist ein beliebtes Spielchen und hat auch anderswo schon funktioniert.
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