Di, 15:38 Uhr
02.11.2010
nnz-Forum: Bayern-Ruhe gibt es nicht
Ab und zu meldet sich nnz-Leser Hans-Ullrich Klemm in punkto Fußball zu Wort. Diesmal haben es ihm die "Bayern" angetan...
Auch nach ein paar (zum Teil auch recht glücklichen) Siegen hintereinander kann von einer Aufholjagt in der 1. Bundesliga wohl noch nicht gesprochen werden. Das bedeutet, die Fußballfreunde unseres Landes sprechen gegenwärtig einfach nicht genügend von diesem Club, egal, ob aus guten oder schlechten Gründen.
Diese ungenügende Aufmerksamkeit für den als "Dusel-Bayern" bekannten, trotzdem aber fast immer dominierenden, Verein rief nach dem letzten gewonnenen Spiel den in der Vergangenheit immer polarisierenden Ex-Manager U. Hoeneß auf den Plan. Er hat sich gedacht, dass jetzt seine Zeit gekommen ist, um sich endlich wieder einmal in den Vordergrund zu spielen. Es scheint ihm zu wurmen, da er kaum noch optisch von den Fernsehzuschauern wahrgenommen wird, da er nicht mehr bei den jeweiligen Spielen mit auf der Tainer-Bank in der ersten Reihe sitzt.
Aus seiner Sicht standen nun die Vorzeichen gut, um seine erst am Anfang Oktober vorgetragenen Äußerungen zu seinem angestellten Trainer van Gaal zu widerrufen und diese direkt vor den Medien in harrsche
Kritik umzuwandeln. Bekanntlich hatte der Vorstand, zu dem er als eine Führungsperson zählt, zum Trainer van Gaal zu diesem Zeitpunkt noch vollstes Vertrauen, weil dessen Philosophie und Qualität diesem restlos überzeugten.
Nicht nur für den Autor dieser Zeilen ist der tatsächliche Grund der Wortmeldung des zwischenzeitlich ab März diesen Jahres sogar zum Aufsichtrat-Vorsitzenden gewählten U. Hoeneß völlig unverständlich, da es seit ein paar Spielen wieder bergauf geht.
Wie Hoeneß jetzt selbst mitteilte, staute sich seine Wut bereits seit ca. sechs Wochen gegen seinen Trainer van Gaal an, weil dieser die eigentlich nicht mehr gewollten Reservisten wegen den vielen verletzten Stammspielern einfach einsetzen musste, um nicht mit nur acht oder neun Aktiven auflaufen zu müssen!
Ganz geschickt nutzte Hoeneß das erfolgreiche Toreschießen der "Reservisten" am vergangenen Wochenende aus, die er selbst eigentlich am liebsten schon als Hauptentscheidungsträger der Bayern AG längst verkauft hätte, um unmittelbar danach an seinen Trainer den Vorwurf zu machen, diese nicht in Spielen zuvor schon eingesetzt zu haben.
Dem normalen Fußballfreund drängen sich nun folgende Fragen auf:
1. Hat Herr Hoeneß diese Selbstdarstellung eigentlich nötig?
2. Warum wurde erst kürzlich der Vertrag von van Gaal bis 2012 verlängert?
3. Weshalb wird von einer guten Zusammenarbeit in der Führungsebene gesprochen, wenn das in Wirklichkeit überhaupt nicht der Fall ist? Die von Herrn Hoeneß gern zitierten Sätze: " man sollte nicht in die Tasche lügen" oder "ehrlich miteinander, statt über einen, sprechen", hat er doch in seiner arteigenen, überraschenden bzw. unsinnigen Wortmeldung mit Füßen getreten!
4. Wäre seine Äußerung auch so ausgefallen, wenn die jetzt so von ihm gelobten "Anschluss-Spieler", die er selbst schon als "Mitläufer" in der Vergangenheit bezeichnet hatte, keine Tore geschossen hätten?
Fazit: Von so einer Persönlichkeit, wie es der geachtete ehemalige Spieler und jetzige Funktionär einfach ist, sollte erwartet werden, dass er bei von ihm anscheinend festgestellten Unzulänglichkeiten seiner Mitarbeiter
mit diesen "persönlich" spricht, statt selbst zuerst auf direktem Weg die Medien davon zu unterrichten.
Hans-Ullrich Klemm
Autor: nnzAuch nach ein paar (zum Teil auch recht glücklichen) Siegen hintereinander kann von einer Aufholjagt in der 1. Bundesliga wohl noch nicht gesprochen werden. Das bedeutet, die Fußballfreunde unseres Landes sprechen gegenwärtig einfach nicht genügend von diesem Club, egal, ob aus guten oder schlechten Gründen.
Diese ungenügende Aufmerksamkeit für den als "Dusel-Bayern" bekannten, trotzdem aber fast immer dominierenden, Verein rief nach dem letzten gewonnenen Spiel den in der Vergangenheit immer polarisierenden Ex-Manager U. Hoeneß auf den Plan. Er hat sich gedacht, dass jetzt seine Zeit gekommen ist, um sich endlich wieder einmal in den Vordergrund zu spielen. Es scheint ihm zu wurmen, da er kaum noch optisch von den Fernsehzuschauern wahrgenommen wird, da er nicht mehr bei den jeweiligen Spielen mit auf der Tainer-Bank in der ersten Reihe sitzt.
Aus seiner Sicht standen nun die Vorzeichen gut, um seine erst am Anfang Oktober vorgetragenen Äußerungen zu seinem angestellten Trainer van Gaal zu widerrufen und diese direkt vor den Medien in harrsche
Kritik umzuwandeln. Bekanntlich hatte der Vorstand, zu dem er als eine Führungsperson zählt, zum Trainer van Gaal zu diesem Zeitpunkt noch vollstes Vertrauen, weil dessen Philosophie und Qualität diesem restlos überzeugten.
Nicht nur für den Autor dieser Zeilen ist der tatsächliche Grund der Wortmeldung des zwischenzeitlich ab März diesen Jahres sogar zum Aufsichtrat-Vorsitzenden gewählten U. Hoeneß völlig unverständlich, da es seit ein paar Spielen wieder bergauf geht.
Wie Hoeneß jetzt selbst mitteilte, staute sich seine Wut bereits seit ca. sechs Wochen gegen seinen Trainer van Gaal an, weil dieser die eigentlich nicht mehr gewollten Reservisten wegen den vielen verletzten Stammspielern einfach einsetzen musste, um nicht mit nur acht oder neun Aktiven auflaufen zu müssen!
Ganz geschickt nutzte Hoeneß das erfolgreiche Toreschießen der "Reservisten" am vergangenen Wochenende aus, die er selbst eigentlich am liebsten schon als Hauptentscheidungsträger der Bayern AG längst verkauft hätte, um unmittelbar danach an seinen Trainer den Vorwurf zu machen, diese nicht in Spielen zuvor schon eingesetzt zu haben.
Dem normalen Fußballfreund drängen sich nun folgende Fragen auf:
1. Hat Herr Hoeneß diese Selbstdarstellung eigentlich nötig?
2. Warum wurde erst kürzlich der Vertrag von van Gaal bis 2012 verlängert?
3. Weshalb wird von einer guten Zusammenarbeit in der Führungsebene gesprochen, wenn das in Wirklichkeit überhaupt nicht der Fall ist? Die von Herrn Hoeneß gern zitierten Sätze: " man sollte nicht in die Tasche lügen" oder "ehrlich miteinander, statt über einen, sprechen", hat er doch in seiner arteigenen, überraschenden bzw. unsinnigen Wortmeldung mit Füßen getreten!
4. Wäre seine Äußerung auch so ausgefallen, wenn die jetzt so von ihm gelobten "Anschluss-Spieler", die er selbst schon als "Mitläufer" in der Vergangenheit bezeichnet hatte, keine Tore geschossen hätten?
Fazit: Von so einer Persönlichkeit, wie es der geachtete ehemalige Spieler und jetzige Funktionär einfach ist, sollte erwartet werden, dass er bei von ihm anscheinend festgestellten Unzulänglichkeiten seiner Mitarbeiter
mit diesen "persönlich" spricht, statt selbst zuerst auf direktem Weg die Medien davon zu unterrichten.
Hans-Ullrich Klemm
Anmerkung der Redaktion:
Die im Forum dargestellten Äußerungen und Meinungen sind nicht unbedingt mit denen der Redaktion identisch. Für den Inhalt ist der Verfasser verantwortlich. Die Redaktion behält sich das Recht auf Kürzungen vor.
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