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Di, 13:24 Uhr
02.11.2010

"Wir haben einen Stein gefunden......"

Lange Zeit galt sie als verschollen: Die Gedenktafel für den Antifaschisten Albert Kuntz. Jetzt wurde sie gefunden. Die nnz mit einer unglaublichen Geschichte...

Gefunden (Foto: LINKE) Gefunden (Foto: LINKE)

Überglücklich zeigte sich die Landtagsabgeordnete Birgit Keller (DIE LINKE.), gemeinsam mit ihren Genossen aus dem Stadtrat über einen wichtigen Fund der jüngeren Zeitgeschichte. Seit über einem Jahrzehnt galt die Gedenktafel für den Antifaschisten Albert Kuntz, der als ehemaliger Abgeordneter im Preußischen Landtag 1945 im KZ Mittelbau-Dora ermordet wurde, als verschollen. Ursprünglich war sie auf dem Bahnhofsplatz angebracht.

"Aufmerksame Bauarbeiter, die in der Altstadt sanieren, haben uns am Montag im Büro der Linken angerufen und gesagt, wir hätten ganz sicher ein Interesse an einem Fund. Sie hätten einen Stein gefunden", so Stadtrat Matthias Mitteldorf. Frau Keller informierte die Untere Denkmalschutzbehörde und sofort war auch Frau Hinsching vor Ort. Über die Sanierung und eine Wiederaufstellung werden jetzt die Fachleute beraten. Frau Keller und der gesamte Kreisverband danken herzlich den aufmerksamen Bauarbeitern der Firma "Prophet und Partner".
Autor: nnz

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Kommentare
Luftikus
02.11.2010, 21:07 Uhr
Wohin mit Geschichte?
Es ist schön, wenn man alte Gedenkplatten nicht in den Schutt schmeißt, aber die Frage ist doch wohin mit der Tafel? Seit Jahren quält man sich schon mit dem großen Quader dem eigentlichen Gedenkstein von Albert Kuntz auf dem Bahnhofsvorplatz. Keiner will Ihn haben. Die Gedenkstätte Dora nicht, obwohl Kuntz dort ermordet wurde. Der Albert Kuntz Sportparkt wäre schon der geeignete Ort für den Quader. Der stand ja bis zum Umbau auf dem Hof der Flohburg lagerte.

Vielleicht nimmt die Gedenkstätte Dora die Tafel mit auf?! Aber dort passen wohl ermordete Antifaschisten nicht in das Ausstellungsschema. Er war ja nur Kommunist!
Frank Tabatt
04.11.2010, 07:57 Uhr
Platte gefunden?
So weit ich weiß , baut die Fa. Prophet in der Altstadt in einem Haus , das in vergangenen Jahren von der Stadt als Büro für das Tiefbauamt genutzt wurde. Da war scheinbar beim Auszug nicht so richtig aufgeräumt worden - verschollen stimmt dann wohl nicht.
Mfg Frank Tabatt
H.Buntfuß
04.11.2010, 15:07 Uhr
Seltsam
Wenn es um die Verbrechen der Nazizeit geht, da ist die LINKE an erster Stelle. Damit will ich nicht sagen, dass Albert Kunz eine Ehrung nicht verdient hat. Er ist im KZ umgebracht worden. Und so etwas darf nicht in Vergessenheit geraten.

Damit will ich nur sagen dieser Fakt liegt 60 Jahren zurück und die Linken verlangen eine Aufarbeitung, wenn man so sagen kann. Von Ihren Ungerechtigkeiten die erst 20 Jahre zurück liegen, verlangen sie, dass man nun langsam den Mantel des Vergessen darüber legen soll.
TeeEff
04.11.2010, 16:48 Uhr
Lieber Werner und andere,
ich empfehle Ihnen einen direkten Einspruch bei den Verursachern und Rechtsnachfolgern des Stalinismus - Moskau! Auf dem Roten Platz demonstrieren und Wiedergutmachung fordern wäre ein mutiger Schritt! Dafür tät Sie auch achten. Ansonsten läuft was Sie heir tun für mich unter Gratismut.

Außerdem wissen Sie, wie auch alle andern, dass die deutsche Justiz sich in den letzten 20 Jahren sehr bemüht hat, aber entweder nichts gefunden hat, oder vieles entweder längst verjährt, oder nie strafbewärt war. Die Täter denen man etwas nachweisen konnte, wurden übrigens längst bestraft.

Wofür es aber Zeit wäre, wäre ein Gesetzesakt ähnlich wie das Entnazifizierungsschlussgesetz vom 11. Mai 1951 - also dem 2. Jahr des Bestehens der BRD, oder knapp 6 Jahre nach Kriegsende.
Es kann nicht sein das 20 Jahre nach dem Anschluss immer noch Leute ohne greifbare Grundlagen beobachtet, deren Leben durchleuchtet und gegen alle Ossis ein Generalverdacht gehegt wird!
Solange wird Deutschland auch nicht zu lange wachsen!

Selbst die Gauck-Behörde (bzw. Nachfolger) sollte bereits MEHRFACH geschlossen werden und ihre Arbeit einstellen, was aber aus Machtpolitischem Kalkül immer wieder verschoben wurde.
Immer noch wird die *Rote Sau* durch die Stadt und Medienlandschaft getrieben, unbewiesene Stasi-Vorwürfe gegen politische Gegner vorgebracht um sie zu diskreditieren und von den eigenen korrupten Untaten, dem riesen Waffenhandel Deutschlands, seinen Kriegsbeteiligungen und der politischen Perspektivlosigkeit abzulenken.

Was sie hier übrigens betreiben kann man durchaus als "Hatespeak" bezeichnen. Sie versuchen hier wiederholt und unnachgiebig gegen eine Minderheit zu hetzen und diese gezielt auszugrenzen ohne irgendwo zu differenzieren.

Sie sollen sich endlich der Realität stellen und einsehen das mit der Wiedervereinigung und dem Einheitsvertrag eine Menge der Dinge geregelt wurden und die Gesetze nicht mehr hergaben & geben.
Alle Seiten hatten übrigens irgendwo Dreck am strecken. Nur musste man sich nach dem Krieg auch mit der Situation arrangieren.

Andere Gesetze zu machen um im Nachhinein strafen zu können, entspricht übrigens nicht der gängigen Rechtspraxis.
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