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Mo, 07:27 Uhr
10.03.2003

Konkurrenz statt Zusammenarbeit

Nordhausen/Sondershausen (nnz). Während man im Landkreis Nordhausen fest hinter der kommunalen Trägerschaft für das Südharz-Krankenhaus steht, sind im Nachbarlandkreis die kommunalen Messen für das Kreiskrankenhaus in Sondershausen gesungen. nnz mit einer Betrachtung über Nebentöne.


Es gab sie, die Angebote aus dem Landkreis Nordhausen. Eine Krankenhaus-Fusion zwischen Nord- und Sondershausen wäre machbar gewesen, mehrfach wurde auf bestehende Kooperationen und Synergien hingewiesen. Offene Ohren fanden dabei die Nordhäuser noch in Sondershausen. Der Stadtrat der Musikstadt positionierte sich mehrfach, auch Klinikleitung und Mitarbeiter waren dieser Meinung. Doch da hatte die politische und fachliche Meinung in der Kreisstadt nicht die Rechnung mit dem Altkreis Artern gemacht. Die dortige CDU hat vermutlich den kreisinternen Machtkampf gewonnen, kann Ansprüche anmelden und: Sie kann Politik bestimmen. Eine Fusion mit Nordhausen? Unmöglich! Da gibt es ja noch das DRK-Krankenhaus in Bad Frankenhausen.

Nun erteilte der Kreistag des Kyffhäuserkreises dem Manniske-Krankenhaus und seinem Träger eine klare Abfuhr. Es wird bis zum 26. März nur noch Verhandlungen mit einem Bieter geben. Nach Recherchen der nnz könnte dies die Asklepios GmbH sein. 71 medizinische Einrichtungen in Deutschland und in den USA betreibt die Gesellschaft. In Sachsen-Anhalt ist sie in der dortigen Krankenhauslandschaft eine dominierende Größe, in Thüringen gibt es bislang nur einige Standorte in Bad Salzungen und in Stadtroda.

Die Asklepios GmbH soll dem Kyffhäuserkreis das höchste Angebot gemacht haben, war in Sondershausen zu hören. Um Konzepte oder Inhalte ging es vermutlich nicht. Und die Kooperationen und die bisherige Zusammenarbeit mit Nordhausen? Die wird nach dem 26. März wohl der Geschichte angehören. In der in Sondershausen erscheinenden Tageszeitung formulierte Landrat Peter Hengstermann (CDU) diesen Umstand folgendermaßen: „Wenn der neue Krankenhausbesitzer nun auch noch mit Bad Frankenhausen möglichst gut zusammenarbeitet und mit weiteren medizinischen Leistungsangeboten den Nordhäusern echte Konkurrenz macht, dürfte unser Konzept aufgegangen sein", blickte der Landrat gestern leicht optimistisch in die Zukunft.

Und da denkt man in Nordhausen immer noch, dass man mit Sondershausen zusammenarbeiten könnte. Auf städtischer Ebene ginge das vielleicht noch, auf Landkreisebene sind da - trotz Parteiengleichheit der Landräte - schon längst alle Messen gesungen. In Nordhausen wird dieser Umstand schon seit einigen Monaten mit Bedauern registriert.
Autor: nnz

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