Mehrheit lehnt Standort ab
Der Protest vieler Sundhäuser gegen den geplanten Autohof in der Nähe des Ortes geht weiter. Eine Delegation der Sundhäuser war am Dienstag im Nordhäuser Rathaus...
Gestern wurde durch zwei Anwohner Sundhausens in der Stadtverwaltung Nordhausen, exakt im Amt für Wirtschaftsförderung und Stadtplanung ein Aktenordner mit 20 Unterschriftenlisten und zugehörigen Leseabschriften eingereicht, der rund 280 Seiten umfaßt. Zahlreiche engagierte Sundhäuser Bürger hatten ab dem 15. Juli versucht, die gesamte Bevölkerung des Ortes nach ihrer Meinung zum geplanten Autohof-Standort Sundhausen nur wenige hundert Meter vom Ort entfernt zu befragen. Trotz der allgemeinen Urlaubszeit konnte die überwiegende Mehrheit der 933 Einwohner mit vollendetem 18. Lebensjahr erreicht werden.
"Wenige Befürworter erklärten sich offen, einigen Bürger war die Sache wohl auch egal, manche trauten sich nicht ihre Unterschrift auf eine Liste zu setzen, da sie bei der Stadt beschäftigt seien", heißt es in einer Mitteilung der Bürgerinitiative. Weit über zwei Drittel der Bevölkerung aber waren sich absolut sicher. So nah an einen Wohnort gehört der Autohof nicht, zumal zahlreiche geeignete Alternativstandorte in der Region vorhanden sind. Unter den Unterzeichnenden befinden sich zahlreiche Berufskraftfahrer wie auch Ortschaftsräte aus Sundhausen.
Eine große Unterstützung und Solidarität erfuhren die am nächsten liegenden und so am intensivsten betroffenen Straßenbereiche aus dem gesamten Ort, insbesondere den weiter entfernten Teilen.
Autor: nnz
Kommentare
Stephan Schreiber
25.08.2010, 16:31 Uhr
Mehrheit lehnt Standort ab
Es müsste doch langsam mal Schluss sein mit der ganzen Diskusion. Jedesmal wird über den Autohof sich beschwert und keiner will ihn haben. Ich rate den Verantwortlichen und Mitbestimmern für den Autohof nur mein bestes und sage das Sie den Autohof in dem Gewerbegebiet Goldene Aue bauen sollen. Somit hat die ganze Sache ein Ende und die Sundhäuser ihre Ruhe.
Man kann es garnicht mehr lesen und man kann nur noch den Kopfschütteln über die ganze Sache.
(Is ja schlimmer wie im Kindergarten)
Ehrlich gesagt denken manche Leute nicht über Zukunft und Wirtschaftslage im Landkreis Nordhausen nach.
Ich hoffe nur das wenn der Autohof nun endlich seinen Standort in der Goldenen Aue gefunden hat
das kein Sundhäuser sich dort bewirbt um einen Arbeitsplatz. Den dann würde ich es überhaupt nicht mehr verstehen.
Einfach mal an die Jugend denken, oder warum gehen den die Jungen Leute alle wegen Arbeit aus Thüringen weg.....?????
videoman
25.08.2010, 17:14 Uhr
wirtschaftliche Interessen
ich kann die Kommentare der Gegner durchaus verstehen, aber zum Schluss wird der wirtschaftliche Faktor eine Rolle spielen und da ist das Kreuz B4/A38 wesentlich attraktiver als die Goldene Aue. Dort liegt alles brach. und Wirtschaft sehe ich da die nächsten 10 Jahre auch nicht.
Da gibt es durchaus noch interessantere Gewerbegebiete, die näher an der Stadt liegen und auch eine günstige Anbindungen zur Autobahn haben. die B80 (ehemals) läuft parallel zur AB und dadurch bringt das doch keinen Vorteil, wiederum ist die B4 eine stark frequentierte Bundesstraße und deshalb der bessere wirtschaftliche Faktor. Und das wird entscheidend sein.
pumpnC
25.08.2010, 17:26 Uhr
@Stephan Schreiber
Natürlich wird sich keiner der Sundhäuser dort bewerben, denn nach ihrer Meinung sind die Jobs dort ALLE im Billiglohnsektor. Scheinbar haben die meisten Aufständischen in dem kleinen Örtchen immer noch nicht begriffen, dass bereits ganz Deutschland ein Billiglohnsektor ist, und vor allem im Osten auch sehr lange bleiben wird. Was machen da schon 100 Arbeitsplätze weniger. Ist doch egal bei uns hängen die Jobs an den Bäumen und werden selbstverständlich auch noch sehr sehr gut bezahlt.
Mir geht das Thema auch langsam auf den Sack. Vor allem ist das einfach nur noch Polemik die hier betrieben wird.
Polo 89
25.08.2010, 18:32 Uhr
Denkt an die vielen Lkw Fahrer!
Liebe Sundhäuser,
Vielleicht solltet ihr auch mal an die Lkw Fahrer denken die jeden Tag auf Deutschlands Straßen für euch unterwegs sind, die euch euer Essen und Trinken in die vielen Läden bringen, ohne dass ihr nicht leben könntet.
Haben nicht die armen Fahrer sich mal ein Ort verdient wo was los ist? Wo sie mal Schlafen, Essen und Spaß haben können? Ich denk doch mal schon zumal unsere Autobahn ja nur langweilige Rastplätze bietet!
Denkt immer daran, die Männer und Frauen machen Tag Täglich ein sehr harten Job und das auch für euch, sie sehen ihre Familien oft Wochen lang nicht und wofür? Dafür das sie überall unerwünscht sind und jeder Autofahrer sie hasst! Ich glaub das sie dies nicht verdient haben!
Mein Papa ist selbst ein LKW Fahrer und ich bin oft mitgefahren. Ich kenne diese Problematik. Ich bewundere jeden der diesen Beruf ausübt, der sich von Disponenten rum scheuchen lässt, von der Polizei und der BAG abgezockt wird und dazu noch von vielen Autofahrern und Bewohnern Sundhausens unerwünscht ist. Diese Fahrer müssen für wenig Geld soviel über sich ergehen lassen und ich denke das wir alle mal vor ihnen den Hut ziehen sollten!
Sie sind genau so wichtig für uns wie jeder Arzt und jeder Polizist bekommen aber nur halb soviel Geld und Anerkennung!
Ihr solltet mal anfangen nachzudenken wie gut es euch geht und wie schlecht diesen Lkw Fahrern vielleicht hilft euch das ja mal vom eigenen Egoismus weg zu kommen und auch anderen die Chance zugeben ein einiger maßen gutes Leben zu führen!!! Ich hoffe das ich den ein oder anderen zum nachdenken bewegen konnte!
Totofino
25.08.2010, 22:40 Uhr
Nicht gegen LKW-Fahrer
Es geht den Sundhäusern nicht gegen LKW-Fahrer, sondern nur gegen diesen Standort, weil der Ortsrand von Sundhausen schon fast keine Ackerflächen mehr hat, er durch Gewerbe überbaut ist und wir von Kiesseen umgeben sind, die noch mehr werden.
Die Grösse des Autohofes ist ökonomischer Unsinn,
an der A 38 werden zur Zeit 25 LKW-Stellplätze im gesamten Raum Thüringen benötigt, (Bitte dazu meinen Kommentar "14200 LKW-Stellplätze" bei "Protest geht weiter" lesen), 50 sind Mindestzahl laut STVO, dementsprechend werden dann auch Arbeitsplätze geschaffen.
Ich bitte Herrn Schreiber um Verständnis für unseren Protest, weil wir aber in Sundhausen unsere Lebensqualität extrem bedroht sehen, werden wir weiter kämpfen bis der Standort Sundhausen kippt. Bis jetzt regional, vieleicht werden wir das noch ausweiten.
Falls der Standort gegen den Willen von Zwei Dritteln der Sundhäuser gebaut würde, könnten die Sundhäuser Überlegungen anstellen, um sich von der Stadt NDH zu lösen. Ich könnte mir vorstellen, dass es aufgrund unserer wirtschaftlichen Stärke kein Problem sein wird, sich einem anderen Kommunalverband anzuschliessen.
Dies könnte einen Dominoeffekt auslösen, weil ich in dieser Zeitung gelesen habe, dass auch andere Ortsteile beobachten, wie die Sundhäuser von der Stadt behandelt werden.
MfG
Polo 89
26.08.2010, 06:50 Uhr
So schlimm ist es nicht!
Sicher sagen die Sundhäuser nichts gegen die LKW Fahrer, aber das sind doch die, die das alles wieder ausbaden müssen! Die wieder auf einen der langweiligen Rastplätze übernachten müssen und nichts warmes zu Essen bekommen, und das nur weil es dem Investor auch irgendwann hinreicht und er es einfach im raum Nordhausen ganz sein lässt!
Es ist nur ein Autohof was kann denn daran so schlimm sein?
Ich erinnere mich noch gut wenn ich mit mein Papa mitgefahren bin und wir tage lang nur Brot essen konnten, weil einfach keine Rasthöfe da waren oder sie überfüllt waren.
Ich habe direkt neben meiner Wohnung selber eine Firma die nicht immer leise ist und die Nachts von Schwerlasttransporten besucht wird, aber was solls irgendwo muss sie ja hin und Schlafen kann ich trotzdem noch ganz gut!
Ich werde in den nächsten Monaten selbst eine Mutti und ich würde mich freuen wenn mein Kind später in Nordhausen bleiben kann und nicht weg muss weil es hier einfach keine Arbeitsplätze gibt!
Da wird aus einer Mücke ein Elefant gemacht am Ende ist es gar nicht so schlimm und die Sundhäuser werden schon lernen damit zu leben!
pumpnC
26.08.2010, 12:40 Uhr
@Fisch
Ich finde es aber schon merkwürdig, das man die Autobahn und angrenzenden B4 nicht als Bedrohung dieser "Lebensqualität" ansieht. Meiner Meinung nach ist der Kreuzungsbereich B4 A38 der perfekte Standort für einen solchen Autohof. Ob die ausgewählte größe hier erforderlich ist, ist natürlich fraglich. Rein logisch müssten sich ja dann die Sundhäuser gegen jede Art der Gewerbeansiedlung sträuben. Man stelle sich mal vor dort würde sich eine große Fastfoodkette niederlassen oder eine Produzierende Firma wo täglich ebenfalls LKW´s aufgrund von An bzw. Ablieferung verkehren.
Dann doch lieber eine Region ganz sterben lassen, mit ein bisschen Acker, weils davon bei uns nur noch ganz wenig davon gibt, und Menschen die schon jenseits der 60 sind. Ein bisschen mehr Kompromissbereitschaft vermisse ich in dieser Diskussion leider gänzlich. Bitte denkt daran: Ein Autohof ist keine Müllverbrennungsanlage.
diphileo
26.08.2010, 15:02 Uhr
Zur Info ...
wir empfinden auch die Autobahn als Lärmbelästigung...hier wurde zum Schutz des Ortes weder eine Schallschutzmauer noch andere geeignete Maßnahmen wie Baumbepflanzungen o.ä. angebracht ... nun soll noch ein Autohof am Ort entstehen!
Sundhausen besitzt im Übrigen bereits ein Gewerbegebiet... niemand war dagegen...dort darf sich gern produzierendes Gewerbe ansiedeln. Dieses Gewerbegebiet ist auch nicht in unmittelbarer Nähe einer Wohnsiedlung. Der Autohof hingegen soll in 100m Entfernung zum Wohnort entstehen ... und da gehört er einfach nicht hin.
Wir haben in unsere Grundstücke investiert, wir leben hier mit unseren Familien ... mit unseren Kindern, die nicht im Lärm und Dreck aufwachsen wollen. Wir werden uns mit allen, uns zur Verfügung stehenden Mitteln gegen diesen Standort wehren!!! ...und wir tun nur das, was jeder an unserer Stelle tun würde.
Polo 89
26.08.2010, 15:51 Uhr
An diphileo
Was soll das denn heißen Familien im Dreck und Lärm? Also ich wohne mitten in der Stadt und hier gibt es genug Dreck und Lärm und trotzdem bin auch ich vernünftig groß geworden!!!
Das die Sundhäuser viel investiert haben in ihre Häuser das seh ich ja ein und glaub ich auch gerne aber das ist eben der große Nachteil wenn man ein Haus baut!
Es gibt ein keiner die Garantie das immer alles so schön ruhig bleiben wird und man kann nicht einfach mal weg ziehen aber sowas muss man sich schon vor dem bau eines Hauses überlegen und wenn ein diese Faktoren stören dann sollte man lieber in einer Wohnung bleiben!!!
Ihr Sundhäuser schafft es noch das wir gar keinen Autohof mehr bekommen!
Wäre echt schade für die Wirtschaft in Nordhausen.
Da stellt sich bei mir nur die frage wo ihr da an eure Kinder und Familien denkt?
Denn wenn eure Kinder keine Arbeit bekommen müssen sie auch in eine kleine Stadt Wohnung ziehen wo dann wieder eure Enkelkinder im Dreck und Lärm leben müssen!
Also vielleicht schafft es auch ihr mal weiter zu denken!!!
Wär schade wenn er nicht mehr Gebaut wird und das nur wegen ein paar Hausbesitzern die einfach nicht weiter denken!!!
Totofino
26.08.2010, 17:27 Uhr
Industrie schafft Arbeitsplätze
Nochmal : Der Autohof mit einem Bedarf von 25 LKW-Stellplätzen, Mindestgröße 50 LKW-Stellplätze schafft vieleicht 10 - 20 wirklich neue Arbeitsplätze, weil er im Wettbewerb auch andere AP venichten wird.
Wirklich neue Arbeitsplätze schafft die Ansiedlung von neuen Industrie- oder Gewerbearbeitsplätzen nicht ein Autohof der ohne Probleme auch an den AS Heringen, Hesserode, Großwechsungen und Bleicherode im Landkreis entstehen, er muß uns nicht verloren gehen, nur weil der Standort Sundhausen nicht geeignet ist.
Falls der Autohof in der gewünschten Größe von Projektentwickler Herrn Hasebrink gebaut würde, hätte er so keine Überlebenschance, vieleicht ist ja auch eine kleine Herbertstrasse geplant von der niemand nichts weiß oder etwas anderes was verheimlicht wird ?
Und auch noch einmal zur Information, wir Sundhäuser wollen, dass diese Fläche Acker bleibt und Ihr werdet mir Recht geben, es ist ausreichend Gewerbegebietsfläche ungenutzt für die Schaffung von Arbeitsplätzen.
MfG
Polo 89
26.08.2010, 19:14 Uhr
An Fisch 63
Ja der Autohof selber wird nicht so viele Arbeitsplätze bringen aber wo ein Autohof ist, sind LKWs und wo LKWs sind, ist früher oder Später auch Industrie!!!
Abgesehen davon bringt es mal wieder ein guten ruf für Nordhausen bei dem Investoren und Unternehmer gewiss gern Firmen nieder lassen!
Schade nur das Sundhausen mit aller macht versucht gegen diese vielen Positiven Seiten anzukämpfen.
Das mit der eventuellen Herbertstraße ist wohl ein schlechter Scherz selbst wenn es so wäre was wäre denn so schlimm daran?
Auch das ist ein Anerkannter Beruf und ich bin mir sicher das der ein oder andere Sundhäuser, dort öfter mal zu besuch sein wird, immerhin sind auch Sundhäuser nur Menschen!
Es stimmt er muss nicht verloren gehen aber es könnte trotz allem passieren!
NDHler
26.08.2010, 19:43 Uhr
Ja zum Autohof
Der geplante Autohof schafft neue Arbeitsplätze und vernichtet keine bestehenden. Die Kunden des künftigen Autohofs fahren doch zur Zeit an Nordhausen vorbei. Wenn der Autohof also in Betrieb geht, werden also neue Arbeitsplätze geschaffen und es fließen zusätzliche Steuereinahmen! Das ist ein Fakt!
Ach und hört doch bitte alle endlich mit dem leidigen Thema Prostitution auf. Das ist so lächerlich und gehört nicht zu dieser Diskussion. Hier wird mit massiv Panikmache betrieben. Es gibt so viele Autohöfe in Deutschland, auch mit Erotikshop, aber noch nie ist mir auf so einem Autohof Prostitution aufgefallen. Die Autohöfe werden von den Betreibern bewacht, wer dort über Nacht als LKW – Fahrer bleiben will hat dort eine Gebühr zu zahlen und sich auch ordentlich zu benehmen. Genau so lächerlich sind die Befürchtungen die LKWs stehen dort nachts mit laufenden Motoren. Das macht ein Fahrer nur einmal, dann hat er die benachbarten Fahrer am Hals weil die schlafen wollen. Außerdem heißt Ruhezeit auch, dass der Motor ausgeschaltet sein muss! Der Fahrer ist sonst bei der nächsten Kontrolle des Fahrtenschreibers fällig.
Ich kann nur an alle Autohofgegner appellieren damit aufzuhören ständig nur gegen das Projekt zu demonstrieren. Statt dessen sollten sich alle mit dem Investor an einen Tisch setzen und Einfluss auf die Planungen nehmen. Sicher kann man noch einiges erreichen: dass der Autohof kleiner wird, der Abstand zu den ersten Grundstücken größer wird, ein mit Bäumen bepflanzter Grünstreifen mit Lärmschutzwand gebaut wird und und und… Es gibt so viele Möglichkeiten Einfluss auf das Projekt zu nehmen, hier gibt es aber nur die pure Ablehnung gegen ein längst beschlossenes Projekt. Wenn ihr so weiter macht, wird der Autohof so wie jetzt geplant gebaut und ihr habt eure Chance vertan!
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