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Di, 14:42 Uhr
02.11.2010

nnz-Forum: Schwere Umweltauswirkungen

Der Standort des geplanten Autohofes direkt am Ortsteil Sundhausen lässt schwere Umweltauswirkungen befürchten. Das schreibt Familie Ruth an die nnz-Redaktion...


Das wurde in den bisherigen Begründungen zur Bauplanung aus gutem Grund ausgespart und stets verharmlost. Würde es doch den „ach so gepriesenen“ Standort in seinen Grundfesten erschüttern und null und nichtig machen.

Warum wurde zu dem von vornherein als konfliktreich bewerteten Standort Sundhausen seitens der Stadt keine Umweltverträglichkeitsprüfung durchgeführt, obwohl der Gesetzgeber eine solche Prüfung bei Vorhaben dieser Größe zur Pflicht macht, wenn besondere Umstände vorliegen? Ist es etwa kein besonderer Umstand, wenn so dicht an einem Dorf mit über 1.000 Einwohnern ein Autohof entstehen soll, der in seiner Dimension dem Charakter eines neuen „Ortsteiles“ entspricht?

Wann wird endlich ernsthaft damit begonnen, einen der zahlreich vorhandenen Alternativstandorte für den Autohofbau zu prüfen und voranzutreiben? Der Standort Sundhausen wäre die denkbar schlechteste Wahl für einen Autohof!
Fam. Ruth
Autor: nnz

Anmerkung der Redaktion:
Die im Forum dargestellten Äußerungen und Meinungen sind nicht unbedingt mit denen der Redaktion identisch. Für den Inhalt ist der Verfasser verantwortlich. Die Redaktion behält sich das Recht auf Kürzungen vor.
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Kommentare
NDHler
02.11.2010, 15:18 Uhr
Fam. Ruth, ist denn das so schwer zu verstehen?
Welchen Alternativstandort soll denn bitte wer prüfen??? Der Investor hat Interesse am Standort Sundhausen angemeldet. Dafür ist die Stadtverwaltung Nordhausen zuständig. Einziger Alternativstandort für den ebenfalls die Stadt zuständig wäre ist Hesserode. Das Grundstück ist allerdings schon verkauft! Was wollen Sie denn von jetzt der Stadt?

Sie müssen mit dem Investor reden wenn sie was erreichen wollen, aber das will ja in Sundhausen keiner. Und überhaupt hier entsteht ein Autohof und kein Atomkraftwerk!

Hoffentlich können die Bauarbeiten bald beginnen und der Autohof in Betrieb gehen. Nach nur kurzer Zeit spricht über das Thema kein Mensch mehr weil alle schlimmen Befürchtungen nicht eintreten werden.
Georg66
02.11.2010, 16:14 Uhr
Endlich...
wieder ist das Thema angesprochen. Erst war es der Puff und der Lärm der zukünftigen Anlage und jetzt ist es die Umwelt. Eine Stadt wie NDH und keine Rastanlage. Das muss man sich mal vorstellen.

Jeder Eingriff des Menschen in die Natur ist bedenklich, aber wie mein Vorkommentator anführte, ensteht dort kein AKW. Wer sich über zukünftigen Lärm beschwert, der sollte sich mal jetzt mit Uhrzeit in die Wallrothstrasse stellen. Das ist Lärm und ich lebe immer noch.
MFG
liamka
02.11.2010, 16:44 Uhr
Ja genau
es gab schon mindestens 2 Tage keinen neuen Thread zum Thema AH Sundhausen, das musste dann mal wieder gerade gerückt werden...schon verstanden.

Langsam wird es nicht mehr langweilig, sondern lächerlich, mit welcher Art und Weise von dort vorgegangen wird.


Wäre doch sicher ein nettes Thema zum Karneval!!!
Nadin23
02.11.2010, 17:34 Uhr
geht garnicht
langsam wirds doch lächerlich. was kommt da wohl als nächstes?
Motte83
02.11.2010, 21:18 Uhr
Besonderer Umstand
Liebe Familie Ruth,
ich möchte kurz aus meiner Sicht Ihre Frage beantworten, ob es ein besonderer Umstand sei, den Autohof in Sundhausen bauen zu wollen.
Nein!

Wo Menschen wohnen, leben, arbeiten, konsumieren etc. entsteht zwangsläufig eine Infrastruktur. Zu den Transportwegen gehört dann eben auch ein Autohof. Ein besonderer Umstand ist das nicht, wenngleich ich das Ärgernis aller Nordhäuser in Sundhausen verstehe.

Und ja, ich spreche bewusst von Nordhäusern in einem Ortsteil. 75% aller Sundhäuser klingt viel, ist aber falsch. De facto zählen die AH-Gegner korrekter Weise 2,3% der Nordhäuser. Damit sind Sie eben leider eine kleine Minderheit, für die ein Autohof zwar nicht schön ist, aber durchaus tolerierbar. Die menschliche Entwicklung geht eben weiter.

Und so lange wir Waren aus anderen Ländern kaufen und konsumieren, wird es immer eine Steigerung der Transportnotwendigkeiten geben. Dies ist leider ein Fakt, da wir ohne Import mit unserem heutigen Lebenswandel kaum überlebensfähig sein würden.

Und als Stadtrat mit der Verantwortung für den größten Teil der Nordhäuser würde auch ich für den AH im Ortsteil Sundhausen stimmen. Es gibt durchaus Entscheidungen politischer Gremien, bei denen die Gruppe der Gegner größer ist als 2,3%. Aber auch hier gilt das Mehrheitsprinzip.
Totofino
03.11.2010, 20:05 Uhr
Nähe zum Ort
Der Hauptgrund der Sundhäuser, diesen AH gänzlich abzulehnen ist, dass er sich nur 80 m vom Ortsschild befindet, keine Schallschutzmauer, die zur Einmauerung von Sundhausen führen würde, kann die Dieselabgase und die Feinstaubbelastung aus der Hauptwindrichtung des Ortes aufhalten und es ist das gute Recht der Einwohner eines der wirtschaftlich stärksten Ortsteile, ihr Wohnumfeld von weiteren Belastungen freizuhalten, denn geopfert haben die Sundhäuser schon genug.

MfG
smilendh
03.11.2010, 23:20 Uhr
Umweltverträglichkeitsprüfung, Schutzgut Mensch u.a. ...
*** Erstens ***:
Ja: eine Umweltverträglichkeitsprüfung hätte erfolgen müssen.
Im Gesetz über die Umweltverträglichkeitsprüfung (Thüringer UVP-Gesetz – ThürUVPG) ist in der Anlage1 (zu §2 Abs. 3, § 3 Satz 1 und § 4 Satz 2) eine Liste der UVP-pflichtigen Vorhaben definiert.
Hier ist unter Nr. 7.3.3 definiert, dass Vorhaben von mehr als 10 ha (zutreffend) UVP-pflichtig sind.

Selbst für kleinere Vorhaben (Nr. 7.3.4 – auf einer Fläche von 10ha und weniger) müsste eine „standortbezogene Vorprüfung des Einzelfalls“ erfolgen, unter Berücksichtigung der in Anlage 2 aufgeführten Kriterien für die Vorprüfung eines Einzelfalls (Mekrmale der Vorhaben, Standort der Vorhaben, Merkmale der möglichen Auswirkungen).

An dieser Stelle sei darauf hingewiesen und erwähnt, dass schon bei der damaligen Umwandlung und Festsetzung des betroffenen „Vorbehaltsgebietes zum Schutz des Bodens landwirtschaftlicher Produktionsmittel“ in ein Gewerbegebiet (im Flächennutzungsplan der Stadt Nordhausen), der Autohof (Nr. 88) bei der Aufstellung des B-Planes in einer Stellungnahme des Landwirtschaftsamtes Bad Frankenhausen abgelehnt wurde und der Ausweisung als ein Gewerbegebiet nicht zugestimmt wurde. Dies wurde im damaligen Abwägungsverfahren von der Stadt ordnungsgemäß zur Kenntnis genommen.

Zudem gab es zum damals zu beschließenden Flächennutzungsplan einen unabhängigen Umweltbericht, in welchem eine Entwicklungsprognose des Umweltzustandes im Plangebiet eingeschätzt wurde. Hier wurde schon damals eine „Gefahr von schädlichen Immissionen durch Gewerbenutzung (Lärm, Staub, Luftverschmutzung)“ und „die Lage in Abstand zur bebauten Ortslage“ kritisch betrachtet.
Es wurde auch neben dem „Verlust der natürlichen Bodenfunktion“ im Bezug auf das Schutzgut Wasser von einer „Gefahr von Schadstoffeintrag durch gewerbliche Nutzung“ gesprochen. (Das Plangebiet grenzt unmittelbar an das Hochwasserschutzgebiet und der natürliche Abfluss eventueller Überleitungen gelangt in die Helme, welche eine erhöhte Bedeutung im Gewässerschutz des Landes besitzt.)

*** Zweitens ***:
Bei der Betrachtung von Umweltauswirkungen werden verschiedene Schutzgüter betrachtet, so auch das vornehmlich höchste Schutzgut Mensch.
Mit der bezeichnenden Eigenschaft dieses Planungsstandortes: seiner unzweckmäßig unmittelbaren Nähe zur Ortschaft sind die Beeinträchtigungen aller Art (nicht nur Lärm) zu prüfen.

*** Drittens ***
Etwa „75 % aller Sundhäuser“ bezeichnet nur die tatsächliche Interessenlage vor Ort betroffener Bürger - das ist Richtig.
„De facto“ sind dies die etwa 2,3% der Nordhäuser, die bei der Umsetzung eines solch fundiert fragwürdigen Planvorhabens tatsächlich nachhaltige Beeinträchtigungen erfahren werden!
Mit welcher Arroganz hier mit deplatzierten „Minderheiten“ umgegangen wird, ist ernüchternd - erschreckend. Dies kann (sollte) nicht die Haltung eines verantwortungsbewussten Entscheidungsträgers sein.

*** Viertens ***
Die Formulierung AH-Gegner ist deformierend falsch.
Die Bürger, die sich intensiv und sachhaltig mit diesem Planvorhaben auseinandergesetzt haben sind an keiner Stelle prinzipielle Autohof-Gegner, sondern Befürworter eines allgemein sinnvoll platzierten und nachhaltig geplanten Autohofes, nutzbringend für die Gesamtregion Nordhausen.

*** Fünftens ***
Es ist meines Erachtens ein Versäumnis, dass von der Stadt unter Einbeziehung des Landkreise keine alternativen Standorte vergleichend betrachtet und geprüft wurden, bevor dieser Plan so kurzfristig mit Druck in Richtung Umsetzung gesteuert wurde.
Die Beweggründe für diese forcierte schnelle Umsetzung sind plausibel: Es gab nur hier eine unmittelbar (leicht) verfügbare Fläche und es gab wiederum einen „Investor“ bzw. Projektentwickler, der wiederum auch nur genau auf diese Fläche will und kann...
Totofino
04.11.2010, 07:11 Uhr
Ich lade Sie ein
Lieber smilendh,

ich lade Sie ein, treten Sie mit uns, der BI, in Kontakt, da Sie wichtiges Hintergrundwissen zu haben scheinen.

Also bitte melden Sie sich, wir würden uns freuen.

MfG
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