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Fr, 16:11 Uhr
07.03.2003

Bilanz mit (fast) weißer Weste

Nordhausen (nnz). Die Nordhäuser Polizei stellte heute die Bilanz ihrer Arbeit des vergangenen Jahres vor. Polizeiliche Kriminalstatistik nennen das die Beamten. Und da steht eines fest: Die Nordthüringer Beamten sind Spitze...


Im Januar und Februar des vergangenen Jahres wurden mehrere Gärten im Südharz aufgebrochen. 21 Einbrüche registrierten die Beamten der Polizeiinspektion Nordhausen (PI). Nach intensiver Ermittlungstätigkeit konnte ein Jugendlicher aus Neustadt dingfest gemacht werden. Diese 21 aufgeklärten Straftaten gehören zu den insgesamt 4.675, die im vergangenen Jahr durch die PI registriert wurden.

Gauner und Verbrecher haben im Landkreis Nordhausen immer weniger gute Karten, denn 61,3 Prozent aller Straftaten wurden aufgeklärt und 2.409 Tatverdächtige ermittelt. Den quantitativen Schwerpunkt aller Delikte bildeten der Diebstahl (2.291) und die Straßenkriminalität (1.037).

Wie in der Polizeiinspektion, so konnte sich auch der gesamte Direktionsbereich einer hohen Aufklärungsquote rühmen. Mit 66,6 Prozent konnte diese nicht nur um 2,5 Prozent gesteigert werden, sondern die Nordthüringer sind damit Spitze im gesamten Freistaat. Statistisch gesehen wurde damit aber immer noch jeder 21. Nordthüringer einer Straftat. „Trotzdem ist der Thüringer Norden die sicherste Region im Land Thüringen und auch im Bundesgebiet“, schätzte Polizeidirektor Günther Lierhammer am Nachmittag ein.

Mit insgesamt sieben Sonderkommissionen wurde im vergangenen Jahr mehreren schweren Verbrechen „zu Leibe“ gerückt. So konnte die SOKO „Enkel“ im vergangenen Jahr 159 von 179 Straftaten von Betrügern aufklären. Über die so genannte „Enkeltrick-Masche“ berichtete die nnz mehrfach. Auch über die SOKO „Locke“ wurde viel geschrieben. Deren Mitarbeiter „sprengten“ einen Dealer-Ring. Immer noch laufen Verhandlungen vor Amtsgerichten und dem Mühlhäuser Landgericht.

Im vergangenen Jahr wurden innerhalb der Polizeidirektion Nordhausen 2,7 Kilogramm Haschisch, 11,2 Kilogramm Marihuana oder fast 1.000 Ecstasy-Tabletten sichergestellt.

Insgesamt wurden im zurückliegenden Jahr zehn Straftaten „gegen das Leben“ registriert. Dazu gehören Mord oder Totschlag, aber auch fahrlässige Tötung. Hier lag die Aufklärungsquote bei 100 Prozent. Trotz berechtigtem Stolz bei der Präsentation dieser Bilanz, von einem Tötungsverbrechen an einem 17jährigen Mädchen in Mühlhausen als „Highlight“ zu sprechen, das war dann doch etwas „daneben“.
Autor: nnz

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