Do, 10:24 Uhr
07.10.2010
weniger und mehr
Die Entwicklung der Insolvenzen im privaten und im unternehmerischen Bereich ist mitunter ein Indikator für die innere Befindlichkeit sowie für die sozial- und volkswirtschaftlichen Zustände einer Gesellschaft. Jetzt gibt es neueste Zahlen für Thüringen...
Von Januar bis Juli 2010 meldeten die Thüringer Amtsgerichte 2 462 Insolvenzverfahren. Davon entfielen 14,3 Prozent auf Unternehmen und 85,7 Prozent auf übrige Schuldner (natürliche Personen als Gesellschafter u. Ä., ehemals selbständig Tätige, private Verbraucher und Nachlässe). Damit erhöhte sich nach Mitteilung des Thüringer Landesamtes für Statistik in den ersten sieben Monaten des Jahres die Gesamtzahl der Insolvenzverfahren im Vergleich mit dem Vorjahreszeitraum um 65 Anträge bzw. 2,7 Prozent. 2 268 Verfahren wurden eröffnet. Das waren 92,1 Prozent aller Insolvenzanträge.
171 Verfahren (6,9 Prozent) wurden mangels Masse abgewiesen und 23 Verfahren endeten mit der Annahme eines Schuldenbereinigungsplanes. Die voraussichtlichen Gläubigerforderungen bezifferten die Gerichte auf insgesamt rund 422 Millionen Euro. Pro Verfahren standen Forderungen von durchschnittlich 172.000 Euro aus. Die Zahl der Unternehmensinsolvenzen ging gegenüber den ersten sieben Monaten des Vorjahres um 40 Unternehmen bzw. 10,2 Prozent auf 353 zurück.
Die 353 insolventen Unternehmen beschäftigten zum Zeitpunkt des Antrages noch 1 549 Arbeitnehmer. Der wirtschaftliche Schwerpunkt der Unternehmensinsolvenzen lag von Januar bis Juli 2010 mit 68 Verfahren im Baugewerbe, gefolgt vom Bereich Handel; Instandhaltung und Reparatur von Kraftfahrzeugen mit 53 Verfahren.
Gegenüber Januar bis Juli 2009 ging die Zahl der Unternehmensinsolvenzen im Baugewerbe um 19 Prozent und im Handel; Instandhaltung und Reparatur von Kraftfahrzeugen um 36,1 Prozent zurück. Im Verarbeitenden Gewerbe war ein Anstieg der Unternehmensinsolvenzen um 4,3 Prozent von 47 auf 49 Insolvenzverfahren zu beobachten. In einigen Dienstleistungsbereichen stieg die Zahl der Unternehmensinsolvenzen ebenfalls. Nach Rechtsformen betrachtet mussten am häufigsten Einzelunternehmen, Freie Berufe und Kleingewerbe (159) sowie Gesellschaften mit beschränkter Haftung (156) Insolvenz anmelden.
Bei den übrigen Schuldnern wurden 2 109 Verfahren gemeldet, 105 Verfahren bzw. 5,2 Prozent mehr als in den ersten sieben Monaten 2009. 1 580 private Verbraucher nahmen von Januar bis Juli 2010 das Insolvenzrecht in Anspruch. Das waren 123 Verfahren bzw. 8,4 Prozent mehr als im entsprechenden Vorjahreszeitraum. Weitere 499 Verfahren (3,1 Prozent mehr als von Januar bis Juli 2009) betrafen ehemals selbständig Tätige, die die erneute Aufnahme eines früheren Insolvenzverfahrens beantragten.
Autor: nnzVon Januar bis Juli 2010 meldeten die Thüringer Amtsgerichte 2 462 Insolvenzverfahren. Davon entfielen 14,3 Prozent auf Unternehmen und 85,7 Prozent auf übrige Schuldner (natürliche Personen als Gesellschafter u. Ä., ehemals selbständig Tätige, private Verbraucher und Nachlässe). Damit erhöhte sich nach Mitteilung des Thüringer Landesamtes für Statistik in den ersten sieben Monaten des Jahres die Gesamtzahl der Insolvenzverfahren im Vergleich mit dem Vorjahreszeitraum um 65 Anträge bzw. 2,7 Prozent. 2 268 Verfahren wurden eröffnet. Das waren 92,1 Prozent aller Insolvenzanträge.
171 Verfahren (6,9 Prozent) wurden mangels Masse abgewiesen und 23 Verfahren endeten mit der Annahme eines Schuldenbereinigungsplanes. Die voraussichtlichen Gläubigerforderungen bezifferten die Gerichte auf insgesamt rund 422 Millionen Euro. Pro Verfahren standen Forderungen von durchschnittlich 172.000 Euro aus. Die Zahl der Unternehmensinsolvenzen ging gegenüber den ersten sieben Monaten des Vorjahres um 40 Unternehmen bzw. 10,2 Prozent auf 353 zurück.
Die 353 insolventen Unternehmen beschäftigten zum Zeitpunkt des Antrages noch 1 549 Arbeitnehmer. Der wirtschaftliche Schwerpunkt der Unternehmensinsolvenzen lag von Januar bis Juli 2010 mit 68 Verfahren im Baugewerbe, gefolgt vom Bereich Handel; Instandhaltung und Reparatur von Kraftfahrzeugen mit 53 Verfahren.
Gegenüber Januar bis Juli 2009 ging die Zahl der Unternehmensinsolvenzen im Baugewerbe um 19 Prozent und im Handel; Instandhaltung und Reparatur von Kraftfahrzeugen um 36,1 Prozent zurück. Im Verarbeitenden Gewerbe war ein Anstieg der Unternehmensinsolvenzen um 4,3 Prozent von 47 auf 49 Insolvenzverfahren zu beobachten. In einigen Dienstleistungsbereichen stieg die Zahl der Unternehmensinsolvenzen ebenfalls. Nach Rechtsformen betrachtet mussten am häufigsten Einzelunternehmen, Freie Berufe und Kleingewerbe (159) sowie Gesellschaften mit beschränkter Haftung (156) Insolvenz anmelden.
Bei den übrigen Schuldnern wurden 2 109 Verfahren gemeldet, 105 Verfahren bzw. 5,2 Prozent mehr als in den ersten sieben Monaten 2009. 1 580 private Verbraucher nahmen von Januar bis Juli 2010 das Insolvenzrecht in Anspruch. Das waren 123 Verfahren bzw. 8,4 Prozent mehr als im entsprechenden Vorjahreszeitraum. Weitere 499 Verfahren (3,1 Prozent mehr als von Januar bis Juli 2009) betrafen ehemals selbständig Tätige, die die erneute Aufnahme eines früheren Insolvenzverfahrens beantragten.


